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Nordkorea-Krise Raketenstart fürs Gold

Nordkorea zündelt wieder – und prompt springt der Goldpreis über die Marke von 1300 Dollar. Einige Analysten erwarten weiter steigende Notierungen. In manch einem Szenario verteuert sich das Edelmetall drastisch.
23 Kommentare

Sicherer Hafen gefragt: Goldpreis über 1300 US-Dollar

Frankfurt Kim Jong Un provoziert die Amerikaner – wieder einmal. In der Nacht zu Dienstag lässt er die Krise mit einer Rakete, die über Japan hinwegflog und in den Pazifik stürzte, weiter eskalieren. Aus Sorge vor einer Verschärfung des Nordkorea-Konflikts haben Investoren am Dienstag Aktien aus ihren Depots geworfen. Der Dax rutschte zeitweise um knapp zwei Prozent ab. Sichere Anlagen sind das Gebot der Stunde. Neben deutschen Staatsanleihen sind klassischen Krisenwährungen wie Yen und Franken gefragt – zudem flüchten viele Anleger vor allem ins Gold.

So passiert das, worauf manche Marktbeobachter in diesem Jahr schon mehrere Male gehofft haben: Der Edelmetallpreis springt erstmals 2017 über die Marke von 1300 Dollar. Die Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kostete damit am Dienstag so viel wie zuletzt im November 2016. Seit dem Frühjahr pendelte der Preis für eine Feinunze zwischen 1200 und 1300 Dollar. Seit Monatsanfang hat der Kurs nun rund vier Prozent an Wert zugelegt, seit Jahresbeginn beträgt das Plus rund 15 Prozent.

Die Goldrally ist nach Einschätzung von Investoren vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die US-Notenbank angesichts der schwachen Inflation schwertun wird, die Zinsen nochmals anzuheben. Zudem hat die unberechenbare Amtsführung von Präsident Donald Trump die Nachfrage angetrieben, ebenso wie die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA.

Bank of America Merrill Lynch erklärte in der vergangenen Woche, der Goldpreis werde Anfang kommenden Jahres 1400 Dollar erreichen und verwies zur Begründung auf niedrigere langfristige US-Zinsen und einen Mangel an Fortschritten bei der Umsetzung von Trumps politischer Agenda. „Ziel wären in den kommenden Wochen 1355 bis 1375 Dollar“, meint Eugen Keller, Marktstratege beim Bankhaus Metzler.

Eine ähnliche Perspektive hat Robert Hartmann, Mitgründer des Edelmetall-Handelshauses Pro Aurum. „Die Bewegung könnte nachhaltig sein“, glaubt er. Hartmann denkt beim Preis schon an die Marke von 1500 Dollar.

Ronald-Peter Stöferle erwartet wenig Gutes nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas. Der Partner des Liechtensteiner Vermögensverwalters Incrementum rechnet sogar mit noch größeren geopolitischen Verwerfungen: „Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA wird sich weiter verschärfen.“ Die Strategen sehen im Hintergrund allerdings noch andere Kräfte am Werk.

Der Handelsblatt Expertencall
Ein schwacher Dollar als weitere Unterstützung
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23 Kommentare zu "Nordkorea-Krise: Raketenstart fürs Gold"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Peter Spiegel29.08.2017, 19:51 Uhr
    Herr Toni [email protected] Richtig alles eine Frage des Margins.
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    yapp, denn nur mein Margin Rahmen bestimmt, wie viel Lot ich einsetzen kann.

    Aber für mich ist es auch sehr wichtig, wie viel Ticks die normale Tages-Bewegung ist. Eine Impulswelle bringt beim FDAX locker 30-80 Ticks, im Gold sind es max. 10-20% davon.

    Man kann also im FDAX, der sehr impulsiv ist, viele Geld machen und verlieren. Gold und Öl sind ruhiger. Aber sie sind oft so langsam, dass sie über den Impuls ihre "Meinung" ändern können.

  • @ Helmut Metz

    Auch wenn ich, wie Sie richtig festgestellt haben, kein Austrian bin, so kenne ich doch die Definition des Wortes "Grenznutzen"!

    <<Jedes Gut hat einen Grenznutzen. Und es erhält seinen "Marktwert" aus der SUBJEKTIVEN EINSCHÄTZUNG seines Grenznutzens.>>

    Sagen Sie das lieber nicht zu laut! Denn falls sich diese Einschätzung durchsetzen sollte, würde Gold bald billiger gehandelt als Kartoffeln. Und das wollen Sie doch nicht, oder?
    Gold als Gut eignet sich ganz vorzüglich für die Kontakte einer Hifi-Anlage. Viel mehr fällt mir dazu gerade nicht ein. Gold als Währung ist hingegen die subjektive Einschätzung seines Wertes, und eben nicht seines Grenzwertes.
    Seien Sie - als Goldjünger - froh darüber!

