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US-Börsen Wall Street schwenkt auf Erholungskurs – Spotify-Börsendebüt im Blick

Auch wenn der Handelsstreit mit China die Stimmung trübt, erholte sich die Wall Street am Dienstag. Im Fokus stand der Börsengang von Spotify.
Update: 03.04.2018 - 23:39 Uhr Kommentieren
Die Datenaffäre im März lässt viele Anleger bis dato an Techwerten zweifeln. Quelle: Bloomberg
Börsensaal an der Wall Street

Die Datenaffäre im März lässt viele Anleger bis dato an Techwerten zweifeln.

(Foto: Bloomberg)

New YorkNach einem schwachen Start ins zweite Quartal am Ostermontag hat sich die Wall Street am Dienstag erholt. Der Dow Jones stieg um 1,65 Prozent auf 24.033 Punkte, nachdem er am Montag fast zwei Prozent verloren hatte. Der S&P500 legte knapp 1,3 Prozent zu auf 2614 Zähler. Der Nasdaq-Composite stieg um ein Prozent auf 6941 Punkte.

Auch am Dienstag war lange nicht klar, mit welchen Vorzeichen die Wall Street aus dem Handel geht. So hatte die Nasdaq rund eine Stunde von Schluss noch im Minus gelegen, der Dow Jones legte in den letzten 75 Minuten noch knapp 350 Punkte zu.

Im Fokus stand das Börsendebüt von Spotify. Die Aktie des weltgrößten Musikstreaming-Diensts schloss rund zwölf Prozent im Plus bei 149 Dollar, nachdem es zwischenzeitlich bis auf 169 Dollar gegangen war.

Andere Technologiewerte waren ebenfalls gefragt, nachdem sie am Montag teils ordentlich unter die Räder gekommen waren. Amazon etwa legten um 1,5 Prozent zu. Dem weltgrößten Online-Händler setzte zuletzt die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Versandgebühren-Praxis des Konzerns zu. Doch am Dienstag meldete Bloomberg, es würden im Weißen Haus keine aktiven Gespräche darüber geführt, dass sich die Macht der Regierung gegen Amazon richten solle.

Apple-Papiere stiegen um ein Prozent, Intel verteuerten sich um 1,7 Prozent. Am Montag hatten sie etwa sechs Prozent eingebüßt. Grund waren Medienberichte, wonach der iPhone-Konzern bei seinen Mac-Rechnern angeblich zukünftig auf Intel-Chips verzichten will.

Tesla-Aktien kletterten um fast sechs Prozent. Der Elektroautobauer zerstreute Spekulationen über einen Kapitalbedarf mit neuen Produktionszahlen.

In Europa hatten Anleger dagegen noch an der Talfahrt der Wall Street vom Montag zu knapsen. Auch der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China belastete das Marktgeschehen. In Frankfurt verlor der Dax 0,8 Prozent auf 12.002 Punkte. Der EuroStoxx50 fiel etwa ein halbes Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,9 Milliarden Aktien den Besitzer. 2183 Werte legten zu, 733 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Milliarden Aktien 1916 im Plus, 1028 im Minus und 198 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 13/32 auf 99-22/32. Die Rendite stieg auf 2,781 Prozent. Der 30-jährige Bond verlor 31/32 auf 99-23/32 und rentierte mit 3,014 Prozent.

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