Schlussbericht Börse Frankfurt Dax bleibt in Lauerstellung

Dank eines fulminanten Schlussspurts ist der Dax auch am Donnerstag nahezu unverändert aus dem Handel gegangen.Die wichtige 7000er Marke bleibt somit in greifbarer Nähe.Die Aktien der Commerzbank rauschten in den Keller.
Update: 09.08.2012 - 17:50 Uhr 53 Kommentare

Börse Frankfurt am Abend

FrankfurtDank eines fulminanten Schlussspurts ist der Dax am Donnerstag nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Der deutsche Leitindex sank lediglich um 0,02 Prozent auf 6964 Punkte. Die psychologisch wichtige Marke von 7000 Punkten ist somit weiter zum Greifen nahe.

Am Nachmittag sorgten positive Daten vom US-Arbeitsmarkt für Auftrieb. Zudem spekulierten einige Anleger weiter auf neue geldpolitische Maßnahmen seitens der großen Notenbanken.

Nach seinem knapp zehnprozentigen Anstieg in den vergangenen beiden Wochen stellen sich immer mehr Investoren die Frage, ob dieses Plus gerechtfertigt ist. "Wenn man eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwartet und realistische Chancen auf ein moderates Gewinnwachstum sieht, sind Aktien nicht besonders teuer", sagte Investment-Stratege Richard Batty von Standard Life Investments. "Man sollte sich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen."

Für einige Aktienhändler könnte sich der Kursanstieg zum Selbstläufer entwickeln. "Wer bislang nicht im Dax investiert ist, muss entweder nervenstark auf einen Rückfall warten, oder doch noch auf den fahrenden Zug aufspringen", sagte ein Händler. Sollte der Dax die 7000er-Marke knacken - zuletzt hat er Anfang April darüber notiert - könnten viele entgegen ihrer Überzeugung zum Einstieg gezwungen sein, fügte er hinzu.

Aus Sicht institutioneller Kunden ergebe die Kursentwicklung in der derzeitigen Krisenlage aber nur wenig Sinn, erklärte Marktanalyst Gianni Hirschmüller von Cognitrend. Nach deren am Vorabend veröffentlichten Umfrage in Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse ist in den vergangenen sechs Handelstagen denn auch die Zahl der Pessimisten auf 46 (44) Prozent gewachsen, während die Optimisten mit 35 (36) Prozent weniger Zulauf bekamen.

Kommen die langersehnten Anleihenkäufe der EZB oder kommen sie nicht? Am Devisenmarkt wächst die Angst vor einer wochenlangen Hängepartie, bis klar ist, ob und in welchem Umfang die EZB im Kampf gegen die Euro-Krise am Markt aktiv wird. Die Gemeinschaftswährung, die zu Wochenbeginn noch auf ein Ein-Monats-Hoch von 1,2443 Dollar gestiegen war, rutschte am Donnerstag kurzzeitig unter die 1,23-Dollar-Marke. "Je länger Spanien damit wartet, den EFSF um Hilfe zu bitten, desto größer werden die Sorgen", sagte Kit Juckes, Stratege bei der Societe Generale.

Der französische Notenbankchef Christian Noyer versicherte unterdessen, dass die EZB bei einer Intervention am Anleihenmarkt klotzen, nicht kleckern werde. "Unsere Operationen werden einen ausreichenden Umfang haben, um starke Wirkung auf die Märkte auszuüben", sagte das EZB-Ratsmitglied dem Magazin "Le Point" in einem Interview. Insbesondere Spanien und Italien ächzen seit Monaten unter hohen Renditen am Kapitalmarkt, die die Refinanzierung beträchtlich verteuern.

Rainer Sartoris, Volkswirt bei HSBC Trinkaus, rechnet damit, dass die Hoffnung auf ein baldiges Eingreifen der EZB den Euro noch eine Weile tragen dürfte. "Auch wenn wir von einer Lösung der Schuldenkrise weit entfernt sind, sorgt die von der EZB signalisierte Bereitschaft insgesamt doch für Beruhigung."

