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Wall-Street-Ausblick US-Börsen im Bann der Quartalszahlen

Was bringt die Woche für die US-Börsen? In erster Linie Quartalsberichte. Im Fokus stehen die Technologiewerte von Google bis Microsoft. Experten rechnen mit positiven Überraschungen – weil die Stimmung so schlecht ist.
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Zeit für Optimisten? Die US-Quartalszahlen könnten für Überraschungen sorgen. Quelle: dapd

Zeit für Optimisten? Die US-Quartalszahlen könnten für Überraschungen sorgen.

(Foto: dapd)

New YorkIn den USA kommt die Berichtssaison so richtig in Fahrt - und die Anleger richten sich darauf ein, dass sie nach dem verhaltenen Auftakt in der abgelaufenen Woche auch in der neuen nicht viel Gutes zu hören bekommen. Eine ganze Reihe von Börsenschwergewichten legt in den kommenden Tagen Zahlen vor, darunter General Electric, Microsoft, Google, Intel und IBM. Im Fokus stehen außerdem Finanzwerte. Erwartet werden die Geschäftsberichte von Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Die Investoren werden aber auch weiterhin mit Argusaugen den Kampf gegen die europäische Schuldenkrise verfolgen, ebenso wie die Entwicklung der Konjunktur in China.

Vorsicht sei eindeutig angesagt, solange es nach einer weiteren Belastung der Geschäftszahlen durch Europa und China aussehe, sagte Michael Loewengart von E-Trade Financial in New York. Vielleicht werde es sogar ein paar positive Überraschungen geben angesichts dessen, dass die Stimmung insgesamt „so pessimistisch“ sei. „Aber wir könnten trotzdem beträchtliche Verluste erleiden, wenn die Nachrichten schlecht sind.“

Auf diese Aktien schauen die Profis

ARCONIC INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US03965L1008
Börse
FSE

+0,20 +0,88%
+22,60€
Chart von ARCONIC INC. REGISTERED SHARES DL 1
Alcoa: Konjunktursorgen weiter geschürt
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Alcoa: Konjunktursorgen weiter geschürt

Wenn mal wieder die Saison der Quartalsberichte beginnt, schauen Börsianer zunächst in die USA. Denn dort leitet traditionsgemäß der US-Aluminiumhersteller Alcoa den Berichtsreigen ein. Der lieferte am Dienstag nach Börsenschluss rote Zahlen, was allerdings schon erwartet worden war. Unter dem Strich stand ein Minus von 143 Million Dollar oder 13 Cent je Aktie. Am Mittwoch fielen die Papiere um bis zu 4,6 Prozent. Alcoa schürte die bestehenden Konjunktursorgen.

CHEVRON CORP. REGISTERED SHARES DL-,75

WKN
ISIN
US1667641005
Börse
FSE

-1,34 -1,19%
+110,36€
Chart von CHEVRON CORP. REGISTERED SHARES DL-,75
Chevron: Energiebranche unter Druck
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Chevron: Energiebranche unter Druck

An einem solchen Tag ist es auch sinnvoll, zunächst die weiteren Auswirkungen auf den US-Markt zu betrachten. Denn auch der Energiekonzern Chevron enttäuschte, und zwar mit einer Gewinnwarnung. Ein Minus von 4,2 Prozent machte das Papier zum größten S&P-Verlierer und drückte die gesamte Energiebranche. Analyst Richard Weeks von HighTower Advisors begründete die Entwicklung: "Wir haben bisher recht warnende Bilanzen und Ausblicke erlebt." Sie deuteten auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China und der Welt hin. Das werde die Viert-Quartals-Zahlen belasten, kündigte Investmentstratege William Delwiche an.

WALMART INC. REGISTERED SHARES DL -,10

WKN
ISIN
US9311421039
Börse
FSE

+0,12 +0,12%
+102,00€
Chart von WALMART INC. REGISTERED SHARES DL -,10
Wal-Mart: Aktie klettert auf Rekordhoch
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Wal-Mart: Aktie klettert auf Rekordhoch

Ein Unternehmen ließ sich von all dem nicht anstecken und zeigte die Widersprüchlichkeit der Marktsignale: Am Mittwoch kletterten die Aktien des Einzelhändlers Wal-Mart auf ein Rekordhoch. Die Titel des Weltmarktführers stiegen an der Wall Street um 3,5 Prozent. Der Metro-Konkurrent gab auf seiner Hauptversammlung bekannt, zuletzt vor allem bei Ratenkäufen gute Geschäfte gemacht zu haben. Außerdem zeigte sich der Branchenprimus zuversichtlich, dass sowohl die großen wie auch die kleinen Filialen künftig wachsen werden.

BARCLAYS PLC REGISTERED SHARES LS 0,25

WKN
ISIN
GB0031348658
Börse
FSE

-0,01 -0,57%
+1,70€
Chart von BARCLAYS PLC REGISTERED SHARES LS 0,25
Barclays: Basel III-Spekulationen treiben Bankaktien
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Barclays: Basel III-Spekulationen treiben Bankaktien

Und natürlich standen auch die Finanztitel wieder im Blickfeld der Investoren. Am Donnerstag haben Spekulationen auf Verzögerungen bei der Einführung strengerer Eigenkapital-Vorschriften (Basel III) den europäischen Banken Auftrieb gegeben. Die Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und den EU-Mitgliedstaaten über die Liquiditätsvorschriften sind ins Stocken geraten. Der europäische Branchenindex stieg um bis zu 2,1 Prozent. Zu den größten Gewinnern zählten die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland (RBS) mit Kursgewinnen von jeweils etwa 4,5 Prozent.

