Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nikkei, Topix & Co Japans Börse wegen eskalierendem Handelsstreit unter Druck

US-Präsident Trump hat neue Strafzölle auf chinesische Produkte angekündigt. Die Anleger in Asien reagieren verunsichert. Der Nikkei fällt um 2,11 Prozent.
Update: 02.08.2019 - 09:27 Uhr Kommentieren
Das Gebäude der Tokyo Stock Exchange in der japanischen Hauptstadt Tokio. Quelle: dpa
Aktienhandel

Das Gebäude der Tokyo Stock Exchange in der japanischen Hauptstadt Tokio.

(Foto: dpa)

Tokio Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China haben die japanische Börse am Freitag deutlich gedrückt. Der Nikkei-Index mit den 225 wichtigsten Werten fiel um 2,11 Prozent auf 21.087 Punkte und lag zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Der Tokioter Leitindex wurde zusätzlich davon belastet, dass der Yen zum US-Dollar mit einem starken Anstieg eine Kehrtwende machte. Er kann so tendenziell die für japanische Unternehmen besonders wichtigen Ausfuhren verteuern.

Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,92 Prozent auf 1537 Zähler. Trump kündigte an, ab 1. September Sonderzölle auch auf bisher davon verschonte chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar verhängen zu wollen.

Nach dem Treffen zwischen Trump und Xi Ende Juni hätten Anleger darauf gehofft, dass sich dieser Konflikt entspanne, sagte Anlagestratege Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui. „Nun müssen Anleger und Unternehmen diese Einschätzung revidieren.“

In Tokio kamen vor allem Aktien von Firmen mit einem größeren Engagement in China unter die Räder, so zum Beispiel der Roboterspezialist Fanuc, dessen Papiere knapp vier Prozent verloren. Auch Exportfirmen wie Toyota und Panasonic gaben nach. Die Aktien des Apple-Zulieferers Sharp verloren sogar fast 14 Prozent.

Nachdem Trump am Donnerstag neue Strafzölle auf chinesische Waren angekündigt und Peking mit weiteren Schritten gedroht hatte, ging es an den chinesischen Festlandbörsen ebenfalls deutlich bergab. Der CSI 300 verlor zuletzt 1,34 Prozent auf 3752,38 Punkte. Der Hongkonger Hang Seng sank zeitgleich sogar um 2,15 Prozent auf 26 972,43 Punkte. Die chinesische Währung geriet ebenfalls unter Druck. Im Gegenzug verteuerte sich der Dollar um bis zu 0,8 Prozent auf 6,9502 Yuan.

In Südkorea verlor der Kospi gut ein Prozent, nachdem die japanische Regierung am Freitag beschloss, das Land von der „weißen Liste“ jener Länder zu streichen, die Vorzugsbehandlungen bei Handelsgeschäften genießen. Von den Restriktionen sind vor allem die Chiphersteller Samsung und SK Hynix sowie die Firma LG Display betroffen. Samsung-Aktien verloren gut 2 Prozent.

Der Euro verteuerte sich im fernöstlichen Handel leicht zum Dollar und kostete 1,1078.

Mehr: Ausländische Hacker haben deutsche Unternehmen attackiert. Dabei sollen sie es auf sensible Daten abgesehen haben. Die Spur führt nach China.

Finance Briefing
  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Nikkei, Topix & Co - Japans Börse wegen eskalierendem Handelsstreit unter Druck

0 Kommentare zu "Nikkei, Topix & Co: Japans Börse wegen eskalierendem Handelsstreit unter Druck"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote