Sentix Marktradar Dax-Erholung verwirrt Anleger

Ist die Korrektur vorbei und der Dax setzt zur nächsten Rally an? Keine leichte Frage und die meisten Anleger scheinen auch keine klare Meinung zu haben. Sie sind verwirrt und zögern. Doch das kann sich schnell ändern.
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Kurstafel an der Frankfurter Börse: Steht der Dax vor dem Ausbruch nach oben? Quelle: AFP

Kurstafel an der Frankfurter Börse: Steht der Dax vor dem Ausbruch nach oben?

(Foto: AFP)

DüsseldorfAngst und Gier sind die entscheidenden Emotionen an der Börse. Doch aktuell sind die Anleger emotionslos. „Schlimmer noch, sie verstehen die Kapitalmärkte nicht mehr, sind irritiert und stellen sich erstmal neutral“, sagt Manfred Hübner von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich 3500 Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer. Dass die Aktienkurse in der abgelaufenen Woche zu einem Konter ansetzten und der Dax fast die wichtige Marke von 6.880 Punkten geknackt hat, passt nicht zum aktuellen Wirtschaftsbild der Anleger: Hoher Ölpreis, Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung in China, die noch immer schwelende Schuldenkrise – eigentlich keine positiven Nachrichten für Aktienkurse.

Entsprechend verhalten ist die Stimmung der Investoren. Für die Sentix-Experten heißt das: keine klaren Signale. „Irritation und Neutralität sind leider keine Indikatoren, die auf eine Wende am Markt hindeuten“, sagt der Sentix-Experte. Erst wenn die Anleger wieder eine klare Meinung haben, sind das Hinweise auf steigende oder fallende Kurse.

Vor allem das sogenannte kurzfristige Sentiment ist spannend, es wird antizyklisch bewertet. Ist die Stimmung sehr gut, sind die Anleger also gierig, ist mit einer Korrektur zu rechnen. Regiert die Angst an den Märkten, ist das ein Zeichen für eine baldige Kurserholung. Derzeit schlägt das kurzfristige Sentiment kaum aus, liegt aber nach den Kurserholungen der vergangenen Woche leicht im positiven Bereich, „ein weiteres Indiz für die prinzipielle Zurückhaltung der Anleger“, so Hübner.

Impulse erhofft er sich von der Charttechnik. „Der Dax kämpft derzeit mit zwei entscheidenden Marken“, sagt der Experte. Nach unten muss die 6.600 halten, sonst droht Ungemach. Diese Marke hat der Dax zwar in den vergangenen Tagen ganz kurz unterschritten, sie aber ein Tag später wieder zurückerobert. Ein gutes Zeichen. Jetzt rückt die obere Begrenzung in den Fokus. „Wenn der Dax über 6.880 Punkte steigt, ist die Konsolidierung beendet“, sagt Hübner. „Dann dürften Anleger wieder zugreifen.“

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9 Kommentare zu "Sentix Marktradar: Dax-Erholung verwirrt Anleger"

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  • Verwirrt sind in erster Linie 2 Gruppen:

    1. die Herrschaften von Sentix, die schon im Dezember den
    naechsten Crash vorausgesagt haben und erst am 16.April
    wieder von einer Baerenmarktrallye getraeumt haben..
    2. der liebe Dirk Mueller der im Keller Kartoffeln hortet
    und nach dem Siemensegebnis die naechste Rezession
    sieht..

    der Rest:
    weiss dass wir uns in einer Seitwaertsbewegung befinden, solange die 200 Tage Linie nicht unterschritten und
    einige Barrieren ueber 7000 nicht ueberschritten sind..
    So.. jetzt bin ich kein studierter Analytiker sondern nur
    Zeitungsleser, und wundere mich ueber manchen Chaoten in der Investmentszene und wie die ihr Geld verdienen weil ihnen die Journalisten hinterherrennen...

