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Internationale Presseschau vom 9.9.2009 T-Mobile Orange: Lahm und Blind gesellt sich gern

Die internationale Wirtschaftspresse kommentiert das Joint Venture der Deutschen Telekom mit Orange in Großbritannien. Fortune analysiert die Lektionen aus dem Lehman-Niedergang. Dagens Industri fragt, ob Volvo schon bald in chinesischer Hand sei. Laut Sina will China die Schranken für ausländische Investoren senken. Fundstück: McDavid gegen McGoliath.
  • Maxim Kireev
Der börsentägliche Blick in die internationale Wirtschaftspresse.

Der börsentägliche Blick in die internationale Wirtschaftspresse.

Die Telekom könne mit den neuen Joint Venture seiner britischen Tochter einen Etappenerfolg bei der Bereinigung der schlimmsten Schwachstellen verbuchen, kommentiert die Börsen-Zeitung das Joint Venture von T-Mobile UK und der France-Telecom-Tochter Orange in Großbritannien. "Bei einer Lösung für T-Mobile UK drängte die Zeit, denn dort brannte es seit Jahresbeginn im buchstäblichen Sinne lichterloh", schreibt das Blatt. Die schwache Position als Nummer vier im Markt sei durch die Konjunkturkrise noch weiter untergraben worden. Die Sparte habe nicht allein Kunden und Umsätze verloren, sondern auch noch Cash verbrannt. Auch die Umstände für einen Verkauf hätten nicht gut ausgesehen, da ein attraktiver Preis praktisch nicht zu erzielen gewesen sei. "Die Konzernführung hat daher mit dem angekündigten Joint Venture mit der France-Telecom-Tochter Orange unter Zeitdruck eine Lösung gefunden, die für die Telekom zwar höhere Risiken birgt als ein simpler Verkauf, aber andererseits die Chance wahrt, in dem sehr umsatzstarken britischen Markt im Rahmen einer stärkeren Einheit zu profitieren, zumal wenn die Konjunktur wieder anzieht", fasst das Blatt zusammen.

Das Joint Venture berge ein großes Risiko, warnt indes die Financial Times Deutschland Dennoch sei der Schritt alternativlos. "Wenn ein Lahmer und ein Blinder sich zusammentun, dann kommen sie zwar endlich vorwärts, ein Sprinterteam wird daraus aber nicht", stichelt die Zeitung. Ein Joint Venture, an dem jeder Partner die Hälfte halte, sei unweigerlich schwerfällig. In der schnelllebigen High-Tech-Welt hätten Gemeinschaftsunternehmen daher einen Wettbewerbsnachteil. Ob das neue Unternehmen die hoch gesteckten Ziele erreichen könne, sei fraglich. "Auf sich allein gestellt, drohte T-Mobile UK jedoch immer mehr den Anschluss an die Marktführer Vodafone und O2 zu verlieren", meint das Blatt. Es liege nun am neuen Führungsteam des Joint-Ventures, die Chancen des Zusammenschlusses etwa bei der Kostensenkung zu nutzen.

Das Wall Street Journal taxiert den Marktanteil der deutsch-franzöischen Allianz auf dem britischen Mobilfunkmarkt auf 37 Prozent. Somit sei das Gemeinschaftsunternehmen der größte Anbieter auf der Insel. Falls die beiden Partner ihr Joint Venture richtig managten, könnten sie von Kosteneinsparungen und einer stärkeren Marktposition profitieren. Die Betonung liege dabei jedoch auf "falls". Es lauerten nämlich viele Gefahren, und die Konkurrenz von Vodafone & Co. werde jeden Ausrutscher des neuen Joint-Ventures ausnutzen. "Zum Beispiel müssen die beiden Partner die heikle Entscheidung treffen, unter welcher Marke sie sich positionieren", meint das Blatt. Hier könnten leicht Marktanteile an die Konkurrenz verloren gehen. Vom Erfolg der Kooperation hingen auch die Pläne der Deutschen Telekom ab, sich aus dem Großbritannien-Geschäft komplett zurückzuziehen.

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