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Nikkei, Topix & Co Asiens Börsen begrüßen Waffenstillstand im Handelskrieg

Chinas Staatschef Xi und US-Präsident Trump konnten sich zu einer Wiederaufnahme der Handelsgespräche durchringen. Vor allem in Japan sind Anleger optimistisch.
Update: 01.07.2019 - 10:03 Uhr Kommentieren
Anleger in Chinas Finanzmetropole und an anderen wichtigen asiatischen Börsenstandorten sind optimistisch, dass der Handelskonflikt gelöst werden könnte. Quelle: AFP
Morgendämmerung in Shanghai

Anleger in Chinas Finanzmetropole und an anderen wichtigen asiatischen Börsenstandorten sind optimistisch, dass der Handelskonflikt gelöst werden könnte.

(Foto: AFP)

Tokio Die Aktienkurse an Asiens Börsen haben vom Waffenstillstand im amerikanisch-chinesischen Handelskrieg profitiert. Der japanische Nikkei-Index stieg am Montag um bis zu 2,2 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 21.742,76 Punkte. Gleiches galt für die Börse Shanghai, die um 2,2 Prozent auf 3045,37 Zähler zulegte.

Und das ist vielleicht nur der Anfang einer kleinen Hausse. Der Nikkei könnte die Marke von 22.000 Punkten testen, meint Yoshinori Shigemi, ein Aktienstratege von JP Morgan, in der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei. Damit würde der Nikkei wieder den Boden gut machen, den der Markt seit der Eskalation im Handelskrieg im April verloren hat.

Auslöser des kleinen Kurssprungs war das positive Ergebnis eines Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka. Beide Seiten kamen überein, die festgefahrenen Handelsgespräche wieder aufzunehmen. Trump stimmte daraufhin zu, die angedrohten Zollerhöhungen auf Importe aus China im Wert von mehr als 300 Milliarden US-Dollar nicht wahrzumachen. Außerdem stellte er eine Lockerung der Blockade gegen Chinas Mobilfunk- und Computerriesen Huawei in Aussicht.

Gerade Aktien von Japans Lieferanten von Produktionsanlagen für Halbleiter könnten von der Hoffnung auf Entspannung profitieren, meint Soichiro Moji, ein Aktienstratege von Sumitomo Mitsui DS Asset. Der Aktienkurs von Tokyo Electron stieg beispielsweise bis elf Uhr Ortszeit um 4,5 Prozent auf 15.805 Yen.

Nicht einmal eine deutliche Verschlechterung des Geschäftsklimas für Japans Großkonzerne konnte die gute Stimmung brechen. Der vierteljährliche Stimmungsindex der Bank von Japan für Japans große Unternehmen der verarbeitenden Industrie stürzte auf fünf Punkte ab, den schlechtesten Wert seit drei Jahren. Ein negativer Wert im Index deutet auf eine Rezession hin.

Der Grund: Der Handelskrieg drückt bereits die Exporte und vor allem die Auftragseingänge für elektronische Bauteile und Produktionsanlagen. Immerhin verbesserte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor, was auf eine stabile Nachfrage im Binnenmarkt hindeutet.

Die Ratingagentur Moody`s warnte allerdings, dass der Waffenstillstand Moody’s Konjunkturprognose nicht fundamental ändere. Obwohl die Vereinbarung die negative Stimmung an den Finanzmärkt verbessere und kurzfristig das Wachstum unterstütze, werden die bestehenden Zölle nicht aufgehoben, mahnen die Kreditbewerter. Moody’s sagt daher weiterhin voraus, dass allein Handelseinbußen dieses Jahr das US-Wachstum um 0,1 Prozentpunkte und das chinesische um 0,2 Prozentpunkte senken wird. Indirekte folgen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Mehr: Der Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen China und den USA weckt Hoffnungen auf einen Handelsfrieden.

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