Wall Street Anlegern fällt ein Stein vom Herzen

Die Wall Street hat am Freitag mit Erleichterung auf die Beschlüsse der Europäischen Union im Kampf gegen die Schuldenkrise reagiert. Die wichtigsten Indizes lagen zum Börsenschluss in New York deutlich im Plus.
Update: 09.12.2011 - 23:28 Uhr 11 Kommentare
Händler an der Wallstreet: Am letzten Wochenhandelstag ging es nochmal aufwärts. Quelle: dapd

Händler an der Wallstreet: Am letzten Wochenhandelstag ging es nochmal aufwärts.

(Foto: dapd)

Die Wall Street hat erleichtert auf die Beschlüsse der Europäischen Union im Kampf gegen die Schuldenkrise reagiert. Auch der Anstieg des US-Verbrauchervertrauens auf den höchsten Stand seit sechs Monaten sorgte am Freitag für steigende Kurse. Die wichtigsten Indizes lagen deutlich im Plus.

Bei ihrem Marathongipfel in Brüssel verweigerten die Euroländer zwar neue, große Kreditpakete zum Schutz klammer Staaten im Währungsraum. Als Lehre aus der Schuldenkrise soll es aber strengere Sparauflagen geben.

„Der Plan bietet mehr Positives als Negatives. Er erweckt den Eindruck, dass die Staats- und Regierungschefs das Ausmaß des Problems erkannt haben und wissen, wie sie reagieren müssen“, sagte Rick Fier von Conifer Securities. Viele Investoren erklärten aber, dass noch mehr zur Bekämpfung der Krise getan werden müsse.

Die Haushaltsvereinbarung sei hilfreich, werde aber am Markt nicht sehr lange wirken, sagte George Feiger von Contango Capital Advisors. Händler sagten zudem, ein Teil der Rally sei auf die Verluste der vergangenen Tage zurückzuführen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 1,55 Prozent auf 12.184 Punkte und bewegte sich im Tagesverlauf zwischen den Marken von 11.995 und 12.212. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 1,7 Prozent auf 1255 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,9 Prozent auf 2646 Stellen.

Der Dow schloss die Handelswoche mit einem Plus von 1,4 Prozent ab. Der S&P und Nasdaq betrugen die Gewinne 0,9 beziehungsweise 0,8 Prozent. In Frankfurt ging der Dax am Freitag mit einem Tagesplus von 1,9 Prozent auf 5986 Punkte aus dem Handel. Am Nachmittag übersprang er sogar kurzzeitig die Marke von 6000 Zählern.

Die Beschlüsse des EU-Gipfels verschafften Aktien von Banken deutliche Kursgewinne. Die Titel von Morgan Stanley zogen um 2,3 Prozent an, bei der Bank of America betrug das Plus 2,7 Prozent und bei der Citigroup 3,7 Prozent.

Nachrichten von Unternehmen boten wenig Anlass für Optimismus. Der Chemiekonzern DuPont erschreckte die Börsianer mit einem pessimistischen Ausblick aufs Gesamtjahr - die Aktien rutschten um 3,1 Prozent ab. Auch Texas Instruments schickte seine Aktien mit einer überraschenden Senkung der Geschäftsziele zunächst auf Talfahrt. Der Chiphersteller geht davon aus, wegen einer schwächeren Nachfrage im laufenden Quartal weniger Gewinn und Umsatz zu erreichen als bislang geplant. Die Aktie lag zum Börsenschluss dennoch leicht im Plus.

Mit Altera nahm ein zweites Unternehmen aus der Chipbranche seine Gewinnprognosen zurück. Altera-Aktien stiegen dennoch um 1,2 Prozent.

Wie der Wall-Street-Handel lief

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 2562 Werte legten zu, 435 gaben nach, und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 2080 im Plus, 453 im Minus und 87 unverändert.

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11 Kommentare zu "Wall Street: Anlegern fällt ein Stein vom Herzen"

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  • Der erste Tag bestätigt eure Prophezeiung. Wobei solche Prophezeiung in Verbindung mit dem Wörtchen "ab" (Ab Montag ...) immer nur vorübergehend stimmen kann, weil "ab" ohne Einschränkung in Richtung Zukunft jeden Zeitraum beinhalten würde. Und unendliches Sinken gibt es nicht, außer die Börsen würden für immer geschlossen. Wobei das ständige Auf und Ab den Händlern nur recht sein dürfte, da solche Fluktuation für ständige Umsätze und somit für Provisionen sorgt. :-))

  • Außerdem: Kea mag über uns schimpfen (ist es unberechtigt, unsere Nachlässigkeit zu diskreditieren?), Sie aber sprechen in unserem Namen, was noch inakzeptabler ist: ... wird hier zumindest auch so behandelt ... Nein, wird hier von Citoyen ersucht, dass wir es in seinem Sinne so behandeln sollten. Noch dazu kann ich kein Festnageln auf irgendwelche Wörter oder gar Worte feststellen.

