Sentix Marktradar „Das sind Kaufkurse“

Die Stimmung der Börsianer ist auf dem Nullpunkt. Doch das ist gut so, meinen Experten und sehen sogar Kaufkurse. Neue Höchststände bei deutschen Aktien seien in Sicht. Spannend wird es am Goldmarkt.
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Die Dax-Kurve: Der Sentix Marktradar lässt auf neue Höchstkurse hoffen. Quelle: dpa

Die Dax-Kurve: Der Sentix Marktradar lässt auf neue Höchstkurse hoffen.

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DüsseldorfNach seinem Absturz um gut 250 Punkte kommt der Dax nicht mehr in die Gänge. Es fehlt an Impulsen, die Standardwerte schwanken seitwärts. Börsianer frustriert das zusehends. „Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt“, sagt Patrick Hussy, von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer. „Die Laune der Anleger ist noch schlechter als in der vergangenen Woche“, ergänzt der Experte.

Überrascht hat ihn das nicht. Schließlich sei es unnatürlich, wenn die Kurse zurückgehen oder gar abstürzen würden, die Laune der Anleger sich aber nicht verschlechtere.

Ganz so düster ist die Stimmung eigentlich auch gar nicht: „Wir sind bei Null, aber nicht darunter“, so Hussy. Übersetzt heißt das, Angst können die Sentix-Experten noch nicht messen, abgekühlt hat sich die Stimmung aber merklich.

Doch das ist kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil. „Es ist viel heiße Luft aus dem Markt entwichen und das war auch nötig“, so Hussy. „Weil aber die mittelfristigen Erwartungen der Anleger nach wie vor gut seien, sehen wir sogar Potenzial für einen weiteren Dax-Anstieg.“ Was wir derzeit sehen, seien also Kaufkurse.

Einen kleinen Wermutstropfen sehen die Experten allerdings. Die Befragungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die institutionellen Anleger bereits kräftig investiert haben.

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19 Kommentare zu "Sentix Marktradar: „Das sind Kaufkurse“"

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  • Die systematische Inflationierung die zur Zeit betrieben wird, nennt man auch "financial Repression". Dafuer muss man sich aber bei Draghi, Bernanke und Co bedanken und im weiteren Schluss bei den Politikern der Industrienationen, die Jahrzehntelang Schulden angehaeuft haben, die nur noch durch Inflationierung abgetragen werden.

    Was ist denn die Alternative zur Vermoegensbesteuerung durch Inflationierung? Dem kleinen Mann sein Einkommen kuerzen? Wohl kaum. Eine effizientere (EU-) Politik? Utopie bei der derzeitigen Bailout-Mentalitaet.

    @Heidi - statt sich ueber meinen Vorschlag der KORREKTEN Besteuerung von Dividenden zu beschweren, sollten Sie lieber mal hinterfragen, wem die Greenspan/Bernanke/Draghi-Politik nutzt und ob man vielleicht lieber doch mal eine reinigende Rezession in Kauf nehmen sollte.

    Ich bin uebrigens auch fuer eine Erbschaftssteuer >50%. Und stellen Sie sich vor, ich arbeite im Finanzsektor in London... uppps...

  • Der Performance Index wird exakt auf 0 notieren wenn alle Aktien auf 0 fallen. Da gibt es keinen "faulen Zauber". Der Performance Index ist so konstruiert dass Dividendenausschuettungen direkt reinvestiert werden. Faellt der Index auf 0 (rein hypothetisch) ist das Geld futsch.

    Fuer den institutionellen Investor ist die Unterscheidung zwischen Kurs- und Performanceindex vollkommen irrelevant, da ein kontinuerlich gerollter Kursindex automatisch einen Performanceindex abbildet.

    Aber ich sollte lieber kein Wissen verbreiten - gibt ja lauter Experten hier... ;)

  • Oh je, da werden aber viele Sachbestaende miteinander vermischt. Grundsaetzlich ist alles Geld (oder besser der Geldfluss) "besteuert", da Geld im Kreise fliesst: vom Unternehmen zum Arbeitnehmer/Aktionaer und schliesslich als Konsum wieder zum Unternehmen. Die Frage ist also WO man besteuert.

