Presseschau „EZB-Politik lässt Deutschland bluten“

Die Europäische Zentralbank könnte schon bald wieder am Staatsanleihenmarkt aktiv werden. Doch die Politik der EZB bleibt umstritten. Ihre Saat könnte besonders Deutschland schaden. Die Presseschau.
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Die Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Kritiker gehen mit der EZB hart ins Gericht. Quelle: dpa

Die Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Kritiker gehen mit der EZB hart ins Gericht.

(Foto: dpa)

Die Europäische Zentralbank könnte das erneut ins Visier der Märkte geratene Spanien aus der Schusslinie nehmen. Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré drohte spekulativen Anlegern damit, am Staatsanleihenmarkt wieder als Käufer aktiv zu werden, meldet das Handelsblatt.

Im Spiegel geht Wolfgang Münchau hart mit der EZB ins Gericht. Ihre Politik habe nur scheinbar die Bankenkrise gelöst. „In Wahrheit ist die Lage der europäischen Banken so schlimm wie nie. Und wie im Japan der neunziger Jahre haben die Regierungen keine Strategie, dieses Problem effektiv zu lösen.“ Die Liquiditätspolitik der EZB haben den Regierungen lediglich Zeit verschafft, „die Realität noch einmal drei Monate zu leugnen und das Problem auf die lange Bank zu schieben.“

In der Financial Times Deutschland warnt der Ökonom Daniel Gros (Centre for European Policy Studies) vor der „Dicken Bertha“ der EZB. Wegen der lockeren Geldpolitik lasteten schon heute enorme Kreditrisiken auf der EZB-Bilanz, die sie selbst kaum steuern könne. Sie könne nur hoffen, dass die Politik in Südeuropa Anpassungsmaßnahmen durchsetze, die den Empfängerbanken langfristiger Refinanzierungsoperationen ein Überleben ermöglichten.

Die Wirtschaftswoche meint, Deutschland stehe wegen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank vor einer Phase der Inflation. Diese werde Vermögen und Wohlstand schmälern. Fazit: „Deutschland wird viel bluten für den Euro.“

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31 Kommentare zu "Presseschau: „EZB-Politik lässt Deutschland bluten“"

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  • Und genau dieses Volk wählt die Dame immer wieder. Deutsche sind Masochisten.
    Allerdings ist das "Angebot" der Opposition zur Zeit auch nicht besser.

  • Euro wird mit Inflation entwertet, das ist die EINZIGE Methode und die Staaten zu entschulden.
    man hat langfristig nur eine Change:
    Geld in Aktien, Immobilien und Edelmetalle tauschen. Angeschmiert sind alle, die in eine private Rente eingezahlt haben. Staatsrente sollte kein Problem haben…., die wird später in EURO2 oder DM2 ausgezahlt….
    Inflation ist GEWUENSCHT bei künstlich niedrigem Zins, das sagt natürlich keiner, damit nicht alle ihr Geld in Gold umtauschen, was einen sofortigen Crash für den Euro hervorrufen würde…

  • Wolfgang Preiss
    sag ich doch auch immer. Merkel ist Honeckers späte Rache.
    Thomas Wiezorek warf in einem seiner Bücher eine Frage auf, über die mal nachzudenken sei:
    Was wäre Merkel, die stramme FDJ-Frau, denn heute, wenn die Mauer nicht gefallen wäre?
    Ja, richtig, sie wäre strammes führendes Mitglied im Politbüro
    Und genau so agiert sie doch auch. Wir, das Volk sind doch gar nicht vorhanden für sie

  • @Gandhi. Das ist die entscheidende Frage. Wie kommt man gegen dieses Politik- und Meinungskartell, bestehend aus allen Parteien, 99 % der Medien, einer Fülle von aus Staatgeldern finazierten Vasallen (Institut für....) und Profitanten (Funktionäre und Leistungsempfänger), an? Wahlboykott und ähnliche Mittel prallen an denen ab. Ihr Propagandapparat hält uns in dem Glauben, dass wir die absolute Minderheit sind. Gäbe es nicht die 1 % die "freien" Medien, würde ich das langsam selbst glauben. Ein Wachrütteln geht wohl nur über einen crash. Die Deutschen haben in ihrer Geschichte immer nur aus Katstrophen gelernt und so wird es wohl auch dieses Mal wieder sein.

  • Aber was können wir tun?
    Petitionsausschuß des dt. Bundestages "bombarbieren"?
    Ich will schon etwas unternehmen, bin "supergranantenstinksauer", aber was wirkt?

  • Ich will nichts dämonisieren, aber die Amis sind und bleiben höchstgefährlich und: haben überall ihre dreckigen Finger im Spiel!!! Unseren Politikern fehlt DER Durchblick, das Rückgrat uns zu schützen und die judikative Raf(f)inesse uns vor Draghi, Monti, Goldman & Sachs usw. zu schützen.
    by the way: wir waren immer Exportlastig, wir haben mit dem DM gut und sicher gelebt, wir brauchen nicht ganz Europa, der Weltmarkt (auch mit seinen Höhehn und Tiefen) gibt / gäbe für uns genug her!

  • Klaglos? Immer mehr Menschen beklagen diesen Zustand, das reicht aber nicht! Nur: Was können wir wirklich tun?? Was wirkt??

  • @keeper
    Die Summe der Target2-Forderungen und die Garantien an "notleidende" Euro-Staaten überschreiten inzwischen die Billion. Das kommt zum Treiben der EZB noch dazu.
    Beides kann man getrost als Verluste verbuchen.
    Das heißt, die deutschen verschenken Geld, bzw. gewähren Überziehungskredite in unvorstellbarer Höhe, damit die anderen bei uns einkaufen können.
    Was ist das für ein krankes Geschäftsmodell?
    Ich kann auch nicht zu Aldi gehen und sagen: Schenken Sie mir 100 Euro, damit ich bei Ihnen einkaufen kann.

  • Wäre interessant, diese Entwicklung von Konsumausgaben, Arbeitseinkommen und Export von 1960 an zu sehen, um zu erkennen, wie wir betrogen werden

  • Danke, Frau Merkel, Herr Schäuble und Konsorten.

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