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US-Börsen Dow Jones schließt im Plus – Technologiewerte geben nach

Unter Verkaufsdruck stehen in den USA erneut Aktien von Unternehmen, die von den Beschränkungen während der Pandemie bisher profitiert hatten. Der Nasdaq verliert 1,4 Prozent.
10.11.2020 - 22:07 Uhr Kommentieren
Positive Daten zu einem Corona-Impfstoff bewegen die Kurse vieler Aktien. Quelle: Reuters
Wall Street

Positive Daten zu einem Corona-Impfstoff bewegen die Kurse vieler Aktien.

(Foto: Reuters)

New York Die Euphorie über die Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs ebbt etwas ab. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss am Dienstag 0,9 Prozent höher auf 29.420 Punkten, nachdem er zum Wochenauftakt den größten Tagesgewinn seit einem knappen halben Jahr verbucht hatte.

Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 1,4 Prozent auf 11.553 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,1 Prozent auf 3545 Punkte ein.

Unter Verkaufsdruck standen erneut die Profiteure der Pandemie-bedingten Beschränkungen der vergangenen Monate. Die Aktien des Online-Händlers Amazon oder des Videokonferenzen-Anbieters Zoom büßten bis zu knapp neun Prozent ein. Im Vergleich zum Jahreswechsel lagen die Papiere aber immer noch etwa 70 und 500 Prozent im Plus.

Der aktuelle Kursabschwung könnte länger andauern, prognostizierte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. Die Annahme basiere „auf der Tatsache, dass wir Hinweise darauf haben, dass sich die Lage verbessert“.

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    Am Montag hatten die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partners Pfizer mit ermutigenden Test-Ergebnissen Hoffnungen auf die rasche Zulassung ihres Coronavirus-Impfstoffs geschürt und an den Börsen weltweit ein Kursfeuerwerk ausgelöst.

    Während einige Pfizer-Anleger Kasse machten, bauten Biontech ihre Gewinne aus und stiegen um mehr als sieben Prozent. Parallel dazu zogen die Titel von Curevac um über zwölf Prozent an, nachdem die Tübinger Firma detaillierte Ergebnisse einer klinischen Studie für ihren Corona-Impfstoff vorgelegt hatte.

    Am Ölmarkt blieben die Optimisten dennoch in der Überzahl. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um zwei Prozent auf 41,09 Dollar je Barrel (159 Liter). „Ein brauchbarer Impfstoff ist ein Wendepunkt für Öl - einen Markt, dessen Nachfrage zur Hälfte durch den Transport von Menschen und Gütern bestimmt wird“, konstatierten die Analysten der Bank JP Morgan.

    Gleichzeitig erholte sich Gold etwas von seinem jüngsten Kursrutsch. „Offenbar haben Anleger realisiert, dass die Notenbanken weiter Geld drucken werden und die Virus-Krise noch nicht überwunden ist“, sagte Carlo Alberto De Casa, Chef-Analyst des Brokerhauses Activtrades. Das auch als Inflationsschutz dienende Edelmetall verteuerte sich um ein Prozent auf 1880 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

    Blick auf die Einzelwerte

    Eli Lilly: Die Notfallzulassung eines Corona-Medikaments stützt die Aktien des US-Pharmakonzerns. Die US-Pharmaaufsicht FDA hatte am Montag die Antikörperbehandlungsmethode des Unternehmens für die Notfallanwendung bei Corona-Kranken zugelassen. Eli Lilly geht davon aus, in diesem Jahr bis zu eine Million Dosen zu produzieren. Die Aktie schließt rund drei Prozent höher.

    Biontech: Bereits am Mittwoch will die Europäische Kommission den Liefervertrag mit dem Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und dessen US-Partner Pfizer über bis zu 300 Millionen Impfdosen festzurren, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag ankündigte. Die Aktie von Biontech steigt in den USA am Dienstag um drei Prozent.

    Pfizer: Der US-Pharmakonzern schließt einen Zuliefervertrag mit der Firma Croda. Die Spezialchemiefirma soll in den kommenden fünf Jahren Hilfsstoffe für den von Pfizer und Biontech entwickelten Coronavirus-Impfstoff produzieren. Pfizer-Aktien legen in den USA zunächst zu, schließen dann aber 1,3 Prozent im Minus. Croda-Titel steigen in London um sieben Prozent auf 6660 Pence.

    Boeing: Die Aussicht auf eine baldige Flugerlaubnis für den Unglücksflieger 737 MAX noch im November stützt die Boeing-Aktien. Die Papiere steigen bis zum Handelsende um rund fünf Prozent. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft gerade, ob sie der Maschine wieder die Freigabe zum Start erteilen kann.

    Der FAA-Chef Steve Dickson sagte, die Prüfung könne in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Insidern zufolge könnte die Behörde bereits am 18. November grünes Licht geben. Die Maschinen stehen am Boden, nachdem es binnen fünf Monaten zu zwei Abstürzen mit Hunderten Toten gekommen war.

    Amazon: Die EU-Kartellbehörde nimmt den weltgrößten Onlinehändler wegen Wettbewerbsverzerrungen ins Visier. Dies teilte die EU-Kommission mit, die zugleich weitere Ermittlungen hinsichtlich der Geschäftspraktiken des US-Konzerns im Onlinehandel bekanntgab.

    „Die Kommission kritisiert, dass Amazon systematisch auf nicht-öffentliche Geschäftsdaten von unabhängigen Verkäufern, die über den Marktplatz verkaufen, zugunsten des eigenen Geschäfts zugreift, das wiederum direkt mit den Drittpartei-Verkäufern konkurriert“, schrieb die Institution. Amazon widersprach den Vorwürfen. Die Aktie fällt bis zum Handelsschluss um 3,5 Prozent.

    Beyond Meat: Der Fleischersatz-Hersteller litt im dritten Quartal stark unter der Coronakrise und verfehlte die Erwartungen deutlich. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 19,3 Millionen Dollar an. Die Erlöse des eigentlich für sein rasantes Wachstum bekannten Unternehmens legten nur noch um magere 2,7 Prozent zu. Die Aktien sackten um fast 17 Prozent ab.

    Mehr: Börsenrally treibt Anleiherenditen weltweit in die Höhe

    • rtr
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