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Wall-Street-Ausblick "Reite auf der Welle, solange Du kannst"

Die Anleger an der Wall Street stehen nächste Woche vor keiner leichten Entscheidung: Geht da noch was – oder ist es an der Zeit, die Gewinne in Sicherheit zu bringen? Die jüngste Rally macht den Markt verwundbar.
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Händler an der Wall Street: Safety first? Quelle: ap

Händler an der Wall Street: Safety first?

(Foto: ap)

New YorkNach einem starken Jahresauftakt steht der Wall Street über kurz oder lang die Nagelprobe bevor. Die Investoren dürften testen, ob der Höhenflug von Dauer ist oder die Kurszuwächse in den kommenden Monaten abschmelzen wie in den vergangenen beiden Jahren.

Alan Lancz, Präsident von Alan B. Lancz & Associates, sieht viele Börsianer in Habachtstellung. Seinen Worten nach folgen sie der Maxime der Opportunisten: „Reite auf der Welle, solange du kannst, und versuche nicht der letzte zu sein, der abspringt.“ Die Frage an den US-Börsen für die neue Woche ist also: Geht da noch was – oder ist es an der Zeit, die Gewinne in Sicherheit zu bringen?

Die kräftigen Aufschläge der vergangenen Wochen machen den Markt verwundbar. Rückschläge könnten kommen, wenn die seit längerem in den Hintergrund getretene Euro-Schuldenkrise wieder aufflammt. Außerdem dürfte der US-Haushaltsstreit wieder stärker in den Fokus rücken.

Nach aktuellem Stand der Dinge würden mit Beginn des kommenden Monats automatische Ausgabenkürzungen der Bundesregierung über 85 Milliarden Dollar in Kraft treten. Nach den Worten des Politikstrategen Greg Valliere von der Potomac Research Group hat die günstige Börsenentwicklung zur Folge, dass der Druck auf die Streitparteien nachgelassen hat. „Ich erwarte keinen großen Kompromiss, vor allem weil die Märkte so selbstgefällig sind“, sagt Valliere.

Kommt es zu den Streichungen im Haushalt, droht der weltgrößten Volkswirtschaft ein herber Dämpfer mitten in der Konjunkturerholung. „Pauschale Kürzungen werden sich schädlicher auswirken als gezielte Kürzungen“, gibt Lancz zu bedenken. „Sollten wir sogar in eine Rezession rutschen, werden alle Karten neu gemischt.“ Einen Ausblick auf den Fortgang der Etat-Gespräche könnte am Dienstag Präsident Barack Obama in seiner traditionellen Rede zur Lage der Nation liefern.

Da der Kalender mit wichtigen Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen in der neuen Woche relativ dünn ist, dürften die Anleger wieder größeres Augenmerk auf die Auftritte von Notenbankern richten. Erhofft werden neue Hinweise, wie und wann die US-Zentralbank (Fed) ihr massives Wertpapier-Rückkaufprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft zurückfahren könnte.

Diese Aktien schockieren die Anleger

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
FSE

-1,20 -0,54%
+222,90€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück: Gewinn kräftig gestiegen
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Münchener Rück: Gewinn kräftig gestiegen

Ein Jahr ohne allzu viele Katastrophen ist für einen Rückversicherer gut. Das vergangene Jahr war ein solches. Auch deswegen weist die Münchener Rück für 2012 satte Gewinne aus. Dies hatten die Analysten so nicht erwartet, ebenso wenig die deutliche Anhebung der Dividende von 6,25 auf sieben Euro. Dies sei eindeutig ein Signal der Stärke der Kapitalausstattung und des Vertrauens in die künftigen Gewinnaussichten, schrieb DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel in einem Kommentar. Die Aktie legte am Dienstag fast vier Prozent zu.

Commerzbank: Hoher Verlust, magerer Gewinn

WKN
ISIN
Börse

Chart von Commerzbank: Hoher Verlust, magerer Gewinn
Commerzbank: Hoher Verlust, magerer Gewinn
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Commerzbank: Hoher Verlust, magerer Gewinn

Nachdem bereits die Deutsche Bank ein miserables Ergebnis fürs letzte Quartal 2012 vorgelegt hatte, folgte diese Woche die Commerzbank mit ebenso schlechten Zahlen. Das Institut schloss das Quartal mit einem Verlust von 720 Millionen Euro ab. Unterm Strich bleibt nun fürs ganze Jahr noch ein Gewinn von sechs Millionen Euro übrig – zu mager, als dass dies Anlegern gefallen könnte. Die Aktie verlor am Montag 5,9 Prozent. Zwar hoffen wohl einige Anleger, dass die Commerzbank ähnlich wie die Deutsche Bank ihre Bilanz nun um die meisten Problemfelder bereinigt habe. Da am Montag aber die Gesamtstimmung am Markt schlecht war, half dies auch der Commerzbank nicht.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
FSE

-0,33 -0,71%
+46,08€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Daimler: Zahlen stoßen auf geteiltes Echo
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Daimler: Zahlen stoßen auf geteiltes Echo

Der Autobauer Daimler hat am Donnerstag hingegen mit seinen Jahres- und Quartalszahlen die Börsianer überzeugt. Jedenfalls legte die Aktie 3,8 Prozent und gehörte damit zu den stärkeren Dax-Werten. Analysten urteilten indes vorsichtig. Insgesamt habe der Autobauer nur ein wenig schlechter abgeschnitten als vom Markt erwartet, meint Analyst Max Warburton von Bernstein. Die Margen bei Mercedes seien allerdings schwach und gerade mal halb so hoch wie bei der Konkurrenz. Fakt ist, dass Daimler sein Konzernergebnis um 32 Prozent steigern konnte, im vierten Quartal sank aber das Ergebnis vor Zins und Steuern um 31 Prozent.

