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Berufsunfähigkeitsschutz Geldspritze für arbeitsunfähige Arbeitnehmer

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Wann sich ein Wechsel des Anbieters lohnt
Maschinenbauer bei der Arbeit: Bei Berufsunfähigkeit hilft der Staat so gut wie gar nicht. Quelle: dpa

Maschinenbauer bei der Arbeit: Bei Berufsunfähigkeit hilft der Staat so gut wie gar nicht.

(Foto: dpa)

Ein Wechsel macht nur Sinn, wenn sich bei ansonsten gleichen Bedingungen eine Beitragsersparnis ergibt. Das ist durchaus möglich, allerdings wird bei einem Wechsel des Anbieters der Gesundheitszustand erneut überprüft. Zudem richtet sich die Höhe der Beiträge auch nach dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers. Zwischenzeitlich eingetretene Erkrankungen erschweren den Wechsel zu besseren Konditionen. In einem solchen Fall kann es zu hohen Risikozuschlägen, dem Ausschluss von Krankheiten oder gar zu einer Ablehnung kommen. Die Kündigung der alten Police sollte auf jeden Fall erst dann erfolgen, wenn die Aufnahmeerklärung der neuen vorliegt. Andernfalls laufen Versicherte Gefahr, keinen Versicherungsschutz mehr zu haben.

Was mache ich, wenn die Police zu teuer ist oder der Versicherer mich ablehnt?

Ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung durch eine Vorerkrankung ausgeschlossen, bleiben als Alternative noch andere Versicherungsarten. Allerdings können sie die Risiken nicht so umfassend abdecken wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Bei der Dread-Disease-Versicherung werden vor dem Versicherungsbeginn Krankheiten wie zum Beispiel Krebs oder Schlaganfall definiert. Treten diese Krankheiten ein, zahlt die Versicherung einen eimaligen Geldbetrag – unabhängig von einer eventuellen Genesung. Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn der Versicherte überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben kann. Wer teilweise berufsunfähig ist, bekommt kein Geld.

Eine weitere Alternative ist die Grundfähigkeitenversicherung. Hier wird eine monatliche Rente bezahlt, wenn zum Beispiel eine Erblindung eingetreten ist. Als Alternative zur Berufsunfähigkeitspolice wird oft die Unfallversicherung genannt. Allerdings sind Unfälle nur in zehn Prozent der Fälle die Ursache einer Berufsunfähigkeit. 

Wie kann ich kündigen?

Gekündigt werden kann jeweils zum Ende des Versicherungsjahres. Bei Ratenzahlung ist auch eine Kündigung zum Ende jedes Zahlungsabschnitts möglich – allerdings erst nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Bei einer Zusatzversicherung, wenn also der Vertrag beispielsweise an eine Risikolebenspolice gekoppelt ist, ist die Zusatzpolice an den Hauptvertrag gebunden. Beide Verträge können nur gemeinsam beitragsfrei gestellt werden. Eine separate Kündigung ist im Prinzip möglich, aber in der Regel nicht mehr in den letzten fünf Jahren vor Vertragsablauf.

Eine Kündigung sollte in jedem Fall gut überlegt sein. Zum einen werden die bereits bezahlten Beiträge meist nicht erstattet. Zum anderen ist der Abschluss einer neuen Berufsunfähigkeitspolice in der Regel teurer, weil sich die Beiträge auch nach dem Eintrittsalter richten. Zudem muss eine erneute Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Und ab einem gewissen Alter und bei chronischen Krankheiten besteht die Gefahr, dass Versicherer Anträge ablehnen.

Versicherte achten daher auf einen nahtlosen Übergang. Wer beispielsweise die alte Versicherung fristgerecht kündigt und die neue Police nicht rechtzeitig abschließt, steht unter Umständen ohne Versicherungsschutz da.

Wer einen Versicherungsvertrag kündigen will, sollte dies grundsätzlich schriftlich tun. Und zum Nachweis, dass das Kündigungsschreiben auch fristgemäß bei der Versicherungsgesellschaft eingegangen ist, empfiehlt sich gerade bei drohendem Fristablauf die Versendung per Einschreiben mit Rückschein.

Welche Pflichten der Versicherte hat
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1 Kommentar zu "Berufsunfähigkeitsschutz: Geldspritze für arbeitsunfähige Arbeitnehmer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Na, da wird sich der gut versicherte Maurer aber freuen, dass er sich im Falle eines Falles keinen Bürojob suchen muß. Hmmm... welcher Versicherungskonzern versichert noch gleich Maurer, Dachdecker usw. fair und günstig? Ok, ok, man soll sich ja schon nach der Lehre versichern... mit Deckungssumme 500 EUR wie ein Großteil der Privatvorsorger - hehehe, würde mir als Staat auch gut gefallen, spart im Falle des Falles sogar noch den Hartzer-Satz.

    Übrigens, daß gesetzlicherseits nur noch 32 v.H. vom letzten Brutto zu erwarten sind, ist KEIN vom Himmel gefallenes Naturereignis. Sondern hat seinen hausgemachten Grund: Gell, die Herren Schröder, Maschi-"Das wird eine Goldgrube"-Maschmeyer, und "Ich-verdiene-sechsstellige-Vortragshonorare-pro-Jahr-von-der-Versicherungsindustrie"-Riester? Letzteres ist übrigens KEINE nachgelagterte Korruption, merkt euch das, ihr neidischen linken Privatisierungsverweigerer!

    Viiiielen Dank! Und Grüße an alle Maurer da draußen, viel Spaß beim Privatvorsorgen!

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