Presseschau vom 28.1.2008 Das Gespenst der Rezession

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Ist Middelhoff reif zum Abschuss?

Die » Welt glaubt, dass spätestens am Mittwoch die Entzauberung des „Kaufhaus-Königs“ Thomas Middelhoff beginnt. Dann werden die Arcandor-Zahlen für das Rumpfgeschäftsjahr 2007 bekannt gegeben, und die dürften im Umfeld der aktuellen Fakten kaum Hoffnung machen: Seit Oktober 2007 habe sich der Kurs des Unternehmens halbiert, 2,5 Milliarden Euro Anlegervermögen hätten sich in Luft aufgelöst. Der Verkauf von Neckermann ginge zudem schleppend voran. „Thomas Middelhoff [ist] eigentlich reif zum Abschuss.“ Doch solange die Großaktionäre, allen voran Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, zu ihm stünden, sitze „TM“ fest im Sattel.

China braucht ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum

» China Daily glaubt, dass die Welt angesichts der US-Wirtschaftskrise verstärkt auf China blickt – und Hoffnung daraus schöpft. „Die Erwartungen sind hoch, dass das starke Wachstum aufstrebender Ökonomien wie China helfen wird, die Weltwirtschaft anzukurbeln“, beobachtet das Blatt. Daher sei es für China besonders wichtig, auf ausgewogenes Wachstum zu setzen, auch wenn dies in manchen Bereichen Verlangsamung bedeuten könne. „Nur wenn China seine institutionellen und strukturellen Probleme wie überhöhte Investitionen und übermäßige Abhängigkeit vom Export in Angriff nimmt, wird die Wirtschaft eine Quelle nachhaltigen Wachstums für die Welt“, glaubt China Daily.

Schizophrener Blick auf Indien

Anlässlich des Besuchs von Nicolas Sarkozy in Neu-Delhi übt » Les Echos scharfe Kritik am französischen Umgang mit Indien. Die indische Kultur habe – dank Bollywoods – ihren Durchbruch erlebt, das Land sei als Informatikdienstleister weltweit führend, die Wirtschaft wachse jährlich um rund neun Prozent. „Doch die Franzosen verhalten sich schizophren: Die Linken verurteilen Armut und Ungleichheit, sprechen aber mit denen, die sich für die Ziele des Weltsozialforums einsetzen. Die Konservativen gieren dagegen nach Verträgen, nehmen den Indern aber noch immer Arcelor oder das Tata-Auto übel.“ Und an ein europäisches Projekt sei schon gar nicht zu denken. „Auf einem historischen Treffen haben der indische und der chinesische Premierminister ein Kommuniqué vereinbart, überschrieben mit ‚Eine gemeinsame Vision für das 21. Jahrhundert‘. Hat irgendwer in Paris schon bemerkt, dass darin die Worte ‚Frankreich‘ und ‚Europa‘ fehlen?“

Fundstück: Keine Lust auf Backen

Ein überaus schlüssiges Argument für die Selbstverwirklichung der Frau in Beruf oder Job liefert der » Sunday Telegraph: Bislang sei der traditionelle Fünf-Uhr-Tee in England ohne Kuchen oder Scones undenkbar gewesen, doch die Zeiten hätten sich geändert. Nach einer Studie des Office for National Statistics sei der Absatz von Mehl im Königreich deutlich zurückgegangen – und mit ihm die Verwendung desselben beim Backen in der heimischen Küche. Die Erklärung der Statistiker: Die wachsende Anzahl an arbeitenden Frauen. Dafür griffen die Familienmitglieder öfter zu einem Stück Obst als früher. Den arbeitenden Frauen sei Dank.

Für Handelsblatt.com zusammengestellt von » ecolot.de

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