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Schlussbericht Börse Frankfurt Dax strebt nach den 7.800 Punkten

Der Dax geht am Dienstag mit Gewinnen aus dem Handel. Die verbesserten Aussichten für die deutsche Wirtschaft versetzten viele Anleger in Kauflaune. Damit ist die Marke von 7.800 Punkten wieder zum Greifen nahe.
Update: 19.02.2013 - 17:47 Uhr 23 Kommentare

Dax-Anleger in Kauflaune

Frankfurt Unerwartet optimistische Konjunkturerwartungen für Deutschland haben europäische Investoren am Dienstag zu Aktienkäufen animiert. Der Dax kannte am heutigen Handelstag nur eine Richtung und ging am Ende mit einem Kursplus von 1,62 Prozent auf 7.752 Punkte aus dem Handel. Die wichtige 7.800-Punkte-Marke ist somit wieder zum Greifen nahe.

Anleger und Analysten, die das Mannheimer Zentrum für Wirtschaftsforschung (ZEW) zur absehbaren konjunkturellen Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone befragt hatte, waren im Februar so zuversichtlich gestimmt wie seit April 2010 nicht mehr. "Die Finanzmarktexperten haken das schwache vierte Quartal 2012 ab", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Sie gingen davon aus, dass der durch die Euro-Krise verursachte Gegenwind der deutschen Wirtschaft inzwischen weniger stark ins Gesicht blase als noch vor wenigen Monaten.

"Selbst wenn die Wirtschaft nur halb so stark anzieht, wie einige Indikatoren zuletzt haben hoffen lassen, sollten sich doch jegliche Ängste vor einer technischen Rezession in Deutschland nun verflüchtigen", sagte Volkswirt Carsten Brzeski von der ING. Die Hoffnung auf eine wieder in Fahrt kommende Wachstumslokomotive Deutschland übertrug sich auch auf andere Länder. So schaffte der französische Leitindex ein Plus von 1,45 Prozent, und die Börsen in Mailand und Madrid legten jeweils um gut ein Prozent zu. Europaweit besonders gefragt waren Chemiewerte.

Unter den hiesigen Einzelaktien sorgten vor allem die Nebenwerte für Gesprächsstoff: Der Dortmunder Baustoff-Milliardär Albrecht Knauf hat sich für mehr als 70 Millionen Euro bei Klöckner & Co eingekauft. Sein Unternehmen Knauf Interfer will im Stahlhandel auf Wachstumskurs gehen. Die Aktien verteuerten sich im MDax um 15, Prozent auf 10,88 Euro, den höchsten Stand seit April 2012. "Die Aktien sind sehr preiswert, daher kommt ein solcher Schritt nicht überraschend", sagt Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Ob dies allerdings der Auftakt zu einer Übernahme von Klöckner & Co sei, bleibe abzuwarten.

Deutlich zulegen konnten auch Dürr, die um knapp sechs Prozent auf 84,20 kletterten. Die Anleger honorierten die kräftige Erhöhung der Dividende auf 2,25 Euro von zuvor 1,20 Euro je Aktie. DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic zeigte sich zudem beeindruckt von dem Zahlenwerk des Anlagen- und Maschinenbauers.


Kabel Deutschland im Fokus der Anleger

Geht es an den Börsen nun bergab?

Auf der Verliererseite stand Kabel Deutschland mit einem Abschlag von mehr als fünf Prozent. Den Aktien machte die wegen kartellrechtlicher Hürden abgeblasene Übernahme des Kabelnetz-Betreibers Tele Columbus zu schaffen. Analysten zufolge ging dem hiesigen Branchenprimus damit ein lukrativer Deal durch die Lappen. Spekulationen über ein Zusammengehen mit der britischen Vodafone könnten dadurch aber neu angeheizt werden. Vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass die Briten damit liebäugeln. Die Kabel-Deutschland-Aktien haben seitdem um mehr als elf Prozent zugelegt. Die Vodafone-Papiere lagen am Mittag in London 2,7 Prozent im Minus.

Diese Aktien lassen es krachen

KABEL DEUTSCHLAND HOLDING AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KD88880
Börse
HAM

+1,00 +0,94%
+105,00€
Chart von KABEL DEUTSCHLAND HOLDING AG INHABER-AKTIEN O.N.
Kabel Deutschland: Im Visier von Vodafone
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Kabel Deutschland: Im Visier von Vodafone

Einer der Shootingstars diese Woche war die Aktie von Kabel Deutschland. Angeblich will Vodafone den größten Kabelnetzbetreiber Deutschlands schlucken. Ein entsprechender Bericht des „Manager-Magazins“ löste am Mittwoch einen satten Kurssprung um 13 Prozent in der Spitze aus. Das Magazin schreibt, der Konzern rechne bereits die Kosten durch, und Konzernchef Vittorio Colao sei der Übernahme „zugeneigt“. Beobachter halten den Schritt für sinnvoll, wenn er auch mit geschätzten Kosten von sechs Milliarden Euro etwa dreimal so teurer wäre wie vor vier Jahren, als im Vodafone-Konzern schon einmal eine Übernahme diskutiert wurde. Das Telefonunternehmen könnte aber im Verbund Mobilfunk-, Kabel-, Festnetz- und TV-Angebote bündeln.

Loewe

WKN
ISIN
DE0006494107
Börse
n. a.

Chart von Loewe
Loewe: Gerüchte um Apple-Interesse
2 von 21

Loewe: Gerüchte um Apple-Interesse

Eine weitere Übernahmespekulation hat diese Woche einer Aktie zum Riesensprung verholfen. Angeblich will Apple den angeschlagenen Fernsehhersteller Loewe kaufen. Von dem Unternehmen war zwar dazu keine Bestätigung zu erhalten, dennoch sprangen die Papiere am Mittwoch gewaltig in die Höhe und schlossen mit einem Plus von mehr als 23 Prozent. Bereits im Mai vergangenen Jahres kursierten solche Gerüchte. Loewe ringt seit Jahren mit einem Umsatzschwund und kämpft mit einem Stellenabbau gegen die roten Zahlen. Die seit kurzem amtierende neue Firmenspitze will mit billigeren Geräten und einer verstärkten Kooperation mit Partnern den Abwärtstrend stoppen.

DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005810055
Börse
L&S

-0,15 -0,11%
+130,60€
Chart von DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Börse: Markt bewertet Zahlen positiv
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Deutsche Börse: Markt bewertet Zahlen positiv

In der ersten Reihe machte diese Woche die Deutsche Börse auf sich aufmerksam. Die Aktien des Börsenbetreibers standen am Dienstag mit einem Plus von 2,3 Prozent ganz oben im Dax. Der Markt nahm die vorläufigen Zahlen damit deutlich positiver auf als einige Beobachter. Analyst Bruce Hamilton von der US-Investmentbank Morgan Stanley zum Beispiel zeigte sich enttäuscht von den Eckdaten für das vierte Quartal. Seine Geschäftsprognosen für die Jahre 2013 und 2014 habe er jedoch weitgehend unverändert gelassen.

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
FSE

+0,15 +1,14%
+13,29€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Lufthansa: Analysten sehen gute Signale
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Lufthansa: Analysten sehen gute Signale

Gleich mehrere positive Analystenkommentare beflügelten diese Woche die Lufthansa-Aktie. Am Dienstag zum Beispiel ging es zwei Prozent nach oben, nachdem DZ-Bank-Analyst Robert Czerwensky den Fortschritt des Sanierungsprogramm „Score“ lobte. Das sei eine gute Nachricht, weil das Programm die Gewinne in den kommenden Jahren nachhaltig steigere. Am Mittwoch wertete Frank Skodzik von der Commerzbank den angekündigten Zusammenschluss von American Airlines und US Airways positiv für die europäischen Fluggesellschaften, weil die Konsolidierung den Wettbewerb verringere und die Preise stütze.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
L&S

-0,05 -0,66%
+8,11€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Eon: Börse spekuliert auf Wettbewerbsvorteil
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Eon: Börse spekuliert auf Wettbewerbsvorteil

Auch der Versorger Eon rückte diese Woche wieder ins Blickfeld der Börsianer. Sie spekulieren darauf, dass die EU-Kommission demnächst die CO2-Zertifikate verknappt, um die Preise der Verschmutzungsrechte zu stabilisieren. Das dürfte – so die Marktspekulation – Eon in die Hände spielen. Denn bei dem Konzern haben Kohlenkraftwerke, die viel Kohlendioxid ausstoßen, einen viel geringeren Stellenwert als beim Konkurrenten RWE. Von Donnerstag vergangener Woche bis diesen Dienstag gewann die Aktie acht Prozent.

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
L&S

+0,64 +6,41%
+10,47€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Thyssen-Krupp: Schwache Nachfrage belastet die Bilanz
6 von 21

Thyssen-Krupp: Schwache Nachfrage belastet die Bilanz

Weiterhin Sorgen bereitet den Anlegern indes der Stahlkonzern Thyssen-Krupp. Neben internen Problemen war es diese Woche die schwache Stahlnachfrage in Europa. Wegen ihr hat der angeschlagene Konzern auch im ersten Quartal 2012/13 weniger verdient. Der Umsatz sei um acht Prozent geschrumpft, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro. Die Aktie notierte am Abend 0,3 Prozent schwächer.

RHEINMETALL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007030009
Börse
L&S

-0,75 -0,70%
+105,80€
Chart von RHEINMETALL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Rheinmetall: Rüstungsgeschäfte laufen gut
7 von 21

Rheinmetall: Rüstungsgeschäfte laufen gut

Positiver sieht es beim Düsseldorfer Konzern Rheinmetall aus. Er profitiert von florierenden Geschäften der Rüstungssparte. Die Börse zeigte sich am Donnerstag überrascht davon; die Aktien legten im MDax fast sieben Prozent zu – so deutlich wie kein anderer Wert. Die gute Entwicklung im Rüstungsbereich habe geholfen, das unerwartet schwache Geschäft in der Automobilzulieferung auszugleichen, urteilte DZ-Bank-Analyst Markus Turnwald. Kollege Adrian Pehl von Equinet hob den überraschend starken Auftragseingang von 2,933 Milliarden Euro hervor. Allerdings sei Vorsicht angebracht wegen der Autosparte und der Gewinnentwicklung bei der Zusammenarbeit mit MAN im Rüstungsbereich.

