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Presseschau Zeitenwende in Libyen eingeläutet

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Die libyschen Rebellen wollen Muammar Gaddafi hinter Gittern sehen. Quelle: Reuters

Die libyschen Rebellen wollen Muammar Gaddafi hinter Gittern sehen.

(Foto: Reuters)

Deutschland muss zur Verantwortung stehen In einem Artikel in der New York Times fordert der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown Deutschland auf, mehr Verantwortung beim EU-Krisenmanagement zu übernehmen. Außerdem kritisiert Brown das Zurückweisen jeglicher Schuld an den aktuellen Problemen seitens der Bundesrepublik. Dabei hätten die deutschen Banken den europäischen Krisenländer nicht nur kräftig Geld geliehen, sondern auch bei der Hypothekenkrise in den USA mitgemischt. „Wo auch immer es eine Party gab, stellten deutsche Banken die Drinks“. Natürlich könne keiner einen Wohlstandstransfer zwischen Deutschland und ärmeren Euro-Ländern fordern. Allerdings müsse Berlin überzeugt werden, dass die Krise nicht ohne Euro-Bonds, ohne eine stärkere fiskalische und monetäre Koordinierung sowie ohne eine stärkere Rolle der EZB überwunden werden könne. „Die Unfähigkeit Deutschlands, aus einer Position der Stärke zu agieren, gefährde nicht nur das eigene Land, sondern auch das europäische Projekt, an dem die Deutschen Jahrzehnte gearbeitet haben“, schreibt der Brite.

Hewlett Packards radikale Vernunft Die Ankündigung von Hewlett Packard, die Computerproduktion aufzugeben, sei zwar radikal und überraschend, jedoch gleichzeitig auch vernünftig, analysiert die Financial Times Deutschland. Ganz ohne Risiko sei die Entscheidung jedoch nicht, schließlich gehe es um einen Drittel des Umsatzes. Die PC-Fertigung sei die wohl wichtigste Sparte für HP, schließlich habe das Unternehmen noch vor IBM die ersten „Personal Computer“ im Angebot gehabt. „Die schönste Tradition nützt jedoch nichts, wenn die Rendite nicht stimmt“, meint die FTD. An Hardware verdienten mittlerweile nur noch asiatische Hersteller. Die Betreuung von Geschäftskunden sei zwar weniger aufregend als etwa die Produktion von Smartphones, dagegen aber renditestark. Deswegen habe auch IBM sein PC-Geschäft vor sieben Jahren aufgegeben. Die Konkurrenz, der sich HP nun stellen müsse, sei mit Oracle, IBM und SAP aber nicht weniger hart als im Hardware-Bereich.

Das PC-Geschäft sei wohl aus der Mode gekommen, mutmaßt die indische Wirtschaftszeitung Financial Express in Hinblick auf Hewlett-Packards angekündigten Ausstieg aus der margenschwachen Sparte. Für das Bestreben, das Unternehmen umzubauen, habe HP bereits einen hohen Preis bezahlt, indem es für mehr als elf Milliarden US-Dollar die britische Software-Firma Autonomy kaufte. Für einen wirklichen Umbau des Unternehmens sei mehr nötig, als den PC-Bereich auszugliedern oder Autonomy zu kaufen. Es sei auch nicht HPs erster Versuch, sich zu verändern, der schief gehe: Bereits 2010 habe Hewlett-Packard die Firma Palm für 1,2 Milliarden US-Dollar gekauft, um Apple auf dem Gebiet Smartphones und Tablets herauszufordern – nun steige Hewlett-Packard auch aus diesem Geschäftsbereich aus.

Russlands verlorener Sieg Die Zeitung Moskovskie Novosti erinnert sich an den Putschversuch der kommunistischen Hardliner gegen den Reformer Gorbatschow im August 1991. Vor 20 Jahren hätten die Reformer einen Sieg davongetragen. Damals hätten mehr als die Hälfte der Menschen in Umfragen das Ereignis als das wichtigste des Jahres bezeichnet. Heute sei der Putsch jedoch fast in Vergessenheit geraten. Die Ergebnisse des damaligen Sieges hätten die Leute kaum befriedigt, und die Fortsetzung der Reformen habe damals die wirtschaftliche Lage noch verschlimmert. Auch der Hauptheld der damaligen Ereignisse, Boris Jelzin, habe sich in den 90er Jahren vom beliebtesten Politiker und Hoffnungsträger zu einem Sündenbock gewandelt. Das Volk habe den eigenen Sieg über die Putschisten zum Hauptgrund für den Zusammenbruch der Sowjetunion erklärt.

