US-Börsen Die Wall Street stürzt ins Bodenlose

Erst zeigten sich die Anleger besonnen, doch dann kam auch an der Wall Street die blanke Panik auf. Der Verlust der Bestnote für die US-Bonität ließ den Dow dramatisch absacken. Auch ein Markteingriff der EZB verpuffte.
Update: 08.08.2011 - 22:45 Uhr 19 Kommentare

Wie der Wall-Street-Handel lief

New YorkDie US-Börsen haben Amerikas Verlust der Kredit-Bestnote AAA teuer bezahlt: In New York gingen alle drei großen Indizes am Montag mit massiven Verlusten aus dem Handel. Sämtliche Aktien im S&P 500 schlossen im Minus. Damit schwappte die Verkaufswelle nach der Herabstufung der US-Staatsanleihen durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) nach Handelsschluss am Freitag einmal um die ganze Welt. Die Umsätze waren so hoch wie seit dem Tag nach dem Flash-Crash nicht mehr.

Auch die anhaltende Sorge über die Schuldenkrise in Europa trug zu den Verlusten bei, obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) Händlern zufolge spanische und italienische Anleihen für mehrere Milliarden Euro aufkaufte.

Alle drei großen US-Indizes verloren mehr als fünf Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 5,6 Prozent tiefer auf 10.809 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 sackte um 6,7 Prozent auf 1119 Zähler ab - der größte Verlust nach Prozenten seit Dezember 2008.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 6,9 Prozent im Minus bei 2357 Stellen. Die Nervosität der Händler schlug sich im Volatilitäts-Index VIX nieder: Der sogenannte „Angst-Index“ lag am Ende bei 48 Punkten - ein Anstieg um 50 Prozent - und damit zum ersten Mal seit Mai 2010 auf mehr als 45 Punkte.

Besonders US-Bankentitel unter Verkaufsdruck
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19 Kommentare zu "US-Börsen: Die Wall Street stürzt ins Bodenlose"

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  • Der Absturz wird weitergehen.....er ist schon lange geplant.
    Der neue, goldgedeckte Dollar liegt schon parat.
    Allerdings ist in Wirklichkeit kein Gold mehr da um ihn zu decken.
    In Fort Knox liegen Fake Wolframbarren und das deutsche Gold ist auch weg. Verscherbelt in die Hände der Reichen.......

  • Aha, die Wall Street stürzt laut Handelsblatt also "ins Bodenlose" und es herrscht "Panik". Seltsam, dass bei ähnlichen Verhältnissen im DAX gestern von allen Medien und Kommentatoren beschwichtigt wurde, dass es kein Absturz ist und schon gar keine Panik gibt. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen oder geht es nur um Schlagzeilen?

  • Die gesamte Krise erscheint mir wie eine gewalt(ät)ige Umverteilungsorgie, und muss einfach hinterfragt werden, auch wenn ich mir jederzeit dessen bewusst bin, dass ich letzlich im Dunkeln tappe und wahrscheinlich noch dabei hinter's Licht geführt werde.
    Wenn ich mich während der Krise nur an Handelsblatt und Konsorten gehalten hätte, wäre mir womöglich auch verborgen geblieben, dass gerade ein weltweiter Finanzkrieg tobt, wenn er nicht gar von geostrategisch Interessierten vom Zaun gebrochen wurde. Denn dass die Schulden, die sich rings um uns aufgetürmt haben, niemals hätten abgearbeitet werden können, war möglicherweise auch schon vor der "großen Krise" absehbar, zumindest für diejenigen Leitwährungswölfe, die halt den gewissen Vorsprung hatten und haben. Sollte es zu einem globalen Debakel kommen ist dann halt nur die Frage, wer für die Zeit danach am besten gerüstet ist.
    Man sollte heute nicht nur flexibler Arbeiten, sondern vor allem auch flexibler denken.
    Soweit zum Thema Verschwörungstheorien im allgemeinen und meiner im besonderen.

  • Man kann aber nu auch nicht gerade behaupten, das die "Unsichtbare Hand" immer so ganz transparent die Fäden zieht, sondern dass dieser sozialisierte Gott der liberalen Marktfetischisten geradezu zu Spekulation(en) einlädt. Während die einen mittels Kapital- und Informationsvorsprung selbst dem Chaos noch was abgewinnen können, keimt in den "Zurückgebliebenen" natürlich der Verdacht auf, die Gewinner selbst könnten sich hinter dieser "Unsichtbaren Hand" verbergen.
    Im Verbund mit der globaliberalisierten Politik kommt da schon eine gehörige Machtkonzentration zusammen. Man könnte hier durchaus von Machtzirkeln oder -zentren sprechen.
    Wenn man also hinterfragen will, warum immer mehr "erarbeitetes Kapital" liquidiert, also verflüssigt werden muss, um das darbende Finanzökosystem zu bewässern, kommt man garnicht umhin, sich mittels vermeintlicher Verschwörungstheorien ein Bild von solch nebulösem Getue zu machen.

  • Die Wall Street stürzt ins Bodenlose... und....Goldpreis könnte auf 2500 Dollar steigen...

    Liebe Wirtschaftszeitung, geht's noch sensationeller? Konkurrieren Sie neuerdings mit der BILD ????

  • @Roadrunner
    ..."die USA werden den Dollar ins Bodenlose stuerzen lassen"...


    Erklären Sie uns bitte, wie Sie die Konsequenzen ausblenden, oder reicht Ihnen Ihr Ausgedenke?

  • Ausserdem ist es mehr als fraglich, dass die Goldreserven der USA noch da sind. Eine Überprüfung wurde schon mehrmals im Parlament gefordert, wurde bisher allerdings immer abgelehnt.

  • Ihr Volksverständnis erinnert doch etwas zu stark an die Volksverachtung der Louis XVI-Administration.

    Das würde ggf. an das erinnern, wofür die Kohl-Adminstration scheinbar stand: Gegenaufklärung.

    Das würde passen zu Ihrer Strategie, rechtsradikale auf die Straßen zu schicken, um Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen.

    Hitler war ja bloß blödes Gemüse gegen Ihre Supraintelligenz.

  • So war das alles aber nicht geplant, eben eine Nummer zu groß...

  • Was glauben Sie, wird aus den USA, wenn sie jetzt einen Goldstandard einführen? 70% der Bevölkerung würde nach einem Jahr in Verhältnissen, wie in der Steinzeit leben, weil das Land über keine reale Wirtschaftskraft verfügt. Noch können die Menschen über einen gewissen Zeitraum sich für ihr Spielgeld bei McDonalds sattessen, ein Goldstandard würde schon die Energieversorgung lahmlegen, weil die Goddeckung der einzige "Garant" wäre, für den die USA irgendwo noch etwas einkaufen könnten, das Gold wäre also bald weg.

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