Sentix Marktradar „Das Jahreshoch liegt noch vor uns“

An den Börsen geht es aufwärts. Doch Partylaune oder gar Euphorie macht sich unter Anlegern noch nicht breit. Gut so, sagt ein Experte. Ein gewisses Maß an Skepsis ist wichtig - wenn die Kurse weiter steigen sollen.
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Hoch hinaus: Die Börsenrally geht in ihre Endphase. Quelle: dpa

Hoch hinaus: Die Börsenrally geht in ihre Endphase.

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DüsseldorfDer Dax bricht einen Rekord nach dem anderen. Die Marke von 8.500 Punkten ist nicht mehr weit. Doch mit jedem Punkt, den der Index zulegt, nimmt auch die Fallhöhe zu. Wie lange geht es noch weiter nach oben - bevor der Absturz kommt? Anleger können zunächst einmal beruhigt sein: Noch ist es nicht so weit. Eine wichtige Zutat für den Crash fehlt noch.

„Die heimischen Aktienmärkte setzen ihre Rekordjagd fort. Aber wir verzeichnen mehr ungläubiges Staunen als echte Jubelstimmung“, sagt Manfred Hübner, Geschäftsführer von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

Bisher war die Rally an den Börsen eine exklusive Veranstaltung. In der ersten Phase haben vor allem risikofreudige Investoren gekauft, zum Beispiel Hedge Fonds. Dem folgten weitere Profis wie Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter, zuletzt auch vorsichtigere Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen. Nur die Privatanleger schauten lange zu. Erst seit der Dax über 8.000 Punkte geklettert ist und in der Folge ein neues Allzeithoch erreicht hat, geben sie ihre Skepsis auf, allerdings nur sehr zögerlich.

„Die Party bleibt im Anlegerlager umstritten. Das ist positiv!“, sagt Hübner. Das zeigen nicht nur die Sentix-Daten, das weiß Hübner auch aus eigner Erfahrung. Er sei in letzter Zeit häufig von Bekannten gefragt worden, was denn an der Börse los sei - und zwar nicht, weil die Leute die besten Anlagetipps haben wollten, sondern weil sie der Rally nicht trauten.

Für den Marktforscher ist das ein gutes Zeichen. Denn ein gewisses Maß an Skepsis ist gesund für die Börsen. Die Logik dahinter: Wenn sich alle bereits mit Aktien eingedeckt haben, ist keiner mehr da, der noch kauft. Herrscht dagegen Skepsis, gibt es immer noch Anleger, die noch nicht gekauft haben.

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7 Kommentare zu "Sentix Marktradar: „Das Jahreshoch liegt noch vor uns“"

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  • Vom bereinigten Allzeit-Hoch ohne fälschlicher Weise eingerechneter Dividende sind wir noch meilenweit entfernt.
    Lesen Sie mal:
    http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/aktienmarkt-der-dax-rekord-der-keiner-ist_H1097111313_61946/

  • Helikopter-Ben dreht morgen den Geldhahn ab und dann sehen wir bald das Jahrestief.

  • Is doch logisch,der DAX war vorher 8470 Punkte wert,eine halbe h später 50 Punkte weniger und dann wieder 30 Punkte mehr.rechne die relative Änderung mal in MRD. um.is doch logisch.vor allem wieder der gleichschritt an den US-Markt macht den DAX so individuell

  • Pessimisten haben die Schlagzeilen, Optimisten die Gewinne.
    Pessimisten haben fühlen sich bestätigt wenns runter geht, aber immer noch keine Gewinne. Macht aber nix.

  • Diese Überschrift hätte auch gepasst:

    „Das Jahrestief liegt noch vor uns“

  • Das ist alles nur noch krank und hat mit Sachwerten NICHTS zu tun....

  • und in welcher Reihenfolge gehen die "Anleger" wieder raus?Zuerst die Hedgefonds,die auf kaum Gegenwehr treffen, da bspw. 1Mio.Aktien auf eine Gegenwehr von 100 Stück treffen.Wenn die Privaten als letztes rausgehen, sammeln die Hedgefonds wieder ein

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