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Publikumsfonds Sachwerte stehen bei Fondsanleger hoch im Kurs

Deutsche Fondsanleger suchten im ersten Halbjahr vor allem Investments in Immobilien und Aktien. Tiefe Zinsen aber schrecken vor Anleiheprodukten ab.
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Immobilien waren bei Fondsanlegern im ersten Halbjahr besonders gefragt. Quelle: dpa
Blick auf die Münchner Innenstadt

Immobilien waren bei Fondsanlegern im ersten Halbjahr besonders gefragt.

(Foto: dpa)

Frankfurt In unsicheren Zeiten setzen auch private Anleger verstärkt auf Sicherheit – das lässt sich unter anderem an ihrem Kaufverhalten im ersten Halbjahr ablesen. Nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des deutschen Fondsverbandes BVI waren Immobilienprodukte gefragt wie selten. Bei Anleihefonds dagegen überwogen die Verkäufe.

Laut BVI summierten sich die Nettokäufe der auf Privatanleger zielenden Publikumsfonds in den ersten Monaten des Jahres auf 1,8 Milliarden Euro. Bei der Teilgruppe der Immobilienfonds kauften die Anleger für netto knapp 6,1 Milliarden Euro. Das war sogar mehr als in den einzelnen Kalenderjahren zuvor. Die Zahlen signalisieren außerdem: Bei vielen anderen Fondsgruppen gaben die Anleger in den ersten sechs Monaten Anteile zurück.

Das erste Halbjahr brachte nach den Börseneinbrüchen im vierten Quartal 2018 anhaltende Unsicherheit mit sich. Dazu trugen die Handelskonflikte und Sorgen vor einem möglichen Konjunkturabschwung maßgeblich bei. Der Bedarf an sicheren Anlagen beschleunigte die bestehende hohe Nachfrage nach Immobilienfonds.

Die Ängste vor einem Konjunkturabschwung drückten wiederum die Bondrenditen. Das machte auch Anleihefonds weniger attraktiv. Deshalb gaben die Anleger für netto knapp zwei Milliarden Euro Anteile an diesen Produkten zurück. Auch im Kalenderjahr 2018 hatten Abgaben das Geschäft bestimmt.

Der Run auf den klassischen Sachwert konzentrierte sich auf Immobilieninvestments. Die Aktie war weniger gefragt. Zwar erholten sich die Börsen im ersten Halbjahr kräftig. Laut BVI schrumpften jedoch die Käufe der Aktienfonds auf netto 0,7 Milliarden Euro. Noch deutlicher war der Rückschlag bei den Mischfonds, die sowohl in Aktien als auch Anleihen investieren.

Bei diesen Produkten meldet der BVI für das erste Halbjahr nur noch einen Nettoabsatz von rund 0,3 Milliarden Euro. In den vorhergehenden Kalenderjahren hatten die Anleger noch jeweils für zweistellige Milliardenbeträge Anteile gekauft. Im unsicheren Börsenumfeld zog auch das von den Anbietern häufig genutzte Argument der Risikostreuung über mehrere Vermögensformen nicht.

Das galt zumindest in der Breite. Die Käufer konzentrierten sich auf wenige Produkte. Zu den Rennern zählte weiterhin der Mischfonds „Multiple Opportunities“ vom unabhängigen Kölner Asset-Manager Flossbach von Storch. Er sammelte dank guter Wertentwicklung netto in den ersten sechs Monaten fast eine Milliarde Euro ein.

Mehr: Negativzinsen, Gebühren – der Sparer ist der Verlierer der Geldpolitik. Wie konnte es dazu kommen? Und was kann er dagegen tun? Antworten auf sechs drängende Fragen.

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