Fundstück: Die ungewöhnlichen Methoden von Abercrombie & Fitch

Die Wirtschaftswoche berichtet vom erfolgreichen amerikanischen Modelabel Abercrombie and Fitch, das seinen Umsatz im zweiten Quartal 2011 um 23 Prozent habe steigern können. Der Erfolg der Amerikaner, die nun auch nach Deutschland expandieren wollen, beruhe dabei auf recht ungewöhnlichen Maßnahmen. So bezahlt das Unternehmen kurzerhand Menschen, damit sie keine Klamotten des Labels tragen, weil dies eventuell schädlich für das Image der Marke sein könnte. So geschehen mit einem Darsteller der MTV-Reality-Show „Jersey Shore“, Michael Sorrentino. „Schließlich soll die Marke vor allem weiße College-Studenten von Elite-Universitäten ansprechen. Und das vor allem mit perfekten Körpern.“, schreibt die Wiwo.

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  • Maxim Kireev
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4 Kommentare zu "Presseschau: Zeitenwende in Libyen eingeläutet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wusstet ihr, dass Gaddafi eine Goldwährung für Afrika einführen wollte??? ( Weg vom Dollar )

    Ist das der wahre Grund für seine Entmachtung???

    Warum berichten die privaten Konzernmedien nicht darüber???

    Wem gehören eigentlich weltweit die Medien AGs???

    Wer die Information kontrolliert, kontrolliert alles!!!

    Wer die Grundursache unserer Probleme verstehen will sollte unser Schuldzinsgeldsystem analysieren.

    Wie entsteht Geld?

    Schaffen die Banken Schuldgeld aus dem nichts??

    Hat der Staat den Geschäftsbanken das Monopol der Geldschöpfung erteilt?

    Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn Banken Geld aus dem nichts schöpfen können?

    Gehört die Welt ( Medienkonzerne, Energiekonzerne, Lebensmittelkonzerne, Pharmakonzerne, etc. ) den Banken?

    Welches Problem entsteht, wenn die Geldmenge verzinst wird und es keine neuen Schuldner gibt die die Zinsen zahlen?

    Ist die weltweite Verschuldung Systembedingt?

    Ist unser Zinsgeldsystem die Ursache für die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich?

    Werden wir vom Staat und den Banken ausgebeutet?


    Wer wissen will in was für einer manipulierten Scheinwelt wir leben, sollte folgende Seite besuchen:

    www.steuerboykott.org

    Hier etwas zur Gaddafi und seiner geplanten Goldwährung:

    http://www.dokus4.me/index.php/2011/05/26/mouammar-al-gaddafi-das-lybische-paradox/

  • Auf Deutsch gesagt, "mir kommt gerade die Kotze hoch!"
    Habe den Artikel in der Welt noch nichtgelesen, aber Deutschlands Engagement in Libyen ist und wird falsch sein.

    Wie kann eine Zeitung so offensichtlich die Tatsachen verdrehen und die Leute Glauben diesen Unsinn?

    In fast keinem Afrikanischen Land ging es der Bevölkerung so gut wie in Libyen. Sollte es wirklich so sein, dass die Bevölkerung jetzt feiert, dann haben sie genau dass verdient was jetzt kommen wird. Mc Donalds für alle und die Rohstoffe des Landes gehen in die USA und an sonstige Kriegstreiberländer.

    Nach spätestens 10 Jahren ist das Land dann ausgelutscht, die Bevölkerung vom schlechten Essen krank und nicht mehr in der Lage selbstständig zu denken. Dazu noch hoffnungslos verschuldet bei den Banken.

    Das nennt sich dann Demokratisieren von unzivilisierten.

    Geschichte wiederholt sich…

    Verdammt, wacht endlich auf und seht genau hin, was Sie mit euch machen…

    Navjo Indianisch - Akita´mani´yo

  • Glückwunsch Herr Obama,

    der von Ihnen (CIA) eingefädelte Deal über Wikileads hat den nächsten diktator zu Fall gebracht. Glückwunsch auch, dass sie die GI's dieses mal heraus gehalten haben. Jedenfalls vor den Augen der Öffentlichkeit.

    Vietman darf sich für die USA nicht wiederholen.
    Im Iraq war die U.S. armee schon etwas geschickter
    Aber mit Tunesien, Ägypten und nun auch Lybien haben Sie wirklich professionelle arbeit geleistet.


    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Syrien.

  • Glückliches Lybisches Volk.Da wird man neidisch.
    Ist hier auch fällig,um dieser Hydra hier mal ein paar tausend Köpfe abzuschlagen.

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