Sentix Marktradar Goldpreissturz lässt Schnäppchenjäger kalt

So billig war Gold schon lange nicht mehr. Trotzdem lassen Anleger lieber die Finger davon. Das dürfte vorerst auch so bleiben, glauben Marktexperten. Der Aktienmarkt ist von der Skepsis kaum betroffen - noch.
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Goldpreis lässt Anleger noch kalt. Quelle: dpa

Goldpreis lässt Anleger noch kalt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Preis für eine Feinunze Gold ist am Montag zwischenzeitlich unter 1.400 Dollar gerutscht. Trotzdem sind Anleger noch nicht zum Kaufen motiviert. Und daran dürfte sich vorerst auch nichts ändern. Es gibt kein Signal für eine schnelle Wiederbelebung, so die Analyse der Marktexperten von Sentix.

„Trotz des niedrigen Preisniveaus zeichnet sich keine gesteigerte Kaufbereitschaft bei den Anlegern ab“, sagt Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

Schon am Freitag war der Goldpreis in wenigen Stunden um 4,3 Prozent eingebrochen. In die aktuelle Befragung ging dies teilweise auch schon ein. „Für die Wertung der Umfrageergebnisse spielt das allerdings gar keine große Rolle, denn die Entwicklung der vergangenen Woche lässt bereits die gleichen Schlussfolgerungen zu“, erklärt Hussy.

Seit vergangenem Freitag ist der Goldpreis um zehn Prozent gefallen. Das ist der größte Kursrutsch seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Der Markt rätselt indessen über den Auslöser. Ursache für den Absturz könnten unter anderem Nachrichten aus Zypern sein. Das Land könnte sich zur Deckung seines erhöhten Geldbedarfs von einem Teil seiner Goldreserven trennen.

Das wäre eine neue Strategie, denn zuletzt hatten die Notenbanken ihre Goldbestände stets aufgestockt. Die zyprische Notenbank verwaltet laut Angaben des World Gold Council Goldbestände im Umfang von 13,9 Tonnen. Ein weiterer Grund könnte die leicht gestärkte US-Konjunktur sein, die Anlegern Hoffnung auf ein Ende der Finanzkrise macht.

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7 Kommentare zu "Sentix Marktradar: Goldpreissturz lässt Schnäppchenjäger kalt"

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  • Gähn. Doch Gold kann man essen (Lebensmittelzusatzstoff E175). Gähn, ja Baumwolle hält warm wenn man es verbrennt. Gähn, ja Baumwolle schmeckt besch* im Gegensatz zu Gold hat aber mehr Nährwert. Mann wie oft denn noch

  • Gold kann man nicht essen. Es hält einen auch nicht warm.
    Es hat nur einen subjektiven Wert. Man braucht es nicht zum leben.

  • Das Big Money möchte jetzt von Aktien in Gold umschichten, deswegen werden Aktien medienwirksam bejubelt und Gold plattgeredet. Wer sieht, WER das Gold plattredet, weiß auch schon, WER demnächst Gold kauft. Das Spiel ist so simpel, aber es funktioniert offenbar immer wieder. Gold ist immer noch ein Kauf, und zwar genau so lange, wie das Gelddrucken der einzige Lösungsansatz unserer "Notbanker" ist. Big Money scheint jetzt auf Gold zu setzen, da gehe ich doch lieber mit.

  • Sorry HB aber das ist auch wieder nur falsch! Die Geschäfte sind voll mit Käufern. Aber das Papier wollen sie nicht sondern nur echtes Metall!

  • Mal wieder Anti-Gold Propaganda..... lächerlich.
    Nur dumme Menschen glauben das....
    Ein Beispiel :
    Westgold von einer Kaufwelle überrannt: Tagesbericht

    Die Edelmetallhandelsfirma Westgold (www.westgold.de) wird am Freitag und über das Wochenende von einer Kaufwelle überrannt. Die Zahl der Kaufaufträge liegt um etwa 500 % über dem Durchschnitt der letzten Monate.

  • Schnäppchenjäger werden Goldpreis nicht signifikant bewegen zu können. Diese Kraft besaßen nur Wenige, darunter Notenbanken. Inzwischen verfügen viele Notenbanken nicht mehr über die Fähigkeit zum wirksamen intervenieren. Einigen steht das Wasser soweit am Halse, dass eher mit weiteren Notverkäufen zu rechnen ist. Betroffen wird dadurch wohl am härtesten der Dollar; er könnte zur "Leitwährung auf Abruf" werden. Fakt ist, dass dessen Hüter außerstande sind, das volkswirtschaftlich verheerende Fiat-Money-Image mittels Rückbesinnung auf die Stabilität zu überwinden, die durch Breton-Wood leichtfertig und folgenreich preisgegeben worden war. So werden sie nun ohnmächtige Zuschauer sein, wenn der Goldpreis weiter fällt und dem strategischen Wettbewerb faktisch in den Schoß fällt. Die gebotene Rückbesinnung auf die Stabilität vor Breton-Wood ist unfinanzierbar. So wird man - gegen bessere Grundüberzeugungen - die Bedeutung vollständiger oder teilweiser Golddeckung herunter reden müssen, obwohl sich dadurch die Kaufgelegenheiten für die Konkurrenz noch weiter verbessern werden. Diese potenten Interessenten werden ihre Währung auf diesem Wege zukunftsfähig machen. Erster Gewinner könnte der Yuan sein. Sollte ein strategisches Interesse hinter dem jüngsten Goldpreisverfall stehen, so könnte der Zeitpunkt nicht besser gewählt worden sein.

  • Das passiert in den nächsten Tagen auch mit Aktien. Die Fed fängt an die Geldmenge vom Markt zu nehmen. Der Aktiencrash naht.

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