Strom Sinkende Energiepreise, taumelnde Versorger

Die Strompreise für den Großhandel sinken im laufenden Jahr voraussichtlich das vierte Mal in Folge. Die Versorger stocken die Kapazität von Kohle-Kraftwerken so stark auf wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr.
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Strommasten in Duisburg: Mit den zunehmenden Kapazitäten sinken die Preise. Quelle: dpa

Strommasten in Duisburg: Mit den zunehmenden Kapazitäten sinken die Preise.

(Foto: dpa)

Auch wenn die Verbraucher davon wieder ein Mal wenig merken werden: In Deutschland wird Energie immer billiger. So soll der Terminkontrakt auf Elektrizität zur Lieferung in 2014 um durchschnittlich rund sechs Prozent niedriger notieren als 2013. Dieses Ergebnis ist der Mittelwert von neun Schätzungen, die Analysten und Händler abgegeben haben und die Bloomberg News zusammengestellt hat.

„Die Ausweitung der Erzeugungskapazität wird zu einem Angebot von 17 Prozent über der Spitzennachfrage führen,“ so die Einschätzung der Investmentbank Bryan Garnier & Co. in Paris. Seit 2010 ist der deutsche Strompreis auf dem Großhandelsmarkt um 32 Prozent eingebrochen.

Vor allem die Rekord-Stromproduktion aus Wind und Sonnenkraft drückte bisher auf den Preis. Denn die  Nachfrage ist so schwach wie seit vier Jahren nicht. Jetzt kommen zusätzliche Kapazitäten aus Kohlekraftwerken hinzu.

Da sich aber auch der Kohlepreis auf dem niedrigsten Niveau seit 2009 bewegt, sehen sich die Versorger veranlasst, konventionelle Kraftwerke zu bauen. Eon und RWE, die beiden größten deutschen Stromerzeuger, werden laut Analystenprognosen daher auch in diesem Jahr einen Gewinnrückgang berichten.

Ein ziemlich düsteres Bild
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6 Kommentare zu "Strom: Sinkende Energiepreise, taumelnde Versorger"

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  • Liebe Mitleser.
    Unser Problem liegt doch darin, dass wir zu den interessierten Handelsblatt-Lesern gehören und mitdenken;dem Rest ist das alles doch recht egal.
    Es geht um die zunehmende Profitgier eines immer größer werdenden Personenkreises.Das ganze nennen sie 'Marktwirtschaft'.
    Zum Thema:
    Warum sollte gerade der Strom zu jeder Zeit garantiert sein, wenn wir immer noch:
    bei Regen/Schnee 'Schlecht Wetter' "feiern",
    Autobahnbaustellen Freitag um 1/2 4 Feierabend haben,
    Schulen bei Hitze geschlossen werden,
    Geschäfte am Sonntag geschlossen haben(Dafür Brötchen an der Tankstelle)...
    (ich freue mich über die Fortsetzung dieser Auflistung).
    Stattdessen müssen die Menschen in Schichten beschäftigt werden, damit sie nichts von dieser reichlichen Geldumverteilung zu den Jahresmillionären merken,zumal sie den Übergang zur eE verschlafen haben.Vorerst.
    Warum muß nicht jeder Hausbauer Solarkollektoren auf dem Dach haben? Obstbäume pflanzen?Einen Ofen haben? Abwasser sammeln und verwerten?
    Ach so-hatten wir schon und hat funktioniert!
    Heute werden risige Anlagen gebaut und stillgelegt, weil es so wirtschaftlicher ist...
    Der Punkt ist doch, dass unsere Logik ad absurdum geführt wird.Deshalb kann diese Diskussion auch unendlich laufen.
    Fakt ist:(Auszug)
    immer mehr haben Fotovoltaik zur Eigenversorgung,
    (Strom)Speicher sind z.Zt. nicht zu haben,
    der BMW i3 ist (lautBMW) ausverkauft,
    Ich mache gerade wieder einmal Urlaub.
    Logisch? Nein. Aber sinnvoll für den Einzelnen,um sich abzukoppeln aus diesem Irrsinn.

