Regeln für Investoren China öffnet Aktienmärkte stärker für Ausländer

Das Wachstum stagniert, die Märkte brummen nicht mehr wie zuletzt – dies dürfte der Grund sein, dass China ausländischen Anlegern mehr Rechte geben will. Beschränkt bleibt die Freiheit an den Finanzmärkten dennoch.
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Die Wertpapierbörse in Shanghai muss sich öffnen: Einen ersten Schritt tut die Volksrepublik nun und gibt ausländischen Investoren mehr Möglichkeiten. Quelle: dpa

Die Wertpapierbörse in Shanghai muss sich öffnen: Einen ersten Schritt tut die Volksrepublik nun und gibt ausländischen Investoren mehr Möglichkeiten.

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ShanghaiChina lockert die Regeln für ausländische Investitionen in börsennotierte Firmen. Seit Donnerstag dürfen Anleger an der Börse von Shanghai nicht mehr nur maximal 20 Prozent, sondern bis zu 30 Prozent an einem Unternehmen erwerben. Außerdem können sie in zusätzliche Finanzprodukte investieren, wie die Börse auf ihrer Internetseite mitteilte. So sollen sie forderungsbesicherte Wertpapiere ebenso kaufen dürfen wie Vorzugsaktien, die demnächst eingeführt werden sollen.

„Die Öffnung erfolgt zu einer Zeit, in der der chinesische Aktienmarkt schwächelt“, sagte Händler Theng Weigang vom Wertpapierhandelshaus Shanghai Securities. „Die Behörden hoffen nun, mehr ausländische Investitionen anzulocken.“ Die Lockerung der Regeln ist ein weiterer Schritt der Liberalisierung der chinesischen Märkte. Erst vor wenigen Tagen hatte die Notenbank des Landes beschlossen, dass der Yuan künftig doppelt so stark schwanken darf wie bisher. China wird immer wieder vorgeworfen, seine Währung künstlich niedrig zu halten, um der Exportindustrie auf dem Weltmarkt Vorteile zu verschaffen.

Die neuen Regeln gelten auch als wichtiger Schritt, um Shanghai zu einer internationalen Finanzmetropole aufzubauen. „Wenn man das ernst meint mit dem Finanzzentrum, dann muss es Nicht-Chinesen möglich sein, die gesamte Bandbreite an Finanzprodukten zu erwerben“, sagte Tom Gatley vom Beraterhaus GaveKal Dragonomics.

Angesichts des für chinesische Verhältnisse schwachen Wirtschaftswachstums kündigte Ministerpräsident Li Keqiang mehr Tempo bei Investitionen und Baumaßnahmen an. Damit solle das Wachstum in einer „angemessenen Bandbreite“ gehalten werden. Details nannte er nicht. Experten werteten die Aussagen aber als Hinweis darauf, das Peking die Konjunktur stimulieren will. In den beiden ersten Monaten des Jahres waren sowohl die Investitionen als auch der Einzelhandelsumsatz und die Industrieproduktion so langsam gewachsen wie seit Jahren nicht mehr. Die Regierung strebt für 2014 ein Wachstum von 7,5 Prozent an.

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