Nikkei, Topix & Co Tokioter Börse startet stark – Notenbank lässt Leitzins unverändert

Angetrieben von guten Konjunkturdaten steigt der Nikkei-Index deutlich. Auch die jüngsten Entwicklungen in Korea dürfte die Anleger zufrieden stimmen.
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Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AP
Tokio

Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.

(Foto: AP)

Tokio, New YorkTrotz der weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Tokioter Börse am Dienstag ihren Höhenflug fortgesetzt. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legte am Mittwoch im Vormittagshandel um 1,6 Prozent auf 23.804 Punkte zu und markierte damit ein Achtmonatshoch. Der breiter gefasste Topix gewann ebenfalls 1,6 Prozent auf 1787 Zähler.

Händler erklärten, die gute Konjunktur in Japan stärke das Vertrauen der Anleger. Die Aktienpreise hätten die robuste Wirtschaftsverfassung lange Zeit nicht richtig reflektiert. Neue Konjunkturdaten unterstrichen die gute Verfassung der japanischen Konjunktur. Der japanische Außenhandel legte im August stärker zu als von Experten erwartet.

Die Unternehmen verkauften 6,6 Prozent mehr Waren ins Ausland als vor einem Jahr, wie aus Daten des Finanzministeriums vom Mittwoch hervorging. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 5,6 Prozent gerechnet. Im Juli lag der Zuwachs bei 3,9 Prozent im Jahresvergleich.

Japans Zentralbank setzt derweil ihre extrem lockere Geldpolitik unverändert fort. Das entschied die Bank of Japan am Mittwoch nach ihrer zweitägigen Zinssitzung. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen, Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben.

Der sogenannte kurzfristige Einlagensatz liegt weiter bei minus 0,1 Prozent. Das Zinsziel für zehnjährige Staatspapiere beträgt ebenfalls unverändert null Prozent. In Marktkreisen war der Entschluss allgemein erwartet worden.

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Dollar unverändert bei 1,1671 Dollar. Zum Yen gewann die US-Währung auf ein Zwei-Monatshoch von 112,395 Yen.

Auch der chinesische Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch robust. Der Hang Seng notierte 1,08 Prozent fester. Die Regierung in Peking gibt sich beim Zollstreit mit den USA kämpferisch: „China hat keine Angst, dass die US-Maßnahmen die Preise von Gütern im Inland zu sehr steigen lassen, sondern wird die Gelegenheit nutzen, Importe zu reduzieren, die lokale Produktion zu stärken oder hochwertige Güter für den Export zu entwickeln“, schrieb die Zeitung der Kommunistischen Partei, „Peoples Daily“, am Mittwoch in einem Leitartikel auf der Titelseite ihrer internationalen Ausgabe. Laut der „Global Times“ einem weiteren Sprachrohr der Partei, sei der Handelsstreit eine Gelegenheit, das Ansehen der chinesischen Finanzmärkte international zu stärken.

Positiv dürfte für asiatische Anleger auch die Ankündigung von Nord- und Südkorea sein, die Halbinsel atomwaffenfrei zu machen. US-Präsident Donald Trump teilte außerdem mit, dass das Handelsabkommen zwischen den USA und Südkorea komplett neu ausgehandelt worden sei und der Vertrag noch während der laufenden UN-Vollversammlung unterzeichnet werden könnte.

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