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Nikkei, Topix und Co. Anleger in Asien halten sich vor Notenbank-Entscheidungen zurück

Investoren bleiben vor den Zinsentscheidungen der Zentralbanken in Japan und USA vorsichtig. Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Japans größtem Öl- und Gasunternehmen im Fokus.
Update: 18.09.2019 - 08:49 Uhr Kommentieren
Die Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die noch am Tag Kursgewinne verbucht hatten, fielen auf normales Niveau zurück, nachdem sich die Ölpreise weiter abkühlten. Quelle: dpa
Anzeigetafel in Tokio

Die Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die noch am Tag Kursgewinne verbucht hatten, fielen auf normales Niveau zurück, nachdem sich die Ölpreise weiter abkühlten.

(Foto: dpa)

Tokio Der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank hält Anleger von größeren Engagements an den asiatischen Aktienmärkten ab. Der japanische Nikkei-Index bröckelte am Mittwoch auf 21.969 Punkte ab. Die chinesische Börse in Shanghai legte dagegen 0,4 Prozent auf 2990 Zähler zu.

Sie profitierte Börsianern zufolge von Hoffnungen auf eine Annäherung im Zollstreit zwischen den USA und China. Die Handelsgespräche der beiden weltgrößten Volkswirtschaften sollen demnächst weitergehen.

Eine Zinssenkung US-Notenbank Fed um einen viertel Prozentpunkt gilt unter Börsianern als sicher. Viele setzen zudem darauf, dass Notenbank-Chef Jerome Powell weitere Schritte bis zum Jahresende signalisieren wird. Darüber hinaus berät am Donnerstag die Bank von Japan (BoJ) über ihre Geldpolitik. Hier rechnen Experten allerdings mehrheitlich nicht mit Änderungen.

Die Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die noch am Tag Kursgewinne verbucht hatten, fielen auf normales Niveau zurück, nachdem sich die Ölpreise weiter abkühlten. Saudi-Arabien hatte erklärt, dass nach dem Angriff auf die größte Raffinerie des Landes die Ölproduktion bereits Ende September wieder komplett hergestellt sei. „Die Situation am Ölmarkt bleibt angespannt, aber die Angst vor einer anhaltenden Verknappung des Ölangebots hat ich erst einmal abgeschwächt“, sagte Edward Moya, Marktanalyst von Oanda. Die Titel von Japans größtem Öl- und Gasunternehmen Inpex verloren rund fünf Prozent.

Gewinner des gefallenen Ölpreises waren die Fluggesellschaften, für die der Preis für Kraftstoffe ein großer Kostenfaktor ist: Der Fluglinien-Index stieg um 0,6 Prozent, die Aktien der Fluggesellschaften ANA und Japan Airlines kletterten um 0,8 beziehungsweise 0,5 Prozent.

Zu den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt zählte Sony mit einem Kursminus von 2,1 Prozent. Der Elektronik-Konzern erteilte der Forderung eines aktivistischen Investors, die Chip-Sparte abzuspalten, eine Absage. Dieser Geschäftsbereich sei ein „wichtiger Wachstumstreiber“.

Mehr: Anleger hoffen, dass in der nächsten Woche auf das Maßnahmenpaket der EZB eine Zinssenkung der US-Notenbank folgt. Aber nicht nur die Fed steht im Fokus.

  • rtr
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