Sentix Marktradar Das Vertrauen in den Euro sinkt

Der Euro leidet deutlich unter der neu aufflammenden Krise. Investoren trauen der Gemeinschaftswährung derzeit nicht viel zu und rechnen wieder stärker mit dem Ausstieg eines Landes aus der Euro-Zone.
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Eine verbogene zypriotischen Euro-Münze Quelle: dpa

Eine verbogene zypriotischen Euro-Münze

(Foto: dpa)

Die Euro-Krise ist zurück, doch an den Aktienmärkten scheint das Drama um Zypern spurlos vorbeizuziehen. „Die Grundüberzeugung der Anleger hat durch das Ringen um die Zypern-Rettung keinen Schaden genommen“, sagt Manfred Hübner von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

Die europäische Einheitswährung hingegen leidet deutlich unter der neu aufflammenden Euro-Skepsis. „Die Italien-Wahl und das Zypern-Debakel haben einigen Schaden angerichtet“, sagt der Sentix-Experte. „Die mittelfristigen Erwartungen der Anleger sind stark gefallen.“

Durch die neuerlichen Rettungsdiskussionen ist die Gemeinschaftswährung angeschlagen, Investoren sind eher bereit, Positionen abzubauen. Sollte der Euro unter die Marke von 1,29 US-Dollar rutschen, wird es brenzlig. „Das wäre ein wichtiger technischer Katalysator, die Talfahrt wäre programmiert“, so Hübner.

Noch zum Jahreswechsel waren die Investoren pro Euro gestimmt. „Diese Zuversicht ist völlig verflogen“, analysiert der Sentix-Experte. Das liege aber nicht nur am Euro selbst, sondern auch daran, dass der US-Dollar deutlich positiver bewertet werde. „Zwar ist US-Haushaltsstreit noch nicht gelöst, die Konjunkturaussichten sind aber gut, die Wirtschaftsdynamik hat positiv überrascht – die Stimmung dreht also auch pro Dollar und nicht nur contra Euro.“

Auseinanderbrechen ja, Domino-Effekt nein
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25 Kommentare zu "Sentix Marktradar: Das Vertrauen in den Euro sinkt"

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  • Dominoeffekt
    ----------------
    Der Dominoeffekt ist doch schon längst mit den Insol-
    venzverschleppungen von Griechenland - Irland - Portugal -
    Zypern eingetreten und wird sich mit Spanien - Italien -
    Frankreich - Belgien fortsetzen.
    Wer glaubt denn noch im Ernst, daß allein ein Rettungs-
    schirm, der an die zwei Billionen herankommt, von der
    BRD, dem höchstverschuldeten Land in dieser EUdSSR,
    noch zu stemmen ist?

  • Ein bischen egoistisch darf man vielleicht sein.

    Wenn der Euro auf Dollar-Parität gehen würde, wo er vielleicht sogar hingehört, würde das unserem Export helfen und uns Goldjungs.

    Dann hätten wir mit 30% Wertzuwachs endlich mal wieder einen fairen Goldpreis.

  • Nur mal so eine Frage. Wie viele Laternen gibt es in Berlin und was ist der größte zentrale Platz, auf dem ein großes Gerüst aufgebaut werden könnte?

  • die Deutschen sind nicht die Bösen. Das hat Napoleon Bonaparte genau so gesehen. Zitat Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Zwiespalt brauche ich unter ihnen nicht zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie scheues Wild hinein.Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde Und darum sind die Deutschen immer noch so treuherzig dämlich, sich heute noch die Köpfe gegenseitig, zumindest mit Worten, einzuschlagen, denn sie vertrauen ihrem mit Vorurteilen und Fälschungen geprägten Verstand mehr, als ihrer Intuition und ihrem Herzen, letzte lügen nie..

    Daher im September die AfD wählen und die Euro-Fanatiker in die Realität zurück holen.

