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Nikkei, Topix & Co Asiens Aktienmärkte reagieren positiv auf Aussagen von US-Notenbankchef Powell

Nach den Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell sind Anleger in Asien optimistisch. Die lockere US-Geldpolitik verspricht eine Unterstützung der Finanzmärkte.
Update: 11.07.2019 - 09:43 Uhr Kommentieren
Die chinesische Millionenstadt ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens. Quelle: dpa
Metropole Shanghai

Die chinesische Millionenstadt ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens.

(Foto: dpa)

Tokio Die Aussage von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem US-Kongress hat am Donnerstag in Asien zu einer Entkopplung von Aktien- und Devisenmarkt geführt. Der Dollar verlor gegenüber dem japanischen Yen im Vormittagshandel 0,9 Prozent und rutschte unter 108 Dollar. Denn bei einer Zinssenkung der US-Fed würde der Unterschied zwischen den japanischen und amerikanischen Zinsen sinken.

Der US-Notenbankchef hatte am Mittwoch vor dem US-Kongress erklärt, die Fed stehe bereit, „angemessen zu handeln“, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Anleger deuteten dies als klares Signal für eine Senkung im Juli. An den Märkten gilt eine Zinssenkung um einen Viertel Prozentpunkt am 31. Juli praktisch als ausgemachte Sache.

Doch während gewöhnlich ein deutlich stärkerer Yen Japans Aktienpreise senkt, stieg der Nikkei-225-Index der Tokioter Börse dieses Mal um 0,5 Prozent auf 21.634 Punkte. Noch positiver reagierten chinesische Anleger: Der Shanghai Composite Index legte um ein Prozent auf 2945 Punkte zu. Der Hongkonger Hang-Seng-Index sogar um 1,2 Prozent auf 28.537 Punkte. Ähnlich stark stiegen der koreanische Kospi-Index und der Nikkei-Asia-300 der 300 größten asiatischen Werte an.

Offenbar erwarten die Investoren nach Powells Kommentaren nun stärker als zuvor, dass die US-Fed noch im Juli die Zinsen senken wird. Für einen Moment hatten relativ starke Arbeitsmarktdaten die Märkte an dem Szenario zweifeln lassen. Doch das ist vorbei, meint James McCann, ein Volkswirt von Aberdeen Standard Investment, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Eine Zinssenkung im Juli ist nun sicher.“

Die Frage ist nun nur noch, ob die US-Fed die Zinsen um 0,25 oder 0,5 Prozentpunkte kappen wird. Je stärker der Schnitt ausfällt, desto größer dürfte der Druck auf die dortigen Notenbanken werden, der Fed zu folgen. Denn die ostasiatischen Währungen dürften danach in die Höhe schießen und damit die Gewinne gerade südkoreanischer und japanischer Konzerne schmälern. Dies wiederum würde die konjunkturellen Aussichten noch weiter verdüstern, die sich ohnehin schon verschlechtern.

In Südkorea bremst das Wachstum bereits rapide. Die Kreditbewertungsagentur Standard & Poor’s hat am Mittwoch ihre Wachstumsprognose für die High-Tech-Nation wegen der Handelskonflikte und schwacher heimischer Nachfrage um 0,4 Prozentpunkte auf nur noch zwei Prozent gesenkt. Für Südkorea ist das ein schlechter Wert.

Auch in Japan wächst mit der Verschlechterung der globalen Konjunktur die Notwendigkeit neuer Konjunkturspritzen. Denn die Regierung will zur Stabilisierung des hochverschuldeten Staatshaushalts im Oktober die Mehrwertsteuer von acht auf zehn Prozent anheben, ohne damit Japan in eine Rezession zu stürzen.

Unter Druck standen in Tokio die Papiere der Japan Post Insurance, die um rund sechs Prozent absackten. Der Versicherer hatte zuvor eingeräumt, in zehntausenden Fällen Kunden nachteilig behandelt zu haben.

Ein Euro wurde mit 1,1263 Dollar bewertet.

Mehr: Die Hoffnung auf eine ultralockere Notenbankpolitik drückt die Bondrenditen in Europa nach unten. Warum die Rally am Anleihenmarkt ein Grund zur Sorge ist.

Mit Agenturmaterial.

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