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Wall Street-Ausblick US-Anleger brauchen Klarheit

Die Fed lässt sich nicht in die Karten schauen. Die Händler können nur spekulieren, wann die US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm drosselt. Außerdem im Fokus: Die Daten zur Wirtschaftsleistung im zweiten Jahresquartal.
25.08.2013 - 13:46 Uhr
Händler brauchen jetzt den richtigen Riecher. Denn die Spekulationen über den Zeitpunkt des

Händler brauchen jetzt den richtigen Riecher. Denn die Spekulationen über den Zeitpunkt des "Fed-Exit" halten weiter an.

(Foto: ap)

New York Die Aktienmärkte weltweit stehen vor einer weiteren Woche voller Unsicherheit. Mit Spannung warten die Investoren auf jegliche Anzeichen darauf, wann und vor allem in welchem Umfang die US-Notenbank Fed damit beginnt, ihre Staatsanleihenkäufe zu drosseln. Bei dem urlaubsbedingt dünnen Handel werden sich die Börsianer zwar auf größere Kursausschläge von Tag zu Tag einstellen müssen. Unter dem Strich könnte die neue Börsenwoche jedoch für Dax, Dow und Co. zum Nullsummenspiel werden.

"Der deutsche Aktienmarkt wird seine Sommerkonsolidierung wohl vorerst fortsetzen", sagt Commerzbank-Stratege Andreas Hürkamp. Die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US-Notenbank, Sorgen um die Entwicklung in den Schwellenländer und sinkende Gewinnerwartungen für deutsche Unternehmen dürften seiner Meinung nach belasten. Zwar ist das Interesse der Investoren an den Aktienmärkten in Deutschland und den USA laut Alexander Lukas vom Vermögensverwalter Weberbank grundsätzlich nach wie vor hoch. "Allerdings fehlen derzeit die Impulse."

Die einflussreichsten US-Notenbanker
Federal Reserve Vice Chair Janet Yellen addresses a conference in Washington
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Janet Yellen (Fed-Vizepräsidentin)

Yellen wird künftig die Feld leiten. Sie gilt als ausgewiesene Arbeitsmarktexpertin und zugleich als Taube. Sie hat zwar ebenfalls ein Auslaufen der Konjunkturhilfen bei einer Besserung der Wirtschaftslage in Aussicht gestellt, macht aber aus ihrer Prioritätensetzung keinen Hehl: Für den FOMC müsse der Abbau der Arbeitslosigkeit im Zentrum stehen, auch wenn die Inflationsrate „zeitweise leicht über zwei Prozent“ liegen sollte.

(Foto: Reuters)
Bernanke Testifies Before Joint Economic Committee On US Economic Outlook
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Ben Bernanke (Fed-Präsident)

Der Präsident ist qua Amt die wichtigste Stimme im Chor der Notenbanker. Er hat in der Finanzkrise die Geldschleusen sperrangelweit geöffnet, fährt aber eine pragmatische Linie und weiß geschickt zwischen den Lagern von Falken und Tauben zu vermitteln.

Vor dem Kongress hat er am 22. Mai angekündigt, dass das Staatsanleihen-Kaufprogramm „auf einer der nächsten Sitzungen“ heruntergefahren werden könne, falls sich die Beschäftigungslage nachhaltig aufhelle. Danach sieht es derzeit aber nicht aus, zuletzt war die Arbeitslosenquote sogar gestiegen.

Bernanke gilt als amtsmüde - ein Indiz ist seine Absage für die an den Märkten mit Spannung erwartete Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole Ende August. Womöglich wird US-Präsident Barack Obama bereits in den nächsten Monaten einen Nachfolger bestimmen. Beste Chancen hat Bernankes Stellvertreterin...

(Foto: AFP)
Economic Club
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William Dudley (links im Bild, New York, FOMC-Vizevorsitzender)

Der enge Vertraute Bernankes plädiert dafür, nichts zu überstürzen. Die Fed solle noch „drei bis vier Monate“ warten, bis sie über ein Zurückfahren der Bond-Käufe entscheide. Bis dahin werde sich ein klareres Bild ergeben, wie weit die Konjunkturerholung gediehen sei. Zugleich betont Dudley, das Programm bleibe flexibel. Bei einer Eintrübung der Konjunktur könne das Tempo der Käufe auch wieder steigen.

(Foto: dapd)
Charles Evans, President and CEO, Federal Reserve Bank of Chicago, takes part in a panel discussion titled "Twist and Shout: The Limits of U.S. Monetary Policy" at the Milken Institute Global Conference in Beverly Hills, California
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Charles Evans (Chicago Fed)

Er gilt als Taube und ist für eine extrem lockere Geldpolitik im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Ein Ende der Bond-Käufe kommt für ihn erst in Frage, wenn der Jobmarkt über den Berg ist. Dazu legt er die Latte hoch: Über mehrere Monate müssten mindestens jeweils mehr als 200.000 neue Stellen geschaffen werden. Im Mai waren es lediglich 175.000.

(Foto: Reuters)
The Federal Reserve Bank of Boston's President and CEO Eric S. Rosengren speaks during the "Hyman P. Minsky Conference on the State of te U.S. and World Economies", in New York
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Eric Rosengren (Boston Fed)

Auch er steht eher im Ruf, eine Taube zu sein. Rosengren schlägt vor, in einigen Monaten eine „moderate Verringerung“ der Bond-Käufe zu prüfen, falls sich der Arbeitsmarkt weiter erholt. Zunächst hatte er dafür einen Schwellenwert von 7,25 Prozent bei der Arbeitslosenquote genannt, der aus seiner Sicht Ende des Jahres erreicht werden könnte. Zuletzt stieg die Quote aber leicht auf 7,6 Prozent.

(Foto: Reuters)
Handout photo of Kansas City Federal Reserve Bank President Esther George in the bank's boardroom in Kansas
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Esther George (Kansas City Fed)

Sie hält die Geldpolitik für zu locker und plädiert für ein Zurückfahren der Konjunkturhilfen. Sie warnt, ein zu starkes Stimulieren der Wirtschaft werde die Inflation anheizen.

(Foto: Reuters)
The Federal Reserve Bank of St. Louis' President and CEO James Bullard speaks during the "Hyman P. Minsky Conference on the State of the U.S. and World Economies," in New York
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James Bullard (St. Luis Fed)

Der Notenbanker sorgt sich um die Preisstabilität, allerdings nicht wegen möglicher inflationärer Auswirkungen der Geldschwemme, sondern wegen des derzeit zu niedrigen Preisauftriebs. Er möchte die Anleihe-Käufe solange fortsetzen, bis die Inflationsrate wieder auf den Zielwert der Fed von zwei Prozent gestiegen ist. Andernfalls drohe das Inflationsziel an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Im April ging die von der Fed beobachtete Teuerungsrate (PCE) in den USA auf 0,7 Prozent zurück.

(Foto: Reuters)

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