  • Seit Ausbuch der Krise 2008 gibt es für die Politik in Europa kein anderes Thema mehr, als Rettungsschirme, Hilfspakete etc. Dauernd Krisentreffen und Tagungen. Alleine was diese Treffen und Verhandlungen Geld kosten. Dazu wieder die Vorträge und Abstimmungen in den nationalen Parlamenten (bei über 600 Abgeordneten nur in Deutschland). Dann muss später wieder alles rechtlich einwandfrei in Verträge geschreiben werden. Oft werden die Verträge dann wieder aufgeweicht, nachverhandelt. etc.
    Früher wurde im betreffenden Land die Währung abgewertet und es mussten nicht dauernd Regierungschefs tagen, sich die Finanzminister im Euroraum fast wöchentlich treffen.
    Ein Riesenaufwand, deswegen haben Poltiker in Europa nur noch den Eurowahnsinn als Thema. Und beschämend ist, dass man für eine Währung jeden Tag neue Lügen verbreiten muss seitens der Politiker. Die Lügen, die Herr Schäuble schon verbreitet hat, würden nahezu ein Buch füllen. Da muss man sich fragen. Der Zweck heiligt wohl alle Mittel. Es ist beschämend, wie alle Politiker wegen der Eurorettung lügen, verniedlichen, vertuschen, lügen und betrügen. Das sind ja tolle Vorbilder. Wie soll man Kinder und junge Leute zu anständigen Menschen erziehen, wenn Politiker so ein verlogenes Leben vorleben. Eine Schande ist das !! Zeigt ein Politiker Gewissen ob der Lügen - nein. Das sagt schon alles über deren Charakter ! Man kann sich nur voller Ekel abwenden vor solchen Menschen. Kein Gewissen, keinen Anstand !!!

  • Ich frage mich, sind die Einlagen bei den zyprischen Banken überhaupt noch da?
    Vielleicht auch schon verzockt??

  • @stopdeneuro

    Gute Vorschläge. Würde das HB aber solche Überschriften wählen, würde Mutti unverzüglich eine Panzerdivision in die Stuben der HB-Redakteure schicken.

    Insofern sollte man trotz allem ein wenig Verständnis für die Wortwahl der Redakteure haben. Sie haben es in diesen Zeiten auch nicht leicht....

  • Freut mich, dass es noch einen Verteidiger des Euro hier im Forum gibt.

    Nur Ihre Wörter sind alle zu sehr positiv gegenüber dem Euro belegt.

    Wie wäre es mit: Euro-Versenkung, Euro-Staatssozialismus, Euro-Spaltung, Euro-Wahnsinn, Euro-Krieg, Euro-Elend, etc.

    Hört sich doch so an, wie die Situation ist und beschönigen, ich meine belügen, brauchen wir uns hier nicht mehr! Oder?

  • Ein Vertrauen in den Euro hat nie existiert und
    wird es auch niemals geben. So wird man ebenso
    elegant aus dieser Schrottwährung mit Hilfe der
    AfD aussteigen, wie man unter den falschen Ver-
    sprechungen von Politikern, die irrationale euro-
    päische Vorstellungen über jede wirtschaftliche
    Vernunft gestellt haben, irrtümlich in diesen
    Euro eingestiegen ist!

  • ......Vertrauen? Dieses Wort ist nicht in Verbindung mit dem Euro zu bringen. Es ist völlig absurd von Vertrauen zu sprechen. Zustand ist die richtige Bezeichnung. Und die besagt, daß diese Währung ungeliebt ist. Gerade wir Deutschen hatten die DM, die nach dem Dollar die Ersatzwährung in der Welt war. Möchte nur daran erinnern. So, und dann wird uns diese Währung übergestülpt, ohne, wie wir jetzt wissen, die Voraussetzungen geschaffen zu haben. Und so wie es jetzt aussieht, kriegen wir diesen Klotz ---Euro--- nicht mehr vom Bein. Wir schleppen sie vermutlich ein Leben lang mit uns herum. Was ist zu tun? Alle Anstrengungen werden vermutlich vergebens sein. Selbst wenn AFD mit absoluter Mehrheit gewinnen würde, würden wir die Pallastrevolution in Europa und der Welt nicht überstehen. Wir könnten nicht mehr vor die Haustüre treten. Bei unseren Nachbarn würde jeder Deutsche der unser Land verlassen würde, verurteilt, eingesperrt, entführt und umgebracht werden. Also Resignation, ja.

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