US-Börsen Wall Street verarbeitet Fed-Entscheidung

Die US-Aktienmärkte müssen nur leichte Verluste hinnehmen. Die überraschende Entscheidung der US-Notenbank Fed, den Diskontsatz um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent zu erhöhen, sorgt bei Finanzwerte für Verluste. Schlagzeilen kommen aber auch aus dem Ölsektor.
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HB NEW YORK. Die US-Märkte stecken die Fed-Nachrichten weg. Nach einem überraschenden Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) haben die wichtigsten Aktienindizes der USA am Freitag nur leichte Verluste verbucht. Die Fed hatte den Diskontsatz am Donnerstag nach Börsenschluss um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent erhöht. Der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem sich Banken Geld bei der Zentralbank leihen können.

Ward McCarthy, Volkswirt bei Jefferies Equity Daily, deutete den Schritt der Fed als Vorboten einer Strategie der US-Notenbanker, die Politik des billigen Gelds allmählich zu beenden. Zugleich seien all jene Investoren alarmiert, die zu sehr auf eine Fast-Nullzinspolitik vertraut und billiges Geld in riskantere und renditestärkere Anlagen wie Aktien und Rohstoffe geschaufelt hätten, merkten Börsianer an. Die Fed selbst erklärte ihren Schritt mit der „kontinuierlichen Verbesserung des Zustands der Finanzmärkte“. Auf Konjunkturseite standen die neuesten Verbraucherpreise im Blick. Sie waren im Januar weniger stark gestiegen als erwartet. Diese Nachricht habe die Verluste am Aktienmarkt begrenzt, meinten Händler.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) sank zuletzt um 0,16 Prozent auf 10 376 Punkte, nachdem er am Donnerstag noch seine Gewinne vom Mittwoch ausgebaut hatte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Freitag um 0,14 Prozent auf 1 105 Zähler nach unten. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der umfassende Composite Index um 0,26 Prozent auf 2 235 Punkte und der Nasdaq 100 gab um 0,23 Prozent auf 1 819 Zähler nach.

Finanzwerte litten am meisten unter der Fed-Entscheidung. So fielen die Aktien des Kreditkartenanbieters American Express am Dow-Ende um 1,02 Prozent auf 38,75 US-Dollar. Dahinter sanken die Titel der Bank JPMorgan um 1,01 Prozent auf 40,00 Dollar.

Schlagzeilen kamen zudem aus dem Ölsektor. Der Ölfeldausrüster Schlumberger will einem Pressebericht zufolge den kleineren Konkurrenten Smith International übernehmen. Die Gespräche seien in einem fortgeschrittenen Stadium, berichtete das „Wall Street Journal“. Der Preis könnte sich angesichts der Marktkapitalisierung des Unternehmens und dem üblichen Aufschlag auf rund neun Milliarden Dollar belaufen. Komme der Kauf zustande, würde ein Industriegigant entstehen, dessen Umsatz etwa doppelt so hoch sei wie der des nächsten Rivalen Halliburton .

Schlumberger-Titel sanken um 3,53 Prozent auf 63,49 Dollar, Papiere von Smith hingegen schnellten um 12,14 Prozent auf 37,40 Dollar nach oben. Halliburton-Anteilsscheine rückten um 0,57 Prozent auf 31,72 Dollar vor.

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