Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kündigung Vor- und Nachteile einer Freistellung

Immer wieder kommt es vor, dass Angestellte mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden und freigestellt werden. Für den Mitarbeiter hat das Vorgehen sowohl Vor- als auch Nachteile.
Kommentieren

Leider kommt es immer wieder vor, dass Führungskräfte mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben enthoben und freigestellt werden. Das sendet ein denkbar schlechtes Signal an alle Mitarbeiter und Kunden. Jeder stellt sich sofort die Frage, ob der Kollege etwas „ausgefressen“ hat.

Die Ausbreitung solcher Gerüchte lässt sich kaum effektiv eindämmen, daher sollte dem Angebot des Arbeitgebers auf Freistellung mit Vorsicht begegnet werden. Eine Freistellung hat weitere negative Folgen: Die Führungskraft wird von den Kommunikationswegen des Unternehmens abgeschnitten, er erfährt nicht mehr, was in seiner Abteilung geschieht und hat keinen Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten.

Diese Daten könnten im Falle eines Streits mit dem Arbeitgeber aber relevant werden, etwa wenn die Führungskraft sich gegen ungerechtfertigte Vorwürfe wehren will oder wenn die Stelle des Freigestellten neu besetzt wird. Anfangs freunden sich viele Führungskräfte mit der neu gewonnenen Freizeit schnell an, doch spätestens nach einigen Wochen setzt ein ungutes Gefühl ein, dass man auf das Abstellgleis geschoben wurde.

Es gibt auch Unternehmen, die ihre Führungskräfte von heute auf morgen freistellen und einfach abwarten, wie die Führungskraft reagiert. Wer zu lange wartet, hat schlechte Chancen, sich bei seiner gerichtlich durchgesetzten Rückkehr auch wirklich im alten Job wiederzufinden.

Im Rahmen einer Aufhebungsvereinbarung ist es dagegen üblich, die restliche Vertragslaufzeit mit einer Freistellung zu besiegeln. Die Führungskraft hat so genügend Zeit, sich einen neuen Job zu suchen und das Unternehmen kann die Stelle schnell neu besetzen, ohne sie bis zum Ende der Kündigungsfrist mit einer „lame duck“ weiter besetzen zu müssen.

Allerdings gilt grundsätzlich auch während der Freistellung ein Wettbewerbsverbot, so dass die Aufnahme einer neuen Tätigkeit grundsätzlich erst nach Ablauf des Arbeitsvertrages und nicht bereits während der Freistellung möglich ist.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Vorzeitige Beendigung des Arbeitsvertrags
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Kündigung - Vor- und Nachteile einer Freistellung

0 Kommentare zu "Kündigung: Vor- und Nachteile einer Freistellung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote