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US-Börsen Euro-Krise zieht US-Börsen nach unten

Die US-Anleger melden sich aus dem verlängerten Labor-Day-Wochenende mit Katerstimmung zurück. Sorgen um die Schuldenkrise in Europa und die eigene Wirtschaft belasten. Vor allem Bankaktien gehen auf Talfahrt.
Update: 06.09.2011 - 22:23 Uhr Kommentieren
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Der "Tag der Arbeit", der "Labor-Day" ist vorbei - Die Wall Street hat wieder geöffnet.

(Foto: dpa)

New YorkDie Schuldenkrise in Europa und die Angst vor einer Rezession in den USA haben der Wall Street am Dienstag die Zuversicht genommen. Unter dem Eindruck schleppender Sparbemühungen in Griechenland und einem Zickzack-Kurs beim italienischen Konsolidierungskurs verloren die US-Börsen. Besonders Bankenaktien kamen unter die Räder.

Investoren schichteten ihr Geld in Anlagen um, die als weniger riskant gesehen werden. Diese Entwicklung dürfte Händlern zufolge auch den Rest der Woche anhalten. Der Goldpreis beendete seine Rekordjagd allerdings vorerst, nachdem die Schweizerische Nationalbank den Franken an den Euro koppelte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 11.139 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 10.932 und 11.237 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1165 Punkten, einem Minus von 0,7 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent und ging mit 2473 Punkten aus Handel. In Frankfurt verlor der Dax ein Prozent und schloss bei knapp 5194 Punkten.

Auch das überraschende Wachstum der US-Dienstleister im August ließ Börsianer nur kurz aufatmen. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management stieg auf 53,3 von 52,7 Zählern im Juli. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 51,0 Punkte gerechnet .

Allerdings haben Börsianer noch die Arbeitsmarktdaten aus der vergangenen Woche im Hinterkopf: Im August wurden erstmals seit knapp einem Jahr keine Jobs mehr geschaffen - die Arbeitslosenquote verharrt bei 9,1 Prozent.

„Europa sieht einfach nicht gut aus“

Börsianer richteten den Blick auf Europa, wo die deutsche Regierung Griechenland offen mit dem Stopp weiterer Hilfen drohte, sollte das Land die zugesagten Reformen nicht umsetzten. In Italien regt sich zudem immer stärkerer Widerstand gegen den Sparkurs, den die Regierung verschärfen will.

Im Moment müsse man sich auf Europa konzentrieren, sagte Stephen Massocca von Wedbush Morgan in San Francisco. „Und das sieht einfach nicht gut aus.“ Im Prinzip drehe sich auch an der Wall Street alles darum, was in Italien, Griechenland und Deutschland passiere: „Das ist das große Thema.“

Bei den Einzelwerten lagen Finanzwerte im Mittelpunkt. Die „Financial Times“ berichtete, mehreren großen US-Banken sei im Streit über die Vergabepraxis von Hypothekenkrediten von den Behörden ein Deal angeboten worden. Dieser würde ihre gesetzliche Haftung gegen eine Milliardenzahlung einschränken. In den USA gehandelte Credit-Suisse-Aktien stürzten fast 13 Prozent ab, Scheine der Bank of America verloren 3,6 Prozent. JPMorgan Chase lag 3,4 Prozent im Minus.

Auch der Mischkonzern United Technologies wurde abgestraft, obwohl er trotz der Wirtschaftsflaute seine Geschäftsziele bekräftigte. Die Papiere des Konzerns schlossen 0,8 Prozent im Minus.

Kräftig aufwärts ging es dagegen für die Aktien des US-Verpackungsunternehmens Temple Inland. Sie gewannen 25 Prozent auf 30,85 Dollar nachdem der Konkurrent International Paper mit seinem Übernahmeangebot über 3,7 Milliarden Dollar erfolgreich war. International Paper bietet 32 Dollar je Anteilsschein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,12 Milliarden Aktien den Besitzer. 814 Werte legten zu, 2189 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.73 Milliarden Aktien 870 im Plus, 1638 im Minus und 90 unverändert.

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