  • Herr Toni [email protected] Richtig alles eine Frage des Margins.Sie können sand wertvoller machen ald Gold, wenn Sie den Kredit haben. Kurz und knapp, es gibt mehr Geld als Heu.

  • Herr Peter Spiegel

    Mit anderen Worten, es ist wurscht, ob es überhaupt Gold gibt, in dieser Sphäre.
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    Neben dem FDAX trade ich (Daytrader) auch gerne Gold und Öl. vor ein paar Tagen hat mich ein freund mal darum gebeten, dass ich ihm den Handel mit Futures mal erkläre. also ich war etwas erschreckt, denn genau das alles habe ich fast nicht gewusst.

    Wenn ich am Morgen mit dem Gold-Handel anfange muss ich nur wissen, welche Widerstände und Unterstützungen es gibt, ob es Setups gibt und wie es mit dem Vol-Profile aussieht.

    Mir ist es daher auch vollkommen egal, ab och real Gold handle, oder Katzenhaare. Ich vermute fast, andere Händler sehen das ähnlich.

  • Das ist sehr interessant wenn man versucht Theorien in einem System des Betruges in Stellung zu bringen. Es hat keinen Sinn, da der Betrüger alle Macht auf seiner Seite hat.

  • Wenn ich mir den Gold Schart so ansehe, müssen die Menschen wohl mehr angst vor frau Clinton gehabt haben, als vor dem Atom-Kim. (Ist das eigentlich der Halbbruder vom Bomben--Albert?).

    Im Sept. letzten Jahres war der Goldpreis höher, als heute. erst als durchsickerte, dass wohl doch Trump gewinnen sackte der Preis und kam in Wellen wieder hoch.

  • @ Enrico Caruso

    Sie sind eindeutig kein "Austrian". Jedes Gut hat einen Grenznutzen. Und es erhält seinen "Marktwert" aus der SUBJEKTIVEN EINSCHÄTZUNG seines Grenznutzens.
    Damit hatte Carl Menger übrigens bereits im 19. Jahrhundert auch Karl Marx´ hirnverbrannte Werttheorie komplett widerlegt.

  • Herr Helmut [email protected] Ihre Ansichten sind mir hier zu komplex. Also einfach.
    Die Sache selbst hat etwas mit Vorschriften für Händler zu tun.
    Da sitzen irgend welche Leute und handeln Gold, die haben aber kaum Geld auf dem Tisch, sondern nur Kredit, genannt Margin. Sie bestimmen den Preis über ihren Kredit, es wird viel mehr Gold gehandelt als körperlich vorhanden ist. Das bestimmt den Preis, weil sie Wert nicht lesen wollen. Mit anderen Worten, es ist wurscht, ob es überhaupt Gold gibt, in dieser Sphäre.

  • Enrico Caruso29.08.2017, 17:24 Uhr
    @ Caro Schmidt

    Glauben Sie, ein Journalist, der Ahnung hat, würde noch für dieses Drecksblatt hier schreiben wollen?
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    Ich finde massiv, dass sie übertreiben.

    Gerade wegen seiner Karnevals Qualitäten und den Reden der Polit-Entertainer ist mir das HB eine sehr wichtige Lektüre geworden. Fäkal-News bricht gerade immer mehr weg, weil die Wirtschaft (Aus Scham-Gründen) keine Werbung mehr in Fäkal-Medien haben will. Und wer soll uns denn dann unterhalten.

    Das HB, FAZ, SZ und andere Medien sind ein hervorragender Ersatz und das besonders, wenn sie oft von den lustigen Menschen aus der Politik schreiben. erst heute habe ich wieder lesen dürfen, wie die Karnevals-Prinzessin, voller Würde, aus dem Heli gekommen ist und wie nett sie ihr Volk unterhalten hat.

  • @ Helmut Metz
    <<Gold ist auch das Gut, das kaum eine Abnahme seines Grenznutzens zeigt.>>

    Das ist korrekt. Denn schließlich hat Gold so gut wie überhaupt keinen Grenznutzen, folglich kann er auch nicht nennenswert abnehmen.

    Also würde ich doch lieber von "Wert" sprechen wollen. Und der begründet darauf, dass sich der überwiegende Teil der Menschheit darauf geeinigt hat, dass Gold wertvoll ist. Insofern dem Geld (bei Ihnen Fiat-Money genannt) gar nicht mal so unähnlich.

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