    Einen wunderschönen Guten Tag noch.
    P.S.Dies ist,wie unter der Rubrik 'Kommentar abgeben' beschrieben, nur meine Meinung. Ich will sie keinem aufdrängen.

  • Der Oberammergauer speist Strom ein den die Flensburger abzunehmen haben - ob sie nun bedraf haben oder nicht!

    Auf jende Fall barcuhen wir dafür mehr Üblandleitungen mit dirckeren Kabeln wenn der Strom vom Dach kommt und nicht aus dem Kilometer weit entfenten AKW.

    ANALOG DAZU GIBT ES BEI DER DEUTSCHEN TELEKOM EINEN SOCKELBTERAG FÜR INETRNET-STANDLEITUNGEN DER DEN SATNDORTNACHTEIL ZWISCHNE FRANKFURT A.M. UND BAD
    HOMBURG V.D.H. AUSGLEICHT. DAS BEDEUTET DIE 200M S2M STRECKE ZUM NACHBARN KOSTET DAS SELBE WIE DIE 14 KM NACH FRANKFURT A.M.

    http://central.banktunnel.eu/simpsons-sarcasm-detector.jpg

    ABER DAS IST NATÜRLICH KEINE KORRUPTION.

    http://central.banktunnel.eu/simpsons-sarcasm-detector.jpg

    Zrück zum Strom: Das freut Öko-Windstrom-und Solarkrafat-Aktien-Shareholder von der grünen Partei deren Renditen und Dividende garantiert sind wie sonst nur bei der Steinkohle.

  • @ Fredi

    Zitat : Die Schwarz-Gelben Chaoten haben auf der ganzen Linie versagt.

    - die haben nur das weiterentwickelt, was die GRÜN/ROTEN Dilettanten von Zaun gebrochen haben !

  • Neues aus der Anstalt.

    Als ob dieser ganze Wahnsinn nicht schon groß genug wäre.
    Nein, Frau Aigner (CSU) will diesen Wahnsinn noch hebeln. Die EEG-Subventionen sollen nunmehr auf Pump finanziert werden.

    Wäre auch ein Modell für die PKW-Maut: KFZ-Steuer belassen, PKW-Maut mit neuen Schulden finanzieren, Dobrindt wird Vorstand in einer neugeschaffenen Autobahn-Finanzierungs-Gesellschaft und Ramsauer wird Aufsichtsrat (beide Jahresgehalt jeweils nicht unter 1,8 Mio.).

    GENIAL !!

    Habe bereits Seehofer angerufen: Wer dagegen ist, fliegt!

  • @Fredi
    CO2-Ausstoss besteuern ?? Wieso denn das ? Ohne CO2 kein Grünfpflanzenwachstum. Was glauben Sie, warum in NL CO2 - Tanks zugekauft werden, damit die Gewächshauskultur überhaupt erst möglich werden kann.

    Die CO2 - Lüge/Klimaerwärmung müsste doch inzwischen auch bei Ihnen angekommen sein.

  • Dazu passt, dass der niederländische Aluproduzent Aldel Insolvenz angemeldet hat. Grund: der billige deutsche Industriestrompreis.
    Die Unternehmensmeldung:

    Aldel files for bankruptcy

    Today, December 30th 2013, Aldel has filed for bankruptcy at the Court of Groningen. The Court is expected to confirm the bankruptcy later today

    Aldel has been struggling with the ongoing and increasing differences in power prices for baseload industry between the Netherlands and surrounding countries. During the past period structural solutions for this non-level playing field have been investigated in close cooperation with the Minister of Economic Affairs, The Province of Groningen, the Works Council, the Unions, the Shareholder and many other parties involved with Aldel. In the end these shared efforts have not resulted in a solution for Aldel after which the filing for bankruptcy has become inevitable.

    Aldel is a primary aluminium smelter based in Delfzijl ( NL). At this moment Aldel employs 300 direct employees and another 300 contractor employees.

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