Sentix Marktradar Gefährliche Sorglosigkeit an den Märkten

Die Euro-Krise ist zurück. Mit dem Gerangel um das Rettungspaket für Zypern rückt sie wieder in den Fokus der Anleger. Trotzdem ist die Stimmung an den Märkten noch immer sehr gut – und das ist gefährlich.
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Bulle und Bär vor der Kurstafel an der Frankfurter Börse Quelle: dpa

Bulle und Bär vor der Kurstafel an der Frankfurter Börse

(Foto: dpa)

DüsseldorfEuro-Krise hin, Zypern-Rettung her, so leicht lassen die Börsianer sich derzeit nicht die Laune verderben. Das lässt sich an den Kurstafeln der großen Marktplätze ablesen. Viele Indizes notieren noch immer nahe ihrer Rekordhochs. „Diese Sorglosigkeit ist nicht ungefährlich“, sagt Patrick Hussy von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

Auch wenn die Stimmung in der vergangenen Woche einen kleinen Dämpfer bekommen hat, sind die Anleger mit Blick auf die kommenden Wochen sehr optimistisch für deutsche Aktien gestimmt.

Die mittelfristigen Markterwartungen sind allerdings gefallen. Ein Warnsignal für den Experten: „Mit drei Rücksetzern in Folge ist eine Serie entstanden, die wir ernst nehmen müssen“, sagt Hussy. Damit steige die Bereitschaft, Gewinne mitzunehmen weiter an. „Auffällig ist die Dissonanz zur Kursentwicklung“, ergänzt er.

Pünktlich zum Future-Verfall gab es eine Zäsur:. „Der Future-Verfall hatte es schon immer in sich. Der Aktienmarkt wird spätestens zur Wochenmitte in die nächste Konsolidierungsrunde geschickt“, ist Hussy überzeugt. Einen kleinen Vorgeschmack darauf bekamen Anleger schon zum Wochenauftakt, also nach der Sentix-Umfrage.

Besonders Bankwerte geraten im Zuge der Euro-Krise immer wieder ins Visier der Anleger. Die Stimmung schwankt extrem, wie der Sentix Marktradar zeigt. Noch im Januar herrscht Jubelstimmung bei den befragten Investoren. Es folgten gleich zwei empfindliche Dämpfer. Während Sentix die Gefühlslage mit Blick auf den Gesamtmarkt wöchentlich abfragt, wird das Branchen-Sentiment nur monatlich erhoben.

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5 Kommentare zu "Sentix Marktradar: Gefährliche Sorglosigkeit an den Märkten"

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  • Die USA sind pleite, Japan ist pleite, da bleibt nicht mehr viel. Der Index der Mongolei sieht mir ein bisschen wackelig aus. Wo legen Sie denn jetzt Ihr Geld an, mal unter uns?

  • Die Märkte können gar nicht sorglos sein, weil der Markt der Ort des Geschehen ist!
    Wenn jemand sorglos ist, dann sind das die Marktteilnehmer. Diese Marktteilnehmer können ALLE sein. Der Bürger, der Staat, Institutionen usw.usw. Zusammenfassend kann man sagen, das die Teilnehmer am Markt wir Menschen sind!
    Bitte richtig formulieren in Zukunft! Danke!

  • Die Rundfunkgebühr in Deutschland ist höher als die benötigten Milliarden in Zypern. Also Ball flachhalten.

  • Keine Angst, das Armageddon wird kommen - totsicher!!!
    Die komplette EU ist Megapleite, ein Sinn in der Gemeinschaft ist absolut nicht mehr vorhanden - es wird zerfallen ,noch in diesem Jahr. Die Eurogegnerparteien werden die neuen regierungen stellen und alles kippen!

  • Die Märkte müssen volatil sein. Dann lässt sich am einfachsten und schnellsten Geld verdienen. Immer schön panisch rauf und runter, so wie in den letzten Jahren. Dann verdienen alle: Trader, Banken und Börsenbetreiber. Dumm nur, das ein Großteil der Märkte das Spiel nun langsam kennt und sich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen lässt. "Da geht doch noch was," meint die Presse und versucht weiter Panik zu verbreiten. Immer schön rauf und runter, rauf und runter...Niemand kann ununterbrochen Angst und Panik empfingen, ein Gewöhnungseffekt tritt ein..

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