  • Sehr geehrte(r)(?) Citoyen,

    wer seine Sprache durch Abkürzungen von Ausdrücken wie "btw (by the way)" und "imao (in my arrogant opinion)" zu verdrängen pflegt sowie Ausdrücke wie "singularis majestatis" verwendet, um dem Leser mit Hilfe eigenwilliger Wichtigtuerei Abneigung gegenüber einem Artikel zu präsentieren, hat nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, über sich zu sinnieren. Da halte ich es mit Birgits "... Sie als selbstgerechter Bürger ..." Nur mit dem Unterschied, dass ich hinzufügen möchte, dass das Wort Bürger unter das Deleatur-Zeichen gesetzt gehörte, da ich Sie als Verneiner der eigenen Sprache schon als Gegenbürger empfinde. Wer lesegerecht schreiben möchte, verwende die Sprache des Sprachraumes in dem er publiziere. Alles andere ist gigantisch dilettantisch. Da es den Sprachraum Internet nicht gibt, verwende man hier Deutsch! Aber gut, dann würdet ihr Inhalte verwenden müssen anstatt der öden Brabbelei.

    Mir ist immer noch ein kritisch aggressiver Bericht (Kea) lieber als euer selbstverherrlichendes "Jetzt-zeige-ich-euch,-wie-moralisch-ich-bin-Getue", was sich auch durch diesen Satz ausdrückt, wobei der zweite Teil durchaus von "Citoyen" beherzigt werden sollte: "Wir, und damit meine ich weder den singularis majestatis noch andere, wir also (eingebildete Menschengemeinschaft) sollten imao stets darauf achten unsere eigene Begrenztheit im Auge zu behalten." Eigene Begrenztheit: ... darauf achten, unsere ... (,)

  • Citoyen, ich denke, Sie als selbstgerechter Bürger sollten sich tatsächlich verpuffen. Ich lese weiter! - Besonders die von Ihnen anscheinend missverstandenen Beiträge. Freiheit der Meinungsvielfalt meine ich, die Citoyen wahrscheinlich gerne unterdrücken würde.

  • Jupp !!

  • Gut und Recht gegeben.
    Hatte überlegt, ob es Sinn macht, überhaupt das Prozedere eines Blogbeitrags in diesem Forum weiterhin in Anspruch nehmen zu wollen.
    Wir, und damit meine ich weder den singularis majestatis noch andere, wir also (eingebildete Menschengemeinschaft) sollten imao stets darauf achten unsere eigene Begrenztheit im Auge zu behalten.
    Es mag durchaus andere geben, die das für unwesentlich erachten.
    Als Handlungsmaxime, eine von vielen btw, jedenfalls hat sich das bislang als durchaus tauglich erwiesen.

    Und um das mit Kea auch gleich abzufrühstücken: jemanden auf ein Wort festzunageln gilt btw als äußerst unfein und wird hier zumindest auch so behandelt. Sollte indes bloßes Beharrungsvermögen und nicht Einsicht, gemeint ist damit keinerlei Unterwürfigkeit oder dergl, für ausreichend erachtet werden dürfte das zumindest zur Disposition gestellt werden dürfen.

    Wer so etwas nicht mehr zuzulassen bereit sich findet, dem dürfte das Wort Citoyen jedenfalls nicht mehr leichtfertig über die Zunge gehen.

  • Ab Montag stellen die Anleger dann fest,dass ausser Absichtserklärungen es im Prinzip nichts neues konstruktives gibt.Die Realität der Eurozone wird sie einholen.

  • was der Ideologie entspricht, jemand schon bei kleinen sprachlichen Nichtvergehen als Nazi zu verunglimpfen, um durch solche Anschuldigungen für die Reichen und sich nicht zu Unrecht verfolgt fühlenden Pseudoeliten Begünstigungen zu erreichen und alle Nichtmitläufer schnell mit Hilfe aus dem den Unsinn nicht verstehenden Volk zum Schweigen zu bringen; oder was gar der Strategie entspricht, die ein Anwalt vor Gericht anwendet und ein unerlaubtes Wort vor den Gläubigern einstreut, um danach reuig die Streichung desselben Wortes demütig hinzunehmen, weil er ja um die Beeinflussung bescheid weiß, dass dieses Wort aus den Köpfen nicht mehr zu verdrängen ist; oder man nimmt einfach die bewährte "Für-die-Zukunft-unserer-Kinder-Methode", was wie oben angeführt, ein bescheuertes Volk zu gerne aufgreift und so bereit gemacht wird, selbst ein wenig mehr zu leiden, damit die Eliten noch ein schönes Leben führen können - heute wohlgemerkt.

