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Versicherung Allianz verwöhnt Aktionäre vor Jahr des Umbruchs mit Rekorddividende – die Blitzanalyse

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Unter allen 30 Dax-Konzernen verdient nur Volkswagen operativ mehr Geld als die Allianz. Quelle: dpa
Allianz in Unterföhring

Unter allen 30 Dax-Konzernen verdient nur Volkswagen operativ mehr Geld als die Allianz.

(Foto: dpa)

München Der Versicherer Allianz hat am Freitagmorgen seine Zahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Das sind die wichtigsten Fakten.

  • Das operative Ergebnis von Europas größtem Versicherer stieg 2018 vor allem dank der Sachversicherungs-Sparte um vier Prozent auf 11,5 Milliarden Euro und lag damit am oberen Ende der eigenen Erwartungen.
  • Der Umsatz stieg in dieser Zeit ebenfalls um 3,5 Prozent auf 130,6 Milliarden Euro.
  • Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll um üppige 12,5 Prozent auf neun Euro je Aktie steigen. Im Verhältnis zum aktuellen Kurs entspräche das einer hohen Dividendenrendite von rund 4,8 Prozent.
  • Als Konzernergebnis peilt die Allianz in diesem Jahr nun 11,5 Milliarden Euro an, mit einer Spanne von 500 Millionen nach oben wie nach unten.

Das fällt positiv auf

Unter allen 30 Dax-Konzernen verdient nur Volkswagen operativ mehr Geld als die Allianz. Auf Negativnachrichten wie Gewinneinbrüche, revidierte Prognosen oder ähnliches müssen sich Allianz-Aktionäre also nicht einstellen.

Das operative Ergebnis stieg im abgelaufenen Jahr im Vergleich zu 2017 von 11,1 auf 11,5 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 11,4 Milliarden Euro gerechnet. Die Allianz kann sich somit vieles leisten.

Auch eine um 12,5 Prozent steigende Dividende je Aktie konnte der Konzern verkünden. Genau neun Euro sollen nun im Frühjahr nach Absegnung durch die Hauptversammlung pro Anteilsschein ausgeschüttet werden. Das entspricht weiterhin einer sehr hohen Dividendenrendite von rund 4,8 Prozent gemessen am aktuellen Kurs. Allein deswegen dürfte die Allianz-Aktie auch in Zukunft bei Privatanlegern sehr geschätzt sein.

Bei der näheren Betrachtung der Zahlen fällt auf, dass die Naturkatastrophen, die es gerade im vierten Quartal noch mit verheerenden Waldbränden in Kalifornien gegeben hatte, nicht auf das Ergebnis durchschlugen. Experten hatten das im Vorfeld befürchtet.

Das fällt negativ auf

In der Lebensversicherung gab es im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang des operativen Ergebnisses auf 4,2 Milliarden Euro. Vor einem Jahr standen an dieser Stelle noch 4,4 Milliarden Euro. Die Geschäfte im Heimatmarkt Deutschland, aber auch in Italien und besonders in den USA liefen zwar weiterhin sehr gut.

Ebenso wie etliche Wettbewerber konnte sich die Allianz aber nicht ganz den teils heftigen Schwankungen am Kapitalmarkt, speziell zum Jahresende, entziehen. Im Schlussquartal ging damit auch das operative Ergebnis im Bereich Leben- und Krankenversicherung besonders deutlich um fast zehn Prozent auf 955 Millionen zurück.

Bei der Kapitalanlage drückten zudem höhere Wertberichtigungen, geringere Realisierungsgewinne und ein niedrigeres Handelsergebnis in Deutschland und den USA auf den Gewinn.

Auch das Asset Management – das dritte Segment neben der Sach- und Lebensversicherung bei der Allianz – musste im vierten Quartal leichte Einbußen hinnehmen. Es kam zu Nettomittelabflüssen von rund drei Milliarden Euro.

Was jetzt passiert

2019 wird für die Allianz ein Jahr des Umbruchs. Das ist spätestens seit November klar, als Vorstandschef Oliver Bäte den neuen Mehrjahresplan mit der Überschrift „Simplicity wins“ vorstellte. Die oft sehr komplexe Produktwelt des Versicherers soll demnach radikal entkernt werden und künftig über Länder hinweg gleich sein.

Zudem soll Ende des Jahres der neue Direktversicherer Allianz Direct starten. Der Versuch mit dem Namen Allsecur vor einigen Jahren blieb halbherzig, jetzt will man das Thema der Digitalisierung ergänzt mit den vielen neuen Möglichkeiten erneut angehen.

Wie man es richtig macht, zeigt der Wettbewerber Generali seit mehr als zwei Jahrzehnten. Deren Tochter Cosmos Direkt gilt als Marktführer im Land.

Einen Schub für die Allianz-Aktie wird auch das am Donnerstagabend angekündigte Rückkaufprogramm von 1,5 Milliarden Euro geben. Es ist das vierte innerhalb von zwei Jahren. Solche Programme sind derzeit beliebt und beflügeln in der Regel den Kurs.

Auf den künftigen Gewinn soll sich der Rückkauf trotzdem nicht auswirken. Allianz-Chef Oliver Bäte peilt für dieses Jahr einen Gewinn von 11,5 Milliarden an, mit einer Spanne von 500 Millionen Euro nach oben wie nach unten.

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