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Sinkender Vorsprung von Schwarz-Gelb bereitet Börse Sorgen

dpa-afx FRANKFURT. Nach der Entscheidung von Bundespräsident Horst Köhler für vorgezogene Bundestagsneuwahlen bereitet vielen Börsianern der bröckelnde Vorsprung von Schwarz-Gelb gegenüber dem rot-rot-grünen Lager Sorgen. "Eine Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei wäre der politische Albtraum", sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von Vontobel Asset Management. Bei diesem allerdings eher unwahrscheinlichen Bündnis würde die SPD nach links rücken und alle Reformen auf Eis legen. Favorit an den Aktienmärkten ist nach Ansicht von Halver eine Koalition von CDU/CSU und FDP.

Nach Worten von SEB-Chefanlagestratege Klaus Schrüfer beschäftigt sich nun der Markt mit der Frage: "Wie sicher ist ein Regierungswechsel und wie wird die neue Regierung aussehen?" Ginge es nach den Investoren, würde in Berlin künftig eine schwarz-gelbe Koalition regieren. "Mit dieser Konstellation verbindet sich am ehesten die Hoffnung auf wirtschaftsfreundliche Reformen", sagte Schrüfer. Selbst eine große Koalition von CDU/CSU und SPD sei besser als der Status Quo, in dem eine rot-grüne Mehrheit im Bundestag einer Unionsmehrheit im Bundesrat gegenüberstehe und bei der sich die beiden Lager gegenseitig blockierten. "Auch bei einer großen Koalition rechne ich nach einer kurzen Phase der Verunsicherung mit weiter steigenden Aktienkursen", sagte der Experte.

Ähnlich äußerte sich ein Frankfurter Aktienhändler: "So langsam wird es eng für Schwarz-Gelb, am schlimmsten wäre für die Börse ein Wahlsieg von SPD, Grünen und Linkspartei." Eine mögliche Große Koalition von SPD und Unionsparteien bezeichnete er als "faulen Kompromiss". Dann würde die SPD eher nach links wandern, um sich von der Union abzuheben. "Das wären keine guten Aussichten für die Börsen."

Aktuellen Umfragen zufolge ist eine Koalition von Union und FDP am wahrscheinlichsten. Allerdings schmolz der Vorsprung von CDU/CSU und FDP gegenüber SPD, Linkspartei und Grünen nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap auf nur noch einen Punkt zusammen. Etwas optimistischer dürfte die Börsianer dagegen das jüngste ZDF-Politbarometer stimmen: Hier haben Schwarz-Gelb noch vier Prozentpunkte Vorsprung vor Rot-Rot-Grün./t

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