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Presseschau Fällt das „Merkozy“-Tandem bald auseinander?

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Fundstück: Reiche Briten klauen gern

Eons großer Wurf

Dem deutschen Versorger Eon könnte in Brasilien der „große Wurf“ gelungen sein, berichtet die Börsen-Zeitung. Mit MPX habe Eon einen ambitionierten Partner gefunden, der sich auf dem schnell wachsenden Energiemarkt in Brasilien auskenne. Die dortige Wirtschaft wachse und brauche neue Kraftwerke – die Stromnachfrage steige mit 5 Prozent jährlich. Die Risiken scheinen recht begrenzt, da Eon keine Milliarden in die Hand nehme. Der Konzern wolle es zunächst mit einer Minderheitsbeteiligung und einem Joint Venture versuchen. In der Vergangenheit habe Eon bereits Milliarden wegen Fehlinvestitionen in Spanien abschreiben müssen. Auch hinter MPX stünden einige Fragezeichen, denn das Unternehmen hat nur wenige Megawatt bereits am Netz, dafür aber umso mehr Großprojekte. Laut Schätzungen könnten der deutsche Versorger bis zu vier Milliarden Euro in die neuen Baustellen investieren.

Ein Schattenkrieg im Iran

Die Süddeutsche Zeitung sieht nach einem Attentat auf einen iranischen Atomphysiker Hinweise auf einen Schattenkrieg zwischen westlichen Geheimdiensten und dem Teheraner Regime. Zwar gebe es keine konkreten Belege dafür, dass hinter dem Anschlag tatsächlich die USA oder Israel stecken, wie es im Iran heiße. „Was es aber durchaus gibt, sind plausible Argumente“, schreibt das Blatt. Es sei nicht das erste Attentat nach diesem Muster und gezielte Tötungen gehörten zum Arsenal vom Mossad, dem Geheimdienst Israels. Der ehemalige Mossad-Chef Meir Dagan mache keinen Hehl daraus, dass er Sabotage für Effektiver als einen Militärschlag gegen Irans Nuklearanlagen halte. Offenbar sollte die Tötung auch eine psychologische Wirkung erreichen, schließlich werde das Atomprogramm des Iran nicht durch den Verlust einzelner Wissenschaftler aufgehalten. „Es geht darum, Angst und Schrecken zu verbreiten“, meint die SZ.  Den Atomkonflikt mit dem Iran lösten solche Taten nicht.

Frankreich hat einen eigenen Steve Jobs
Der spektakuläre Einstieg des französischen Internetdienstanbieters Iliad in den Mobilmarkt inspiriert L‘Expansion, Parallelen zwischen Apple und Free, zwischen Steve Jobs und Xavier Niel zu sehen. Iliad habe bereits im Internetgeschäft der Konkurrenz geschadet, mit günstigen Breitband-Anschlüssen, nun wolle es mit „Free Mobile“ den Mobilmarkt in Frankreich aufmischen. Vieles bei Free erinnere an Apple: „Beide sind elitär: Apple hat teure Produkte, Free preiswerte, die Computerfreaks ansprechen. Beide plädieren für einfache Anwendungen. Und bei beiden rühren Innovationen aus der Überzeugung ihrer Chefs, und nicht aus Marktentwicklungen oder Erhebungen.“ Beide kommunizierten auch ähnlich, liebten das Spiel mit Gerüchten, um ihre Fangemeinde vor der Einführung eines neuen Produkts „anzuheizen“. In Frankreich könne schon längst nur etwas auf sich halten, wer Apple oder Free habe. „Und letztlich führen beide den Kampf Davids gegen Goliath: Apple kämpft gegen Microsoft, Free gegen Orange.“

Putins Korruptions-PR

Für russische Staatsunternehmen beginne das neue Jahr nervenraubend, schreibt die Zeitung Vedomosti. Grund sei wiederholt eine Korruptionskampagne, die die Regierung angeschoben habe. Die Staatsbetriebe hätten nur wenige Wochen Zeit, um umfangreiche Informationen über die Endbegünstigten ihrer Geschäftspartner zur Verfügung zu stellen. Neue Verträge dürften nur unterzeichnet werden, wenn die Partner ihre Eigentümerstruktur offenlegten. Hinzu müssten alle Top-Manager detaillierte Auskünfte über ihre Einkünfte und finanzielle Verpflichtungen Auskunft erteilen. Wenn die Rede nicht von Russland wäre, könnte man die Aktion als effektiven Schlag gegen die Korruption bezeichnen. Schließlich sei es gängige Praxis, dass mit Hilfe dubioser Off-Shore-Gesellschaften korrupte Manager unerkannt und staatliches Geld praktisch unkontrolliert bleiben können. Das Verbot von Verträgen mit zwielichtigen Partnern könnte die Situation zum Besseren wenden. Allerdings sehe das Ganze eher aus wie eine billige PR-Aktion vor der Wahl aus. Die Fristen seien einfach zu kurz, um die ganze Arbeit zu bewältigen. Außerdem gelte der Aufruf nicht für einige staatliche Giganten wie etwa den Ölkonzern Rosneft.

Fundstück: Warum Reiche im Supermarkt klauen

Napoleon nannte die Briten einst eine Nation der Ladenbesitzer. Offenbar sind wir jedoch eine Nation von Ladendieben, schreibt die britische Zeitung  The Guardian nach einem wiederholten Fall von „Promi-Diebstahl“ im Supermarkt. Es sei unklar, warum der Star-Koch Antony Worrall einfachen Krautsalat mitgehen lasse, während er gleichzeitig für etwa 200 britische Pfund Champagner kaufe. Der Mann ist ein Mysterium, wohl auch für sich selber. Seit er beim Klauen erwischt worden sei, habe er alle möglichen tiefsitzenden psychologischen Probleme als Grund angeführt. „Schade eigentlich, dass es in Großbritannien nicht die Anonymen Ladendiebe, wie in den USA gibt“, schreibt die Zeitung. Es gebe ganze Studien über die so genannten „Netten Frauen, die stehlen“. Viele von ihnen sind im mittleren Alter und versuchten sich einen zusätzlichen Nervenkitzel gegen die Midlife-Crisis zu verschaffen.

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