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Studierende bei der Abschlussfeier

Um in Deutschland zu studieren, brauchen Nicht-EU-Bürger ein Sperrkonto.

(Foto: AFP)

Sperrkonto Fintiba hilft Studierenden aus dem Ausland bei der Kontoeröffnung

Wer aus dem außer-europäischen Ausland kommt und in Deutschland studieren möchte, braucht ein Sperrkonto. Das Fintech Fintiba kann bei der Kontoeröffnung aushelfen.
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Frankfurt Ein Büro in der siebten Etage: Skylineblick, Dachterrasse, unmittelbare Nähe zum Frankfurter Hauptbahnhof. Der junge Mann am Empfang stammt aus dem Irak.

Ein paar Meter weiter sitzt eine Gruppe junger Leute an Computer-Arbeitsplätzen. Sie sprechen Chinesisch, Russisch und Indisch. Jonas Marggraf wirkt hier als Deutscher fast schon etwas fehl am Platz, doch er ist einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens Fintiba.

An der Wand hängt eine große Weltkarte mit vielen bunten Fähnchen. Sie zeigt: Die junge Firma Fintiba, die seit zwei Jahren am Markt ist, hat schon Kunden aus rund 170 Ländern. Das Geschäftsmodell zielt auf Menschen aus Nicht-EU-Staaten, die zum Studieren oder als Au-pair nach Deutschland kommen.

Um ein Visum und eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, benötigen sie ein sogenanntes Sperrkonto. Für jeden Monat ihres Aufenthalts müssen sie darauf vorab den maximalen Bafög-Satz einzahlen.

Für ein Jahr sind das zwischen 8 000 und 9 000 Euro. In Deutschland angekommen, wird ihnen das Geld in Monatsraten ausgezahlt, sodass sie davon ihren Lebensunterhalt finanzieren können.

Früher bot vor allem die Deutsche Bank solche Konten an. Beim größten deutschen Geldhaus ist die Kontoeröffnung aber kompliziert: Die ausgefüllten Kontoeröffnungsunterlagen müssen die Studierenden von einer deutschen Botschaft oder einem Konsulat beglaubigen lassen und dann per Post an die Bank schicken. Bei Fintiba läuft der Prozess nun komplett digital ab.

Da das Start-up keine eigene Banklizenz hat, darf es selbst keine Konten führen und arbeitet deshalb mit der Hamburger Privatbank Sutor Bank zusammen. „Über unsere App werden die Studenten von der Kontoeröffnung bis zum Aufsetzen ihrer Auszahlungen Schritt für Schritt begleitet“, sagt Marggraf.

Alle notwendigen Unterlagen werden an die Bank weitergeleitet. Zur Identitätsprüfung der Kunden sei noch ein weiterer Dienstleister zwischengeschaltet. Das Konto soll innerhalb eines Tages eröffnet werden – bei der traditionellen Bank kann das schon mal mehrere Wochen dauern.

Die Kunden zahlen dafür einmalig 89 Euro und monatlich 4,90 Euro. „In den ersten beiden Jahren konnte Fintiba jeweils eine fünfstellige Zahl an Kunden gewinnen“, erzählt Marggraf.

Auch Versicherungen – zum Beispiel eine Kranken- und eine Mietkautionsversicherung – vermittelt das Start-up bereits und bekommt dafür Provision von Versicherern.

Das Angebot soll weiter ausgebaut werden. „Wir möchten unsere Kunden auf dem gesamten Weg zum Studium und bei ihrer weiteren Karriere unterstützen“, sagt der Jungunternehmer.

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