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Schlussbericht Dax: Telekom bremst, Bayer beflügelt

Der Geschäftsausblick des Dax-Schwergewichts Deutsche Telekom hat die Stimmung am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch eingetrübt.

HB FRANKFURT. Das Bonner Unternehmen hatte mitgeteilt, dass ein milliardenschweres Programm zur Gewinnung neuer Kunden im kommenden Jahr das Konzernergebnis belasten werde. Kursgewinne bei Papieren von Bayer nach einem positiv aufgenommenen Quartalsbericht stützten dagegen den Deutschen Aktienindex (Dax).

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Der Leitindex schloss bei 5 011 Punkten - ein hauchdünnes Plus von weniger als 0,1 Prozent. "Der Markt ist sehr unentschlossen. Die Leute wissen nicht so recht, ob sie kaufen oder verkaufen sollen", sagte ein Händler. Besonders die Telekom vermochte die Anleger nicht zu überzeugen. T-Aktien waren mit einem Abschlag von 2,5 Prozent auf 14,64 Euro größter Verlierer bei den Standardwerten. Rund die Hälfte des Umsatzes im Dax ging dabei auf das Konto der Telekom. "Die Aussicht auf hohe Marketingkosten, die den Gewinn im nächsten Jahr belasten werden, ist nicht gerade eine Kaufempfehlung für die Aktien. Auch wenn die Zahlen ganz in Ordnung waren", sagte ein Händler.

Die Telekom hatte mit ihrem Quartalsergebnis die Analystenprognosen erfüllt.

Dagegen lobten die meisten Analysten den Pharma- und Chemiekonzern Bayer: "Bayer hat brillant berichtet", sagte ein Händler. "Operativ haben alle Segmente sehr gut ausgesehen", sagte Analyst Karl-Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler. Die Börse honorierte die Zahlen mit einem Kursgewinn von rund 4,6 Prozent auf 30,69 Euro.

Größter Verlierer im Dax waren die Aktien der Deutschen Börse mit einem Abschlag von rund drei Prozent auf 79,85 Euro.

Gespannt warten die Börsianer nun auf die Geschäftsberichte unter anderem der Dax-Schwergewichte Eon und Siemens, die am Donnerstag erwartet werden. Die Aktien schlossen jeweils unverändert.

Im Nebenwerteindex MDax, der 0,5 Prozent nachgab, verloren die Aktien der Postbank 3,6 Prozent. Händler sagten, die Quartalszahlen hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Einige Anleger seien aber über die Aussicht auf eine nur noch stagnierende Dividende in den nächsten Jahren enttäuscht. Der Postbank-Vorstand hatte dies mit den Integrationskosten für die jüngst übernommene Bausparkasse BHW begründet.

Gefragt waren auch die Aktien von MPC. Die Titel legten um 6,4 Prozent zu, nachdem der Finanzdienstleister am Vorabend nach Börsenschluss mit der Vorlage seiner Neun-Monats-Zahlen die Prognose für das Gesamtjahr erhöht hatte.

Maschinenbauer nicht gefragt

Zu den größten Gewinnern im MDax zählten die Papiere von Lanxess mit einem Aufschlag von 3,8 Prozent. Der Chemiekonzern hat nach einem deutlichen Anstieg des operativen Gewinns im dritten Quartal seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. "Positiv ist auch, dass die Sparmaßnahmen offenbar greifen", sagte ein Händler.

Unter Druck gerieten die Aktien der beiden Maschinen- und Anlagenbauer IWKA und Gea, die jeweils um knapp sieben Prozent nachgaben. IWKA kündigte für das Gesamtjahr einen Verlust an. Zudem fiel der Fehlbetrag im dritten Quartal deutlich höher als von Börsianern erwartet aus. GEA hatte seinen Betriebsgewinn im dritten Quartal zwar deutlich gesteigert, rutschte aber nach Steuern deutlich in die Verlustzone.

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