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Nasdaq-Tafel in New York

Der Technologiewerte-Index fiel am Montag um 2,7 Prozent.

(Foto: Reuters)

US-Börsen Aktien von Tesla, Amazon und Facebook fallen – Nasdaq gibt um fast drei Prozent nach

In den USA geraten Tech-Aktien erneut unter Druck. Die Papiere von Tesla, Amazon und Facebook fallen zum Wochenstart besonders stark.
Update: 02.04.2018 - 22:35 Uhr Kommentieren

New YorkEine neue Eskalationsstufe im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Kursverluste bei Technologie- und Börsenschwergewichten wie Amazon und Intel haben die Wall Street nach der Osterpause tief in den roten Bereich gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Montag mit 23.644 Punkten 1,9 Prozent schwächer aus dem Handel.

Der breiter gefasste S&P 500 verlor 2,2 Prozent auf 2582 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 2,7 Prozent auf 6870 Punkte. Die Börse in Frankfurt blieb feiertagsbedingt geschlossen.

Börsianer sehen die Gefahr eines weltweiten Handelskrieges, nachdem China als Reaktion auf US-Stahl- und Aluminiumzölle seinerseits Zölle auf amerikanische Produkte verhängte. „Das wird die Angst vor Handelskriegen und Protektionismus schüren. Dem Markt gefällt das nicht wirklich“, sagte Andre Bakhos von New Vines Capital in New Jersey. US-Präsident Donald Trump hat bereits weitere Zölle über mehr als 50 Milliarden Dollar gegen China angekündigt, darunter Hochtechnologie-Produkte.

Amazon weiter im Visier von Trump

Daneben stand besonders Amazon im Fokus: Die Aktien des weltgrößten Onlinehändlers verloren 5,2 Prozent, nachdem Trump dem Unternehmen erneut vorwarf, mit zu niedrigen Versandgebühren der US-Post zu schaden. „Das wird sich ändern“, drohte er auf Twitter.

Der US-Präsident hatte vorher auch die „Washington Post“ ins Visier genommen, die Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört. Das Blatt betreibe Lobbyarbeit für das Unternehmen. Die Zeitung gewann mit ihrer kritischen Berichterstattung über Trump im vergangenen Jahr einen Pulitzer-Preis.

Teslas Probleme mit dem Model 3

Tesla-Aktien gaben 5,1 Prozent nach. Mehrere Automobilblogs berichteten, dass der Konzern im abgelaufenen Quartal bei der Produktion seiner Limousine Model 3 hinter den selbst gesteckten Zielen zurückblieb. Das Tesla-Papier litt zuletzt auch unter einer Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's sowie einem tödlichen Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug.

Mehrere Branchenblogs zitierten am Montag aus einer E-Mail von Firmenchef Elon Musk an Mitarbeiter des Konzerns, wonach kürzlich die Marke von 2000 Fahrzeugen in der Woche übertroffen worden sei. Eigentlich hatte Tesla zuletzt angestrebt, dass bis Ende März 2500 Autos vom Typ Model 3 wöchentlich vom Band laufen. Allerdings wäre die in den Blogs genannte Zahl immer noch deutlich besser als die des Schlussquartals 2017, als im gesamten Zeitraum 2425 Model-3-Autos hergestellt wurden.

Das Model 3 gilt unter Experten für Tesla als Schlüsselprodukt für die langfristige Profitabilität. Die Limousine ist deutlich günstiger als etwa das Model S. Tesla lehnte eine Stellungnahme zu den Blogbeiträgen ab. Die Produktionszahlen sollen offiziell in dieser Woche vorgelegt werden.

Intel-Aktien verlieren deutlich

Der iPhone-Konzern Apple setzt einem Medienbericht zufolge bei seinen Mac-Rechnern künftig nicht mehr auf Prozessoren von Intel und will stattdessen eigene Chips verbauen. Intel-Papiere büßten mehr als sechs Prozent an Wert ein.

Dies sei für die Zeit ab 2020 vorgesehen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Das Projekt stecke noch in der Entwicklungsphase. Es sei aber Teil einer Strategie, nach der Apple-Produkte reibungsloser zusammenarbeiten sollen. Die beiden Unternehmen lehnten Stellungnahmen ab.

Die Mac-Computer haben für den iPhone-Hersteller wirtschaftlich einen vergleichsweise niedrigen Stellenwert: Im Geschäftsjahr 2017 entfielen auf sie elf Prozent des Umsatzes. Allerdings wächst das PC-Geschäft bei Apple, während der Gesamtmarkt schrumpft.

Viele Intel-Aktionäre trennten sich am Montag als Reaktion auf den Bericht von ihren Anteilscheinen. Der Verlust in New York betrug sieben Prozent. Apple-Aktien wurden mit einem Abschlag von 1,2 Prozent gehandelt, während der S&P 500 um mehr als 2,8 Prozent zurückging.

Facebook-Papiere verloren 2,7 Prozent. Dem Konzern setzt weiter der Datenskandal zu. Die britische Firma Cambridge Analytica soll Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern auf mutmaßlich unlautere Art eingesetzt haben, um 2016 den Wahlkampf Trumps zu unterstützen. Ähnliche Vorwürfe gibt es auch im Zusammenhang mit dem Brexit-Votum in Großbritannien.

4,4 Prozent nach oben ging es mit den Anteilscheinen des Krankenversicherers Humana. Der Einzelhandelsgigant Walmart denkt Insidern zufolge über engere Geschäftsbeziehungen oder gar den Kauf des Unternehmens nach. Walmart-Aktien gaben 3,8 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 920 Millionen Aktien den Besitzer. 570 Werte legten zu, 2375 gaben nach, und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,37 Milliarden Aktien 583 im Plus, 2415 im Minus und 145 unverändert.

Die US-Kreditmärkte tendierten uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1/32 auf 100-03/32. Die Rendite sank auf 2,74 Prozent. Der 30-jährige Bond verlor 3/32 auf 100-16/32 und rentierte mit 2,98 Prozent.

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