    Das Unternehmen zahlt Koerperschaftssteuer weil es die INFRASTRUKTUR des Landes nutzt. Der Arbeitnehmer aus aehnlichen Gruenden. Und der Aktionaer will doppelt absahnen und keine Koerperschaftssteuer zahlen? Obwohl das Unternehmen nur Gewinne DANK der Infrastruktur machen konnte? JA, SUPER!

    Oder am Besten weniger Steuern zahlen (25%) als der Arbeitnehmer, obwohl er NICHTS geleistet hat? Sorry, in dem Sinne denke ich, dass diesen Zockern das Handwerk gelegt gehoert und nicht den Baenkern.

    @Esistwieesist: 25-29% ist der Cap, deswegen heisst es _Abgeltungs_steuer (siehe Wikipedia). Wenn Sie Kapitalertraege mit ihrem persoenlichen Steuersatz besteuern ist das Ehrenhaft, aber nicht notwendig.

    PS: Ich habe auch genuegend Aktien im Depot und bin nicht arm. Man sich trotzdem nicht von persoenlicher Raffgier blenden lassen und Gesamtzusammenhaenge verstehen.

  • @MikeMaurice

    Nein, ich gehe von folgendem Thema aus (ist zwar eher graue Theorie, aber denken wir mal trotzdem): Sie kaufen sich ein Depot zusammen, dass den DAX exakt abbildet, also die 30 Werte entsprechend ihrer Gewichtung. Nun gehen alle Unternehmen Konkurs, Aktienkurs 0. Ihr Depotwert ist 0, obwohl der DAX immer noch irgendwo um 1.600 Punkte steht....
    Deshalb sind Performance-Indizes für mich fauler Zauber.

  • @Hardy67 - Ihre Bemerkung "Er hat mit dem DAX halt auch die Dividenden seiner Vorgänger bezahlt" zielt scheinbar auf einen hypothetischen Investor in einem DAX Performance Index basierten ETF ab. Solche ETFs zahlen keine Dividende aus. Handelt es sich um replizierende (nicht synthetische) ETFs, so werden die Dividenden thesaurierend in den Erwerb weiterer DAX Aktien investiert. Der Erwerber der ETF Anteile erhält also einfach MEHR DAX Aktien als dies bei Replizierung des Kursindex der Fall wäre. Ihm entstehen also keinerlei Nachteile in Form einer von Ihnen implizierten kompensatorischen Zusatzzahlung für seit Auflage des ETF angefallene Dividenden.

  • Manchmal glaubt man echt, sind die Leute so dumm? Wer glaubt, dass nach den 25% Abzug auf den Restgewinn keine Einkommensteuer mehr anfällt, der steht eh schon halb im Knast und weiss es nur noch nicht. Der 25% Abzug ist nur die Abschöpfung am Umschichten...

  • @Parkettesel_Ffm - Ein Performance Index eignet sich leider nicht zur Beurteilung der relativen Höhe von Aktienkursen, insbesondere nicht, wenn dieser Kursvergleich über viele Jahre erfolgen soll ("All Time High"), da die ausgezahlten Dividenden für eine konstante Aufwärtsbewegung des Performance Index sorgen. Sie arbeiten sozusagen bei Ihrer Analyse mit einem Graphen, dessen Nullinie sich konstant verschiebt. Bei solch fundamentalen Fehlern werden Sie nie Erfolg am Aktienmarkt haben.

  • @Parketthengst_Ffm

    Nicht aufregen ;-) MM ist halt voll investiert und sucht Gründe, warum der Markt weiter läuft. Er hat mit dem DAX halt auch die Dividenden seiner Vorgänger bezahlt. Ein Performance-Index ist halt Mist....

  • @MikeMaurice
    Keiner redet hier vom Dax-Kursindex sondern außschließlich vom Performance Index an den auch der FDax gekoppelt ist sie Klugsch... Und jetzt feiern sie weiter - Helau!

  • Ja, das Problem nominal vs real kommt auch noch hinzu. Kalkuliert man die Inflation mit geringen 2% p.a. ein, so wäre ein All-Time-High bei DAX KURSINDEX(!) 7800 erreicht. Aktuell stehen wir bei 4100.

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