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Topix, Nikkei & Co Asien reagiert verhalten auf das Kursfeuerwerk in den USA

Die Unsicherheit über den Handelsstreit zwischen den USA und China entkoppelt Asien von den USA. Das Risiko höherer Autozölle drückt die Stimmung der Anleger in Fernost.
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Anleger schauen genau auf Trump und Xi. Quelle: Reuters
Börse Asien

Anleger schauen genau auf Trump und Xi.

(Foto: Reuters)

TokioAsiens Börsen haben am Donnerstag auf den Kurssprung an der amerikanischen Börse kaum reagiert. War der Dow-Jones-Index am Mittwoch noch um 2,5 Prozent gestiegen, ging der japanische Nikkei-225-Index mit 22.2262 Punkten nur 0,4 Prozent über dem Schlusskurs vom Vortag aus dem Handel.

In den anderen Ländern Ostasiens reagierten die Anleger noch verhaltener. Der koreanische Kospi-Index stieg nur um 0,3 Prozent auf 2114 Punkte. In China drehten die Kurse nach ersten leichten Gewinnen im Vormittagshandel sogar ins Minus. Der Shanghai Composite Index sank um 0,04 Prozent auf 2600 Punkte. Und der Hongkonger Hangseng-Index gab um 0,8 Prozent auf 26.462 Punkte nach.

Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ begründete die Abkopplung der asiatischen Börsen von der Wall Street mit der „Unsicherheit über die Zukunft des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits“.

So linderte an der Wall Street noch eine Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell die Sorge, dass die Federal Reserve Bank die Zinsen aggressiver anheben würde. Dies stärkte zwar in Asien die Hoffnung auf höheres Wachstum in den USA, die der wichtigste Abnehmer asiatischer Waren sind.

Aber da gleichzeitig die Aussicht auf eine weniger strikte Geldpolitik den US-Dollar schwächte, wurde das Aufwärtspotenzial der Kurse beschränkt, erklärte die „Nikkei“. Denn ein schwächerer Dollar bedeutet für asiatische Unternehmen beim Umrechnen der Währungen tendenziell niedrigere Gewinne.

Darüber hinaus warteten die Märkte ab, ob Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump auf ihrem bevorstehenden Treffen einen Durchbruch im Handelsstreit erzielen. Die Höhe der Kursgewinne in den USA „wird vom Ergebnis des Gipfeltreffens abhängen“, meint der japanische Marktkommentator Itsuo Toshima. „Der Markt fokussiert sich auf den Kampf zwischen Tauben und Falken im Weißen Haus.“

Dies trifft besonders auf China zu, da die dortige Exportindustrie direkt von höheren Importtarifen in den USA getroffen wird. Aber auch Anleger in japanische Aktien schauen genau auf Trump und Xi.

Denn erstens sind chinesische Unternehmen die wichtigsten Abnehmer von Produktionsanlagen und Bauteilen aus Japan. Zweitens nutzt die Japan AG China immer noch als verlängerte Werkbank für ihre Exporte. Und drittens hoffen die Anleger auf Hinweise über Trumps Kurs in seinem zweiten großen Handelsstreit mit Japan.

Der US-Präsident droht weiterhin mit hohen Einfuhrzöllen auf Autos aus Japan, wenn der engste amerikanische Verbündete nicht durch ein bilaterales Abkommen seinen Überschuss im Handel mit den USA reduziert. Dieses Risiko drückt weiterhin auf die Stimmung in Japan.

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