Preissteigerung US-Inflation stieg im Mai so stark wie seit Anfang 2012 nicht mehr

Die Preise in den USA sind im Mai weiter gestiegen. Das könnte die US-Notenbank Fed am Mittwoch dazu bringen, die Zinsen erneut zu erhöhen.
Update: 12.06.2018 - 16:21 Uhr 2 Kommentare
Im März hob die US-Notenbank den Schlüsselsatz bereits auf die Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Quelle: AFP/Getty Images
Federal Reserve

Im März hob die US-Notenbank den Schlüsselsatz bereits auf die Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

(Foto: AFP/Getty Images)

WashingtonDie Inflation in den USA zieht kräftig an und macht eine rasche Zinserhöhung sehr wahrscheinlich. Die Verbraucherpreise legten im Mai um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das US-amerikanische Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte.

Dies ist der stärkste Anstieg seit Februar 2012. Experten hatten ihn etwas niedriger erwartet. Im April betrog die Inflationsrate von 2,5 Prozent.

„Ein Zinsschritt der US-Notenbank am morgigen Mittwoch ist gesetzt“, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein. „Die Teuerungsraten machen einmal mehr deutlich, dass eine geldpolitische Straffung notwendig ist.“

Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hatte den Schlüsselsatz zuletzt im März auf die Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent gehievt. Sie dürfte jetzt eine weitere Anhebung um einen Viertelpunkt folgen lassen. Die Währungshüter achten bei der Inflation primär auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben (PCE) ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelkosten. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt mit 1,8 Prozent allerdings leicht unter dem Ziel der Fed von 2,0 Prozent.

Mit höheren Zinsen dürften die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell versuchen, eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern, die durch die radikale Steuerreform von Präsident Donald Trump befördert werden könnte. Die Arbeitslosenquote war zuletzt auf das niedrigste Niveau seit 18 Jahren gesunken.

Angesichts des anhaltenden Aufschwungs spekulieren manche Investoren, dass die Notenbank die Zinszügel im zweiten Halbjahr noch zwei Mal anziehen könnte. Angesichts einer auf drei Prozent zusteuernden Inflationsrate sei ein entsprechendes Signal der Fed am Mittwoch wahrscheinlich, so James Knightley von der Bank ING.

Näheren Aufschluss erwarten sich Experten dabei vom Ausblick der Währungshüter, der zeitgleich mit dem Zinsentscheid veröffentlicht wird.

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2 Kommentare zu "Preissteigerung: US-Inflation stieg im Mai so stark wie seit Anfang 2012 nicht mehr"

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  • (Fortsetzung)

    Aber nicht nur das: die Fed "verteuert" damit den USD insbesondere gegen den EUR. Trump will jedoch bekanntlich das verheerende US-Handelsbilanzdefizit abbauen, indem er die eigene Exportindustrie stärkt. Verbilligt nun jedoch die US-Zentralbank die Exporte insbesondere des "Exportweltmeisters" BRD (der schamlos durch den für ihn viel zu schwachen Euro profitiert und dadurch auch noch die anderen EU-Exporteure, die unter dem Euro nicht mehr abwerten können, sukzessive plattmacht) auch noch durch ihre "Geldpolitik", dann nimmt sie damit der US-Waffe Erhöhungen der Zölle einen Teil ihrer Wirkung weg.
    Die Fed muss also schnellstmöglich entmachtet werden, sonst gehen die Amerikaner nämlich eher früher als später pleite. Und für diesen existenziellen Krieg gegen die Fed kann man Trump nur wünschen: "God bless you, Mister President!"

  • Der größte Feind des amerikanischen Volkes ist die "eigene" Zentralbank.
    Das war sie schon immer, heute ist sie aber sogar ein existenzbedrohender Feind für den allergrößten Teil der Amerikaner.
    Der entscheidende Krieg, den US-Präsident Trump führen muss - und das erbarmungslos - wird daher kein Handelskrieg gegen andere Staaten sein, sondern der Krieg gegen den "Deep State", den Staat im Staate, und ganz speziell gegen die Hintermänner der Fed.
    Der letzte US-Präsident, der Krieg gegen die Fed geführt hatte und sie sogar vollständig entmachten wollte, musste dies mit seinem Leben bezahlen: er ordnete die Emission von Treasury-Notes an und entzog damit der Fed das Monopol auf die Emission ihrer Federal Reserve Notes (für die der amerikanische Staat Zinsen an die Fed zu entrichten hat):
    "The authority vested in the President (...) to issue silver certificates against any silver bullion, silver, or standard silver dollars in the Treasury not then held for redemption of any outstanding silver certificates, to prescribe the denominations of such silver certificates, and to coin standard silver dollars and subsidiary silver currency for their redemption..."
    http://www.apfn.org/APFN/reserve2.htm
    Aktuell bedroht die Fed die Existenz der Mehrzahl der Amerikaner durch ihre Zinspolitik, die die Wirtschaftspolitik des amerikanischen Präsidenten rigoros sabotiert: mit den beschlossenen Steuersenkungen "dreht" Trump nämlich an der Laffer-Kurve...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Laffer-Kurve
    ... um dadurch mittelfristig ein höheres Steueraufkommen zu generieren (was ein "Revival" der "Reaganomics" ist). BIS es jedoch zum höheren Steueraufkommen kommt, muss ein weitaus höheres "Deficit Spending" die Zwischenzeit überbrücken. Schraubt die eigene Zentralbank in dieser Phase jedoch die Zinsen hoch (und beruft sich dabei auf selber erhobene bzw. gefakte Inflationsraten), dann ist das nichts anderes als Sabotage.

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