Schlussbericht Frankfurt Dax geht gut behauptet aus dem Handel

Trotz negativer Vorgaben aus den USA hat der deutsche Leitindex Dax am Dienstag unterstützt von Kursgewinnen der Deutschen Börse leichte Kursgewinne verbucht. Der Dax schloss gut behauptet mit 0,25 Prozent auf 5674,15 Punkten. Dagegen gab der MDax 0,56 Prozent auf 8004,08 Zähler ab. Auch der TecDax rutschte trotz klarer Kursgewinne bei Solar- und Biotechwerten um 0,80 Prozent auf 672,64 Punkte ins Minus.

HB FRANKFURT/MAIN. Den Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 5700 Punkten, die der Leitindex letztmals im August 2001 überwunden hatte, verpasste das Börsenbarometer am Dienstag nur knapp. Drei Punkte vor dieser Marke setzten Gewinnmitnahmen ein und drückten den Dax wieder nach unten, wie ein Händler erläuterte. Dennoch blieb zum Handelsende ein kleines Plus. „Der Markt holt nach der jüngsten Rally tief Luft“, sagte ein anderer Händler. Ein dritter ergänzte: „Wann die Marke von 5700 Punkten fällt, ist nur eine Frage der Zeit.“

Gegen Abend (20.15 Uhr MEZ) wurde die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) erwartet. Analysten rechneten für die letzte Sitzung des scheidenden Fed-Präsidenten Alan Greenspan mit einer weiteren Zinsanhebung um 25 Basispunkte auf dann 4,5 Prozent.

Gekauft wurden vor allem Aktien der Deutschen Börse, die sich um rund 2,8 Prozent verteuerten. „Einige Anleger schielen offensichtlich darauf, dass die Börsenumsätze im Januar kräftig gestiegen sind“, erklärte ein Händler. Die Deutsche Börse als Betreiber des Frankfurter Aktienmarktes profitiert von steigenden Handelsumsätzen.

Im Fokus standen auch Verkehrswerte: Lufthansa-Papiere gewannen wegen einer positiven Analystenstudie 2,11 Prozent auf 13,05 Euro. Die Citigroup hatte den Titel zum Kauf empfohlen und als Favoriten unter Europas Luftfahrtwerten bezeichnet. Das Kursziel wurde von 11,20 auf 15,80 Euro erhöht. Tui verloren dagegen 1,02 Prozent auf 17,47 Euro. Fundamental neues sei nicht für die Kursverluste verantwortlich zu machen, sagten Händler.

Auf der Verliererseite standen hingegen die Papiere des Index-Schwergewichts Deutsche Telekom mit einem Abschlag von rund 1,4 Prozent. Auch an anderen Börsen in Europa gerieten Telekom-Titel nach einer Gewinnwarnung des britischen Telekomkonzerns Cable & Wireless unter Druck. Größter Dax-Verlierer waren mit einem Kursrückgang von 1,75 Prozent die Papiere der Münchener Rück. Händler erklärten den Abschlag mit trüben Geschäftsaussichten des Rückversicherers PartnerRe. „PartnerRe sieht Preisdruck für die gesamte Branche der Rückversicherer“, sagte ein Händler. Hannover Rück-Titel fielen im MDax um 2,33 Prozent auf 31,08 Euro.

Die Titel des Triebwerk-Herstellers MTU Aero Engines waren trotz der Platzierung von 16,1 Millionen Aktien mit einem Plus von 6,6 Prozent auf 28,15 Euro die größten Gewinner im Nebenwerteindex MDax. Händler führten dies auf eine hohe Nachfrage zurück. Die Emission sei dreifach überzeichnet gewesen. „Einige Anleger hatten zudem offenbar auf weiter fallende Kurse spekuliert und müssen sich jetzt wieder mit MTU-Papieren eindecken“, sagte ein Börsianer ergänzend.

Die Papiere der Norddeutschen Affinerie (NA) gaben dagegen rund 2,7 Prozent auf 23,65 Euro nach, obwohl die Platzierung von Aktien aus einer zehnprozentigen Kapitalerhöhung Finanzkreisen zufolge zweifach überzeichnet war. Europas größter Kupferproduzent will die Einnahmen unter anderem zum Aufbau einer eigenen Energieversorgung nutzen. Zudem gab die NA für das erste Geschäftsquartal 2005/06 einen Gewinnsprung bekannt. ie Zahlen und der Ausblick hätten die Erwartungen erfüllt, geben daher aber keinen Impuls.

Schlusslicht bei den Nebenwerten bildeten mit einem Abschlag von 4,4 Prozent die Papiere von Heidelberg Cement. Börsianer verwiesen auf das 17-prozentige Kursplus der vorangegangenen Tage und sprachen von Gewinnmitnahmen.

Im TecDax stiegen die Aktien von Medigene um 3,9 Prozent. Die Biotechfirma hat für ihre Genitalwarzensalbe Polyphenon eine Vermarktungs- und Entwicklungspartnerschaft mit dem US-Pharmaunternehmen Bradley geschlossen. Medigene könne bis zu 69 Mill. Dollar aus der Vertriebsvereinbarung erlösen, hieß es.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 3,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 120,02 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,07 Prozent auf 120,44 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2118 (1,2082) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8252 (0,8277) Euro.

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