Nikkei, Topix & Co. Börse in Tokio trotz abebbender Türkei-Sorgen im Minus

Die türkische Lira erholt sich im fernöstlichen Devisenhandel etwas. Dennoch verbucht der japanische Nikkei-Index Verluste.
Update: 15.08.2018 - 09:06 Uhr Kommentieren
Geschäftsleute in Tokio. Quelle: AP
Japan

Geschäftsleute in Tokio.

(Foto: AP)

TokioDie Börse in Tokio hat trotz abebbender Türkei-Sorgen und positiver Vorgaben der Wall Street am Mittwoch nachgegeben. Im Handelsverlauf lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent im Minus bei 22.204 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,8 Prozent.

Die türkische Lira, die zu Wochenbeginn auf ein Rekordtief von 7,24 zum Dollar gefallen war, erholte sich im fernöstlichen Devisenhandel etwas. Ein Dollar kostete 6,2 Lira. „Der Verfall der Lira mag gestoppt sein, aber das Land muss noch die grundlegenden Probleme angehen, vor denen es steht“, sagte Masahiro Ichikawa, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management in Tokio. „Und das hat an den Märkten für Niedergeschlagenheit gesorgt.“

An der Wall Street profitierte vom festeren Kurs der Lira vor allem der Banken-Sektor. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schwankte im Handelsverlauf zwischen einem Hoch von 25.339 und einem Tief von 25.201 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 25.299 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,6 Prozent auf 2839 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,7 Prozent und stand zum Schluss bei 7870 Punkten.

Der Euro zeigte sich im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert. Ein Euro wurde mit 1,1341 Dollar. Der Dollar wurde mit 111,34 Yen gehandelt.

Es gab aber auch positive Zeichen: Der japanische Finanzminister Taro Aso sagte, dass die Handelsgespräche zwischen Japan und den USA auf einem guten Weg sind. Man sei dabei, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, sagte Aso am Mittwoch in Tokio nach einer Sitzung des Kabinetts. US-Präsident Donald Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hatten sich im April darauf verständigt, über einen neuen Rahmen für einen „freien, fairen und gegenseitigen“ Handel zu sprechen.

In der vergangenen Woche hatte die erste Runde der Verhandlungen stattgefunden. Japan hat gegenüber den USA einen Handelsüberschuss. Solche Überschüsse sind Trump ein Dorn im Auge. Japan fürchtet ähnlich wie Deutschland insbesondere zusätzliche US-Zölle auf Autos und Autoteile. Mit Blick auf die Währungskrise in der Türkei sagte Aso, er beobachte genau deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Diese hätten sich aber wieder beruhigt.

  • rtr
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