Schweizer Börse: Mehrstündige Handelspause wegen Softwarepanne
Am Dienstag sorgte ein Softwarefehler für Probleme.
Foto: ReutersZürich. Die Schweizer Börse hat am Dienstag zugelegt. Der Standardwerteindex SMI stieg bis rund eine halbe Stunde vor Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 11.335 Punkte. Zürich hinkte damit anderen Aktienmärkten hinterher, die beflügelt von Spekulationen auf eine Zinspause in den USA stärker anzogen. Bedingt durch einen Softwarefehler war der Handel vorübergehend für drei Stunden unterbrochen.
Gefragt waren Unternehmen, die von einem Konjunkturaufschwung stark profitieren würden. Die Aktien von Kühne+Nagel stiegen um fünf Prozent. Der Logistikkonzern erhielt zusätzlich Schub vom Aufstieg in die höchste Börsenliga: Das Unternehmen rückt Bluechip-Barometer für die Großbank Credit Suisse nach, die nach der am Vortag vollzogenen Übernahme durch den Konkurrenten UBS von der Börse genommen wurde.
Der Finanzinvestor Partners Group gewann 2,8 Prozent an Wert, der Luxusgüterkonzern Richemont 2,1 Prozent und der Elektrotechnikkonzern ABB ein Prozent. Am breiten Markt schossen die Titel der Online-Apotheke DocMorris 24 Prozent hoch, nachdem der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach den Einsatz des elektronischen Rezepts ab Juli in Aussicht gestellt hat.
Gebremst wurde der Markt von den Indexschwergewichten Novartis und Nestle, deren Aktien 0,9 und 0,3 Prozent nachgaben. Der Pharmakonzern und der Lebensmittel-Weltmarktführer gelten als defensive Anlagen, von denen Anleger die Finger lassen, wenn sie auf einen Wirtschaftsaufschwung setzen.