Wall Street: „Einfach furchtbar“ – Wall Street bricht im April Negativrekorde
Die Stimmung an der NYSE war in dieser Woche gedrückt.
Foto: APNew York. „Einfach furchtbar“ – so fassten die Analysten der Bank of America die Stimmung an der Wall Street zusammen. Denn egal wie man es dreht: An den Aktienmärkten gab es zuletzt nur negative Rekorde: Die Technologiebörse Nasdaq verlor im April 13,3 Prozent. Das ist der schlimmste Verlust seit Oktober 2008. Damals hatte der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers für ein Beben an den Märkten gesorgt. Amazon verlor am Freitag allein 14 Prozent, nachdem die Quartalszahlen die Anleger enttäuscht hatten. Das war der schlechteste Tag für den Online-Riesen seit 2006.
Der breiter gefasste S&P 500 verlor im April 8,8 Prozent, das war der schlechteste Monat seit Beginn der Pandemie vor gut zwei Jahren. Investoren stellen sich auf eine Phase höherer Zinsen ein und mit einer langsamer wachsenden Wirtschaft. Wie schmerzhaft dieser Wandel sein kann, wird nun zunehmend deutlich.
Am Freitag schlossen die wichtigen US-Aktienindizes erneut deutlich im Minus und beendeten somit eine ohnehin schlechte Woche mit schwachen Vorzeichen. Enttäuschende Quartalsberichte einiger Technologiekonzerne trübten am Freitag die zuletzt wieder aufgehellte Stimmung unter den Anlegern. Die Volatilität an den Börsen bleibe hoch, sagte Marktexperte Jim Reid von der Deutschen Bank. Er verwies unter anderem auf den zuletzt erstarkten US-Dollar und wieder anziehende Ölpreise als Ausdruck der zunehmenden Unsicherheit.