Commerzbank: Politik wirbelt Kurse durcheinander

WKN
ISIN
Börse

Chart von Commerzbank: Politik wirbelt Kurse durcheinander
Commerzbank: Politik wirbelt Kurse durcheinander
5 von 20

Commerzbank: Politik wirbelt Kurse durcheinander

Auch die deutschen Banktitel profitierten von den Marktgerüchten am Donnerstag. Commerzbank-Aktien zum Beispiel legten um 2,3 Prozent zu. Politische Einflüsse haben hingegen am Montag zu Abschlägen bei Bankaktien geführt. Die anhaltenden Sorgen um die Finanzstabilität einiger Euro-Staaten belasteten die Kurse. Besonders die Fragen, ob Spanien tatsächlich vollständig unter den Rettungsschirm schlüpfen werde und Griechenland weitere Hilfszahlungen bekomme, hingen wie ein Damoklesschwert über dem Markt, sagte ein Börsianer. Im Dax notierten Deutsche Bank und Commerzbank knapp zwei Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent tiefer.

National Bank of Greece

WKN
ISIN
GRS003013000
Börse
n. a.

Chart von National Bank of Greece
National Bank of Greece: Fusion beflügelt Bankensektor
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National Bank of Greece: Fusion beflügelt Bankensektor

Im europäischen Finanzsektor machte diese Woche auch die geplante Fusion der National Bank of Greece (NBG) mit der Eurobank von sich reden. Am Montag stiegen die Aktien der NBG zur Eröffnung um 17,7 Prozent. Eurobank-Titel legten ähnlich stark zu. Der griechische Bankenindex notierte 8,5 Prozent höher. Börsianer sehen in dem Deal den Auftakt zu einer Konsolidierung des griechischen Finanzsektors.

AIRBUS SE AANDELEN OP NAAM EO 1

WKN
ISIN
NL0000235190
Börse
FSE

+0,76 +0,58%
+132,00€
Chart von AIRBUS SE AANDELEN OP NAAM EO 1
EADS: Gescheiterte Fusion beflügelt Kurs
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EADS: Gescheiterte Fusion beflügelt Kurs

Anleger reagierten diese Woche erleichtert auf die Nachricht, die Fusionsgespräche Flugzeugkonzerns EADS mit dem britischen Unternehmen BAE seien gescheitert. Analyst Zafer Rüzgar von Independent Research hatte die Chancen für einen erfolgreichen Zusammenschluss beider Luftfahrt- und Rüstungskonzerne als gering eingeschätzt. Für EADS dürfte in den nächsten Wochen das operative Geschäft wieder in den Vordergrund rücken, schrieb der Aktienstratege in einer Studie.

Genau prüfen werden die Börsianer die Zahlen der Technologieriesen. Aus den Ergebnissen ließen sich womöglich gut Rückschlüsse auf Unternehmensausgaben insgesamt schließen, sagte John Carey von Pioneer Investment Management in Boston. „Und das wird uns einen Eindruck über die Erwartungen der Unternehmen geben.“

Dutzende weitere Firmen legen ihre Zahlen bis Freitag vor, darunter McDonald's oder Johnson & Johnson. Eine ganze Reihe der Konzerne müssten die Erwartungen übertreffen, damit der Markt überhaupt irgendwie gestützt werden könne, sagte Wayne Kaufman von John Thomas Financial in New York. Insbesondere sei es wichtig, dass die großen Banken gut abschneiden würden. „JPMorgan und Wells Fargo haben uns nicht den Schub gegeben, auf den wir gehofft hatten.“ Besonders werde jetzt auf die Citigroup geachtet. Sollte deren Gewinn schlechter als erwartet ausfallen, würde ihn das auch negativer stimmen, was die Konjunktur im Allgemeinen angehe, sagte Kaufman.

Zum Schluss der abgelaufenen Woche hatten Sorgen vor sinkenden Gewinnmargen der Banken die Wall Street belastet. JP Morgan hatte - gestützt auf das Geschäft mit Immobilienkrediten - seinen Gewinn im dritten Quartal zwar um ein Drittel gesteigert. Auch Wells Fargo verzeichnete einen höheren Profit. Für Börsianer war dies zunächst ein Lichtblick nach den enttäuschenden Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa und des Chipherstellers AMD. Im Handelsverlauf zeigten sich die Anleger allerdings von der Einnahmenentwicklung bei Wells Fargo enttäuscht - und stießen auch Aktien anderer Geldhäuser ab.

Die US-Börsen verbuchten die schwächste Woche der vergangenen vier Monate. Überraschend positive Konjunkturdaten konnten die Verluste am Freitag nur noch eingrenzen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel kaum verändert bei 13.328 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1428 Punkten, ein Abschlag von 0,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 3044 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Dow 2,1 Prozent, der S&P 2,2 Prozent und die Nasdaq 2,9 Prozent.

  • rtr
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