  • Verwirrt? Bin ich nicht sonderlich :-)
    Wir hatten im Dezember noch 5700, nach im November 5400, aber auch 6200 im Dezember. Nach einfacher Rechnung haben wir also eine hohe Volatilität von mindestens 500 Punkten up and down.
    Der eigentliche DAX Stand, der wirklich zählt ist der vom Mai letzten Jahres bei ca. 7500. Und da geht es einfach wieder hin, weil dieser ganze schlechte Nachrichten Quatsch ist durch keinerlei Unternehmenszahlen untermauert. Es gibt keine Gewinneinbrüche in derartiger Höhe, dass man 2000 Punkte verliert. Ergo: per massiver Marktmanipulation wurde versucht die Eurozone zu knacken. Da hat jemand viel Geld verloren, wer unten verkauft hat auch.

  • Dax-Erholung verwirrt Anleger?

    Dax-Erholung verwirrt eher die Handelsblatt-Redakteure, die diese Verwirrung an dafür empfängliche arme Leser weitergeben.

  • @Rapid
    das haben Sie vollkommen richtig erkannt! Diesen Märkten habe ich meinen heutigen Status, siehe Nickname, zu verdanken. Bin übrigens 49.
    P.s. die ganzen Gurus und Analysten habe ich dazu auch nicht gebraucht.
    Wer's drauf hat spekuliert mit eigenem Geld. Der Theoretiker wird Analyst bzw. Fondmanager!

  • Ach was Aktien, der richtige Geldberg, das sind die Devisen und Devisenmärkte, da wird richtig Geld verdient
    und damit sollte man sich beschäftigen.

  • Mit System Lotto spielen, damit verdienen auch viele gutes Geld. Die Verlierer versuchen es jede Woche neu, sie glauben einfach daran. Religion war bei jedem Krieg dabei :)

  • Steigt der Dax, fällt er, vielleicht steigt er doch oder bewegt er sich seitwärts.
    Schon beeindruckend, mit was Analysten jeden Tag ganze Seiten füllen, dabei eigentlich nichts sagen und gutes Geld damit verdienen.
    Der Anleger, der sich selbst nichts zutraut zahlt viel Geld für Börsenbriefe, die ihm ein gutes Gefühl gebe, ihm aber nicht wirklich helfen.
    Mich würde mal interessieren, ob all die gut bezahlten Analysten und Herausgeber von Börsenbriefen selbst an der Börse investiert sind.
    Ihr Geld scheinen sie damit jedenfalls nicht zu verdienen!

  • Sehe ich auch so!

    Die Pappnasen haben NULL Ahnung.

    Ist aber eigentlich auch seitdem es Aktien gibt nix neues!
    Wäre es anders, wären se alle reich und bräuchten nicht mehr die hochbezahlten Schamanen und Knochenwerfer auf dem Parkett mimen.

    Im Nachhinein hat man im Übrigen schon immer alles gewusst! Und bei den vielen Deppen dieser Branche ist schon statistisch immer einer dabei, der alles vorausgesagt hat. Der ist dann man auch gleich der Größte. Der wird dann gleich der Vostand im Dorf der Ahnunglosen, sprich Professor mit Anwartschaft für noble Preise.

    Die akademische Lehre der Wirtschaftswissenschaften kannste doch inne Tonne kloppen. Leicht verschämt hört man das sogar manchmal: "Wirtschaft ist hauptsächlich Psychologie". In Bierseliger Runde im Stiudentenviertel hörtse den kurzen Lichblick nicht selten, bevor er nach akademischen Würden möglichst tief im Keller versteckt wird.

    Um so grösser ist das Ego dieser Selbstberäucherungs und Selbstbedienungskaste am System.
    Das verhält sich reziprok zum Wissen. Da wird eben die wenige vorhandene Substanz bis zum Maximum aufgeblasen. Kann schon sein, dass das dann mal platzt. Lehmann Brothers lassen da grüßen.

    Alter Sponti Spruch:
    Wer nix wird, wird Wirt oder geht zum Bund.

    Stand der Dinge wäre heute eher:
    Wer nix wird, wird Wirt bei DSDS oder lernt Wirtschaftswissenschaften.

    Alaf und Helau ihr Pappnasen!

  • Ich könnte mich schlapp lachen über diese Fabulieren über den Blick in die Glaskugel,mehr ist hinter den Börsenanalysen meist nicht.Und mit sowas füllt man täglich die Seiten.
    Erwachsene Menschen nehmen sich entsetzlich ernst und tun doch nicht mehr als zu würfeln.

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