Topix, Nikkei und Co. Neue Runde im Handelsstreit lastet auf japanischer Börse

Donald Trump lässt weitere Strafzölle gegen China im Wert von 100 Milliarden Dollar prüfen. Die Börsen in Asien geben nach.
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Vor einem Börsenvideofenster in Tokio Quelle: AP
Japan

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio

(Foto: AP)

TokioDie Androhung weiterer Zölle gegen China durch US-Präsident Donald Trump hat den asiatischen Börsen am Freitag zugesetzt. Der Nikkei-Index verlor 0,4 Prozent auf 21.567,52 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,1 Prozent nach. Die Börse in Shanghai blieb wegen eines Feiertags geschlossen.

Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, er habe die Handelsbeauftragten der US-Regierung damit beauftragt, weitere Zölle gegen China im Volumen von 100 Milliarden Dollar zu prüfen. Die chinesische Regierung will auf die neuerlichen Zoll-Androhungen gegebenenfalls mit Gegenmaßnahmen reagieren. „Einmal mehr setzt Donald Trump auf Eskalation“, sagt Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der US-Präsident bleibe ein unkalkulierbarer Risikofaktor für die Börsen.

„Die Anordnung Trumps, zu erwägen, ob weitere 100 Milliarden Dollar an Zöllen angemessen wären, und die Handelspolitik der vergangenen Wochen sind ein Beispiel dafür, wie Streitigkeiten zu Kriegen werden können“, sagte Dan Ivascyn, Chefinvestor bei Pacific Investment Management. „Das ist ein weiterer Grund, warum die Investoren ihr Risiko reduzieren sollten.“

„Der Markt ringt damit, zu verdauen, was beim Handel zwischen den USA und China passiert“, sagte Hikaru Sato, technischer Analyst bei Daiwa Securities. „Es ist schwer, Investitionsentscheidungen zu treffen, wenn Neuigkeiten aus diesem Bereich während des Handels in Asien veröffentlicht werden, und deswegen scheuen Investoren davor zurück, Position zu beziehen.“

Der Dollar gab nach der Ankündigung Trumps nach, ein Dollar kostete 107,18 Yen. Der Euro wurde etwas fester als im späten New Yorker Handel mit 1,2255 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9619 Franken je Dollar und 1,1790 Franken je Euro gehandelt.

  • rtr
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