Unter den Dax-Einzelwerten schafften Infineon-Aktien ein Plus von 4,7 Prozent. Hier kam eine neue Fertigungstechnik bei Anlegern gut an. Bayer profitierte Händlern zufolge von einem positiven Kommentar der UBS und stiegen um 3,1 Prozent.

Im EuroStoxx50 setzten sich Danone nach überraschend starken Umsatzzahlen an die Spitze. Die Titel des französischen Lebensmittelkonzerns legten um 5,4 Prozent zu. Im Schlepptau stiegen die Aktienkurse der Rivalen Nestle und Unilever um jeweils rund ein Prozent.

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  • rtr
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23 Kommentare zu "Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax strebt nach den 7.800 Punkten"

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  • Der elitenorientierte Neoliberalismus hat sich in den vergangenen Jahren wie eine Krake in der deutschen Medienlandschaft ausgebreitet. Auch dieser Handelsblatt-Beitrag reiht sich ein in die in den hiesigen Leitmedien zunehmend um sich greifende “marktkonforme” Berichterstattung. Bei dem vom Handelsblatt als “Investoren”, “Anleger” und “Analysten” titulierten Personenkreis handelt es sich um die Spitze der privaten und “institutionellen” Finanzmarkt-Spekulanten, die vom neoliberalen ZEW allmonatlich zum mit mathematischer Scheingenauigkeit ermittelten und mit viel Medien-Tamtam präsentierten ZEW-Glaskugel-Index befragt werden. Die “Zuversicht” dieser “Investoren” gründet in besonderem Maße in ihrer Hoffnung auf weiter ansteigende Börsenkurse. Steigende Börsenkurse gehen jedoch keineswegs automatisch mit verbesserten Aussichten für die Mehrheit der Bevölkerung Hand in Hand. Auch das Handelsblatt schwadroniert von der angeblichen “Wachstumslokomotive Deutschland”, obwohl das genaue Gegenteil zutrifft: Die hohen deutschen Außenhandelsüberschüsse mit den europäischen und außereuropäischen Staaten treiben in den spiegelbildlich unter Außenhandelsdefiziten mit Deutschland leidenden Staaten die Auslands- und Staatsverschuldung weiter in die Höhe und führen in diesen Staaten zu Wachstums- und Beschäftigungseinbußen. Der Handelsblatt-Beitrag erweckt zudem den Eindruck, der DAX sei am gestrigen Tag im europäischen Vergleich besonders stark angestiegen und dieser starke Anstieg habe sich auf die anderen europäischen Staaten “übetragen”. Dies widerspricht jedoch den Fakten: Der DAX stieg um 1,62 Prozent, der Euro-STOXX hingegen um 1,75 Prozent. Auch das Handelsblatt kann es nicht lassen: Immer und stets soll “Deutschland” als Klassenprimus präsentiert werden. Unsere Leitmedien gefallen sich scheinbar in ihrer Rolle als besserwisserische und egoistische Streber, die im Verein mit der Bundesregierung und den hiesigen neoliberalen “Wirtschaftsexperten” die Mehrheit der europäische

  • Immobilienkonzern Reyal Urbis: Spanische Megapleite würde auch Deutschland treffen-SPON von heute,ja,ja,alles super...

  • @Lasst_andere_arbeiten

    Fein, wie Sie Ihre Belassenheit sich selbst zu erklären suchen scheinen.

    Vermutlich trifft man solche Mentalproleten wie Sie an der Marina in MonteCarlo, dort also wo sich Belassenheit Ihr coming out zu garantieren scheint.

    Jedem Tierchen sein Plaisierchen.
    Nutten sind iwie aba auch langweilig oder?

  • Was haben Sie denn nur mit den Hauptschülern?:-)
    Es gibt sicher viele, die mehr drauf haben als einige meiner früheren Kommilitonen. Einige von ihnen arbeiten jetzt übrigens für mich.:-)

  • Selbst wenn Hauptschüler je Dissertationen schreiben können sollten: eines werden Hauptschüler meiner Provenienz nie machen: auch noch ein Buch darüber schreiben.

  • Sie sind mein Held! Wann kommt Ihr Buch raus "So habe ich es allen gezeigt!"?

    Vielleicht sollten Sie sich auch einfach als genialer Berater der europäischen Regierungen bewerben, ach was sag ich, die können froh sein, wenn Sie für die arbeiten...

  • Man arbeitet sich nicht hoch, was für eine Wurst wäre man dann, man arbeitet einfach weiter.

  • Nun, dann umso schöner für die, die ihren Sinn behalten dürfen.:-)

  • Mir scheint,
    einige versilbern ihr Gold, solange es noch
    möglich ist

  • Meinen Glückwunsch,
    sie haben es geschafft Ihrem leben keinen Sinn zu geben.

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