Schlussbericht Börse Frankfurt Dax-Anleger mit Höhenangst

Der Dax hat die Gewinnspur vorerst verlassen. Nach neuem Rekordhoch rutschte der Leitindex sogar kurzzeitig unter 9000 Punkte. Richtig spannend wird es allerdings erst nach Handelsschluss. Im Fokus steht erneut die Fed.
Update: 30.10.2013 - 17:50 Uhr 83 Kommentare

Dax kann Höchststand nicht halten - Fed im Blick

FrankfurtIm Vorfeld der Fed-Entscheidung über den künftigen gelpolitischen Kurs haben Europas Anleger am Mittwoch kalte Füße bekommen. Nach einem neuen Rekordhoch von 9070 Punkten im frühen Geschäft, rutschte der Dax im weiteren Handelsverlauf in die Verlustzone. Am Ende verbuchte der Leitindex einen kleinen Verlust von 0,13 Prozent bei 9010 Punkten. Kurzzeitig rutschte der Leitindex sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 9000 Punkten. Der Euro Stoxx 50 notierte 0,29 Prozent tiefer bei 3041 Zählern. Der Euro gewann knapp 0,15 Prozent auf 1,3765 Dollar.

Erst nach Handelsschluss in Europa wird die Fed ihren künftigen geldpolitischen Kurs bekannt geben. Im Vorfeld der Entscheidung wurden Investoren zunehmend nervös. Viele Börsianer gehen dennoch davon aus, dass die Währungshüter die Wirtschaft weiter mit großzügigen Geldspritzen unterstützen werden.

Den Einstieg in den Ausstieg aus der Politik des ultra-billigen Geldes wird die Fed nach Ansicht vieler Experten wohl erst nächstes Jahr wagen. Einige gehen aber auch davon aus, dass sich Notenbankchef Ben Bernanke mit einer entsprechenden Entscheidung ganz gern aus seinem Amt verabschieden würde und erwarten von daher entsprechende Signale. Im Februar rückt Janet Yellen auf den Fed-Chefsessel.

Gebremst wurde die jüngste Rekordjagd des Dax auch von wenig überzeugenden Daten vom US-Arbeitsmarkt. Laut der Statistik des Dienstleisters ADP wurden im Oktober weniger Stellen im privaten Sektor neu geschaffen als von Analysten prognostiziert. Außerdem wurden die Daten des Vormonats nach unten revidiert. „Der US-Arbeitsmarkt hat an Dampf nachgelassen, bricht aber nicht ein", erklärte Analyst Mark Zandi von Moody's.

Einzige Unterstützung erhielt das Marktbarometer am Mittwoch von einem ordentlichen Kursplus der Volkswagen-Aktie. Die VW-Papiere schossen um knapp fünf Prozent nach oben. Vor allem dank glänzender Geschäfte der Tochter Porsche hat sich der Betriebsgewinn des größten europäischen Autoherstellers im Sommerquartal um rund 20 Prozent erhöht. Im Schlepptau von VW zogen auch andere Autowerte an.

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83 Kommentare zu "Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax-Anleger mit Höhenangst"

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  • Glückwunsch. Realisiert?

  • Oh wie ist das schön. 5 Riesen in weniger als einer Stunde. Super, Danke FED!

  • http://www.federalreserve.gov/newsevents/press/monetary/20131030a.htm

  • Danke, FOMC. 34 Pips in 3 Minuten.

  • Drums please...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Freut Euch noch kurz dran. Dann ist es rum.

  • Bin seit meiner Kaufentscheidung eben bereits 2000 Euro im Plus. Jetzt SL und weiter zugucken wie es bröckelt.

    Klar gehts weiter bergauf, aber die paar Tausend Euro nehme ich gerne mit.

  • Kleine Warnung an alle die meinen ab jetzt würde es runterklatschen.
    Ich wäre momentan ganz vorsichtig. Wenn wirklich 9.000 das Top sein sollten, wie hier viele mutmaßen udn diskutioeren, dann müßte es spätestens morgen übermorgen beginnen massiver zu bröckeln, und nächste Woche müßten wir Minimum auf 8840 runter.
    Ansonsten kann ich nur weiterhin davor warnen, in einen so klaren Bullenmarkt, zumal vor dem Jahresende, reinzushorten.
    Wir werden die 9.100, ansteuern, dann folgen die 9.200, und danach kommen dann die 9.300. Zum Jahresende sehe ich zwar noch keine 10.000, die kommen eher im Frühjahr, aber dass nun langsam bestimmte Fondsmanager ganz kalte Füsse bekommen, und dringend nachinvestieren müssen, schlicht weil die dazu verdonnert sind, Performance zu bringen (sonst fliegen sie nämlich raus), ust überdeutlich.
    Jede Menge dieser Investoren mußten sich bisher die Hausse seit 8.200 unterinvestiert auf der Seitenlinie ansehen, sie warten alle verzweifelt auf einen dip zum Einsteig, der aber partout nicht kommen will. Hallo schwarzer Schwan? Wo bist Du?
    Im Notfall müssen diese Investoren nunn auch "oben" kaufen, also oberhalb 9.000.Die großen Kapital-sammelstellen, also Pensionskassen, Versicherungen etc. pp. müssen auch rein in den Markt, da Staatsanleihen nicht mehr die gewünschte Rendite bringen, und dank niedrigster Vola sind die Absicherungskosten für Aktienbestände niedrig(st).
    Das Irre an der Situation ist: die Investoren, die 2011 im Kursrutsch von 7000 auf 5000 verkaufen MUSSTEN, weil die Vola explodierte, müssen jetzt kaufen, weil die Vola so niedrig ist.
    Ich habe kein Mitleid mit ihnen, nehme aber den daraus resultierenden Effekt, nämlich sanft immer weiter kletternde Kuisre mit Zielzone 10.000, gerne auf.
    Solangte die Vola niedrig ist, gibt esAuch wenn der ein oder andere heute mit Short ein paar Pünktchen machte: Vooooorsicht! Aus obengenannten Gründen nur eine Strategie: immer wieder fröhlich longgehen mit relativ knappen Stops.

  • So, jetzt nochmal fett Short gegangen bei 9020.

    Das muss gleich abschmieren in 30min, da die Erwartungen zu positiv sind. Kein Upside-Überraschung, aber viel Luft nach unten.

    Dem Programmierer werden seine Calls ganz schön um die Ohren fliegen.

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