Telekom und Commerzbank auf Talfahrt
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53 Kommentare zu "Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax bleibt in Lauerstellung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mit dem DAX gehts erst nach Olympia abwärts.

  • @ Heidelberger

    So hatte ich das gestern aber nicht gemeint. Sie können nicht mit ihren gefühlen umgehen und kennen keine Grenzen;

    Aufgabe:

    1. Lesen Sie "Vom Gemeinschaftssinn zur Sinngemeinschaft" und beobachten Sie dabei nicht die Schuldenkrise,jedoch sich selbst

    2. Lesen Sie "Ursachen der Wirtschaftskrise" von Mises

    3. Sie bitten "Deltaone" um Verzeihung, oder Sie nehmen besser in einem politischen Forum Platz. Dort gibt es gut und böse oder auch nicht.

    So geht das nicht, Heidelberger! Sie verhindern dauern, daß daß Forum im eigenen Interesse und im Interesse anderer auf den September angeessen reagieren kann.

    Tschüss

  • [+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++]

  • @Zonk
    die Analyse gefällt mir.
    Das ZDF besitzt einen Linksdrall.

  • @Guru
    @Obermichel

    Als Ergänzung zum Thema mal ein Beispiel für laufende Meinungsmanipulation:
    Nachdem Kurt Beck (MP Rheinland-Pfalz) mit seinem Nürburg-Ring-Konzept mit 330 Mio. Schulden in die Pleite rutschte, wurde dies von ZDF-Heute-Journalist Claus Kleber folgendermaßen kommentiert:

    "Hat Kurt Beck diesmal sein politisches Gespür verlassen?"

    Diese eine Satz beinhaltet 3(!) manipulative Unterstellungen:

    1.) Beck würde (grundsätzlich) "politisches Gespür" besitzen (gilt als ein Qualitätsmerkmal für Politiker).
    => Besitzt er wirklich pol. Gespür? Wie kommt Kleber dazu, Beck so zu adeln? Das ist kein investigativer Journalismus sondern manipulative Partei-Propaganda.

    2.) Kurt Beck hätte "DIESMAL" sein pol. Gespür verlassen.
    => Das unterstellt, Beck hätte bislang IMMER oder MEISTENS pol. Gespür bewiesen. Stimmt das? Hier wird suggeriert, dass Beck ein außergewönlicher Politiker sei. Auch dies ist manipulativ und parteiische Propaganda wie im dritten Reich.

    3.) Außerdem suggeriert das "DIESMAL": Die Nürburgring-Pleite sei ein Ausrutscher, ein einmaliger Fehltritt, bislang sei die Politik von Beck einwandfrei gewesen.
    => Das ist eine eindeutige Verharmlosung eines politischen und wirtschaftlichen Desasters - und ist damit Parteinahme, also parteiisch, nicht objektiv, wieder eindeutig manipulativ.

    Dies ist nur ein Beispiel von tägl. Manipulationen in NACHRICHTEN(!)-Sendungen. Und es ist objektiv festzustellen, dass in den ÖR-Medien eindeutig parteipolitische, parteiliche Bewertungen vorgenommen werden. In meinen Augen hat das ein Ausmaß angenommen, dass man Vergleiche mit dem Dritten Reich nicht mehr zu scheuen brauch - nur viel perfider.

    Was mich wundert ist, dass doch so viele die deutlichsten Hinweise übersehen, dass sie A) billig manipuliert und desinformiert werden, und B) das gewünschte Denken und Handeln völlig gegen ihre eigenen Interessen geht, sie also belogen und betrogen werden. Das nenne ich dann wirklich "dämlich"!

  • Ist irgendwo ein Gurkenglas zerbrochen?

  • Gerne. Ich helfe wo ich kann.

  • wenn der größte Pessimist zum Optimisten wird,
    dann ist es Zeit zu verkaufen.

  • ist wohl eher ein Teelicht

  • kerze...

    die amis bringen fahrt in den dax...

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