Sentix Marktradar Neues Jahreshoch in Sicht

Die Zweifel der Anleger weichen. Die  Stimmung wird immer besser. Damit ist der Weg frei für einen Angriff auf das bisherige Jahreshoch, sind die Experten des Analysehauses Sentix überzeugt.
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Die Kurstafel an der Frankfurter Börse Quelle: dpa

Die Kurstafel an der Frankfurter Börse

(Foto: dpa)

DüsseldorfGut fünf Prozent hat der Dax in der vergangenen Woche zugelegt. Die Kursgewinne haben – wenig verwunderlich – auch die Laune der Börsianer beflügelt. Abzulesen ist das im aktuellen Sentix Marktradar. „Die Zweifel weichen, die mittelfristigen Erwartungen der Anleger werden wieder besser“, sagt Patrick Hussy von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 3.500 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

Doch nicht nur die Kursgewinne sorgen für gute Laune. Rückenwind gab es zum Wochenausklang zudem vom ifo-Index. Das Konjunkturbarometer war deutlich besser als erwartet ausgefallen. Auch das scheint den Anlegern Mut zu machen, denn die Gefahr einer neuen Rezession wird damit deutlich geringer. Was viele Analysten beim ifo positiv überraschte, zeichnete sich in den Sentix Konjunkturindizes bereits seit September mit einem deutlichen Anstieg ab.

Die Grundstimmung ist so gut, dass sogar neue Jahreshochs in Sicht sind. „Wir erwarten, dass es einen weiteren Anlauf gibt“, sagt Hussy. „Das ist aber kein Selbstläufer. Der Dax muss sich in den kommenden Tagen bei 7300 / 7350 Punkten halten, sonst wird es kurzfristig nichts mit dem Ausbruch.“ Halten die deutschen Standardwerte dieses Niveau, könnte die seit September andauernde Konsolidierung endlich abgeschlossen werden.

Eigentlich hatten die Experten zur Vorwoche mit einem finalen Rücksetzer gerechnet. „Das wäre das ideale Signal für ein Ende der Konsolidierung und ein gutes Fundament für einen Ausbruch nach oben gewesen“, erklärt der Experte. Den extremer Pessimismus und ein kurzer, aber heftiger Kursrutsch sind die perfekten Indikatoren für das Ende einer Konsolidierung und nachhaltig steigende Kurse. „Angst gab es zwar, aber die Panik hatte gefehlt“, so Hussy. Die Märkte sind dem perfekten Konsolidierungs-Muster also dieses mal nicht gefolgt. Ein Grund zur Sorge ist das nicht. „Wir sind weiterhin optimistisch“, so Hussy. „Wir befinden uns in einem Aufwärtszyklus.“

Wer seinem Rat aus der vergangenen Woche gefolgt ist und bereits einige Positionen aufgebaut hat, kann sich bereits über Gewinne freuen. Allerdings zeigt die Sentix-Umfrage auch, dass es eher die Institutionellen sind, die derzeit kaufen. Die Privaten Anleger halten sich noch zurück. Wie so oft steigen sie erst sehr spät ein. Nämlich dann, wenn die größten Kursgewinne bereits eingefahren sind.

Die Sentix GmbH ist der führende Anbieter von Stimmungsindikatoren und Sentimentanalysen in Europa. Mehr als 3.500 Investoren beteiligen sich wöchentlich an den Umfragen, die einen umfassenden und zeitnahen Einblick in die Psychologie der Börse gewährt. Das sentix Marktradar durchleuchtet Woche für Woche, welche Sentimententwicklungen für die Märkte relevant sind. Erfahren Sie mehr unter: www.sentix.de

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6 Kommentare zu "Sentix Marktradar: Neues Jahreshoch in Sicht"

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  • "Wann`s"? "Ob`s"? Leiden Sie an Accentgravitis?

  • Ach noch was, Traumtänzer.

    Vor etwa 3 Monaten hatte ich an dieser Stelle schon mal gepostet, daß ich (vorsichtshalber) bei 7.400 Punkten rausgegangen bin - für mich war der Range 7.400 - 7.600 erst mal Limit.

    Inwieweit das Gap zu etwa 8.100 noch geschlossen werden kann, bleibt auch abzuwarten. Dann ist spätestens Ende der Fahnenstange.....

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Das neue Jahreshoch ist doch nur noch eine Frage des wann`s, und nicht mehr des ob`s. Und sei es auch erst im Januar oder Februar 2013 als Nachbrenner der Jahresendrally soweit.

  • meine absolute Zustimmung!!

    Liebes HB, warum schütteln Sie nicht endlich mal den "Chronischer Optimismus aufgrund reiner Laune-Mache"-Pilz ab und lassen die unfundierten Never-Ending-Kurs-Hochpush-und-aufbausch-Parolen einfach bleiben.

    Wenn ich dafür nen Job beim HB bekomme, fage ich mich (ironischerweise) warum ich überhaupt Wirtschaftsingenieurswesen studieren... (*zwinker, zwinker*)


    Was passieren kann, wenn das Blatt nicht Quali-Journalismus betreibt, kann an der FTD abgelesen werden...

  • Es vergeht tatsächlich kein Tag, an dem man nicht versucht auch noch die letzten Voll-Deppen in den Untergang zu treiben.

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