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
Xetra

-1,56 -2,79%
0,00€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess: Übernahmegerüchte treiben Kurs
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Lanxess: Übernahmegerüchte treiben Kurs

Ganz andere Nachrichten sorgten bei der Chemie-Firma Lanxess für deutliche Kursreaktionen. Gerüchte machen an der Börse die Runde. „Angeblich will Dow Chemical 70 bis 80 Euro je Lanxess-Aktie bieten“, sagte ein Händler am Donnerstag. „Das Gerücht kommt aus London.“ Dort bestätigten Händler, dass die Gerüchte in Umlauf seien. Die Aktien stiegen in Frankfurt zunächst um fünf Prozent und setzten sich damit an die Spitze des Dax.

CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007257503
Börse
FSE

-0,16 -2,83%
+5,49€
Chart von CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Metro: Haniel-Anteilsverkauf sorgt für Kursplus
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Metro: Haniel-Anteilsverkauf sorgt für Kursplus

Auch beim Handelskonzern Metro bewegten Neuigkeiten aus dem Hause die Aktie. Sie legte am Mittwoch mehr als vier Prozent zu, nachdem Großaktionär Haniel einen Anteilsverkauf bekanntgegeben hatte. Haniel halte nun noch 30,01 statt zuvor 34,24 Prozent. Für das Paket seien 300 Millionen Euro bezahlt worden. Das erklärt die Kurssteigerung, denn danach war ein Paket in vergleichbarem Umfang etwa 312 Millionen Euro wert. Analysten bleiben zurückhaltend. Auch der nun gestiegene Streubesitz bringe die Aktie des Handelskonzerns einer Wiederaufnahme in den Dax nicht näher, meint zum Beispiel Analyst Jürgen Elfers von der Commerzbank.

WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000WCH8881
Börse
FSE

-0,82 -1,23%
+65,36€
Chart von WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Wacker Chemie: Nur kurze Freude über Gewinn
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Wacker Chemie: Nur kurze Freude über Gewinn

Zahlen ließen wiederum die Aktien des Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie am Donnerstag ausschlagen – erst nach oben, dann ging es wieder bergab. Letztlich fiel das Papier im Vergleich zum Vortag um zwei Prozent. Die Freude der Anleger über den höheren Betriebsgewinn währte also nur kurz. „Trotz der guten Geschäfte in der Chemie-Sparte bleiben wir vorsichtig gestimmt“, erklärt Equinet-Analyst Stefan Freudenreich die Stimmung. Auch Freudenreich hat nur wenig Hoffnung, dass es auf dem Polysilizium-Markt in naher Zukunft wieder bergauf geht. Preisdruck und hohe Lagerbestände haben hier zuletzt für Rückschläge gesorgt.

MORPHOSYS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006632003
Börse
FSE

+2,00 +2,11%
+96,85€
Chart von MORPHOSYS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Morphosys: Kaufempfehlung überzeugt Anleger
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Morphosys: Kaufempfehlung überzeugt Anleger

Neben Zahlen und Nachrichten bewegen Analysten häufig mit ihren Einschätzungen die Kurse. So diese Woche geschehen beim Biotechnologie-Unternehmen Morphosys. Marktbeobachter Elmar Kraus von der DZ Bank sieht gestiegene Chancen, dass der Pharmakonzern Novartis das Unternehmen kauft. Dies macht er am angekündigten Wechsel an der Spitze bei Novartis fest. Neben Joseph Jimenez wird künftig der von Bayer kommende Manager Jörg Reinhardt den Konzern führen. Der sei vor rund zehn Jahren auch Mitglied des Aufsichtsrats bei Morphosys gewesen, merkt Kraus an. Morphosys hat bereits eine Forschungsallianz mit Novartis. Am Mittwoch gewann die im TecDax notierte Aktie bis zu 5,4 Prozent.

Die US-Börsenbarometer liegen derzeit so hoch wie lange nicht mehr. Der Dow-Jones-Index notiert knapp unter der Marke von 14.000 Punkten, die er jüngst erst das zweite Mal überhaupt übersprungen hatte. Der Technologieindex Nasdaq ging am Freitag auf dem höchsten Schlusskurs seit November 2000 aus dem Handel.

Und der breit gefasste S&P 500 liegt über der psychologisch wichtigen Schwelle von 1.500 Zählern – erst das dritte Mal in seiner Geschichte. Analysten zufolge könnte das Barometer nun Anlauf auf sein Rekordhoch von 1576,09 Punkten nehmen.

Dagegen rechnet Marktstratege Jeff Kleintop von LPL Financial zunächst mit einer Konsolidierung, die die Kurse um bis zu fünf Prozent nach unten drücken dürfte. Dann gibt es seiner Ansicht nach aber wieder günstige Kaufgelegenheiten, vor allem im Bau- und Transportsektor.

Auch Art Hogan von Lazard Capital Markets wäre einer längeren Verschnaufpause nicht abgeneigt: „Für eine gewisse Zeit in einer Handelsspanne festzuhängen nach dem Turbostart in dieses Jahr, ist wahrscheinlich ein positives Zeichen.“

  • rtr
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