    Die Methoden des Volksbetruges sind leider so vielfältig, dass man ein Buch darüber schreiben könnte, was den Rahmen dieses Blogs mit wenigen Erklärungsversuchen ja jetzt schon gesprengt hat, wie die Weiterführung dieses Artikels über einen Einzeleintrag hinweg beweist.

  • was der Ideologie entspricht, jemand schon bei kleinen sprachlichen Nichtvergehen als Nazi zu verunglimpfen, um durch solche Anschuldigungen für die Reichen und sich nicht zu Unrecht verfolgt fühlenden Pseudoeliten Begünstigungen zu erreichen und alle Nichtmitläufer schnell mit Hilfe aus dem den Unsinn nicht verstehenden Volk zum Schweigen zu bringen; oder was gar der Strategie entspricht, die ein Anwalt vor Gericht anwendet und ein unerlaubtes Wort vor den Gläubigern einstreut, um danach reuig die Streichung desselben Wortes demütig hinzunehmen, weil er ja um die Beeinflussung bescheid weiß, dass dieses Wort aus den Köpfen nicht mehr zu verdrängen ist; oder man nimmt einfach die bewährte "Für-die-Zukunft-unserer-Kinder-Methode", was wie oben angeführt, ein bescheuertes Volk zu gerne aufgreift und so bereit gemacht wird, selbst ein wenig mehr zu leiden, damit die Eliten noch ein schönes Leben führen können - heute wohlgemerkt.

    Die Methoden des Volksbetruges sind leider so vielfältig, dass man ein Buch darüber schreiben könnte, was den Rahmen dieses Blogs mit wenigen Erklärungsversuchen ja jetzt schon gesprengt hat, wie die Weiterführung dieses Artikels über einen Einzeleintrag hinweg beweist.

  • Ja, und besonders toll ist es, dass die Indizes ins Plus gedreht haben. Da können sich die Broker wieder einige Milliönchen von Dollar und anderer Währungen in die Taschen stecken - heute schon. Gut auch für die Versicherungen und Banken, die das Geld der Kunden weiter mittels uneinlösbarer Versprechen veruntreuen können - heute schon. Gut auch für die Politiker, die es als gelobte Retter leichter haben, wiedergewählt zu werden - heute schon.

    Gut aber ganz besonders für die meisten Leser dieses Blogs, die in den Genuss kommen, endlich längere Lebensarbeitszeiten bei verlängertem Durchrechnungszeitraum in Anspruch nehmen zu dürfen, was die versprochenen künftigen Ausgaben des Staates drastisch reduziert - morgen erst!

    Wie heißt es so schön in der Volkswirtschaftslehre: Ein Staat ist pleite, sobald er seinen Zahlungsversprechungen nicht mehr nachkommt?

    Gut, dass man den Bürgen, oh, entschuldigen Sie meine Verwechslung, ich habe Bürgern gemeint, diesen Zustand dadurch verschweigen kann, dass man nie erwähnt, dass die Reduzierung der Renten (auch mittels Erhöhung der Lebensarbeitszeit) einem solchen Eingeständnis einer zumindest teilweisen Zahlungsunfähigkeit des Staates gleichkommt.

    Gut auch, wenn man den Bürgen, oh, verzeihen Sie meine Demenz, wenn man den Bürgern, habe ich gemeint, einreden kann, es handle sich um die Zukunftsabsicherung deren Kinder und diese Bürgen diesen publizierten Quatsch auch bei Pensionsumlagesystemen nachquatschen, was unmöglich stimmen kann, da ein Umlagesystem kein System ist, in welchem Kapital angespart wird, sondern gleich wieder ausgegeben wird, was weiter bedeutet, dass es für die künftige Pension unerheblich ist, wie viele Jahre jemand gearbeitet hat, weil die Arbeitenden während der Zeit jemandes Pension dessen Rente sichern. Alles andere ist ein doofer Vorwand, der von noch dooferen Bürgen einfach nicht verstanden wird,

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