Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Aldi Süd Nehmt unser Bargeld!

Aldi-Süd-Kunden können sich künftig den Gang zum Geldautomaten sparen: Beim Discounter kann man jetzt Bargeld abheben. Damit ist Kette zwar nicht Vorreiter, aber für Banken könnte das Angebot Nebenwirkungen haben.
Update: 15.12.2016 - 10:26 Uhr 2 Kommentare
Ab sofort bekommt man nicht bloß Lebensmittel beim Discounter. Quelle: dpa
Einkaufswagen von Aldi

Ab sofort bekommt man nicht bloß Lebensmittel beim Discounter.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWer in einer der gut 1.860 Aldi-Süd-Filialen einkauft, kann dort ab sofort auch seinen Bargeldbestand auffüllen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, können sich Kunden mit ihrer Girokarte an der Kasse Bargeld auszahlen lassen. Dabei werden ihnen keine Gebühren berechnet – überdies akzeptiert der Discounter die Bankkarten aller Banken.

Einzige Voraussetzung: Der Einkauf muss mindestens 20 Euro betragen, und pro Einkauf können maximal 200 Euro zusätzlich zum Einkaufsbetrag ausgezahlt werden. Wie bei einem Geldautomaten müssen Kunden die Auszahlung durch die Eingabe ihrer persönlichen Geheimzahl (PIN) autorisieren. Kreditkarten bleiben von der Bargeldauszahlung ausgenommen.

Das Unternehmen sieht den Schritt offenbar als Instrument der Kundenbindung: Wer bei Aldi einkaufe, solle durch den neuen Service vor allem Zeit sparen können. „Vor diesem Hintergrund ist bei uns die Entscheidung gefallen, die Bargeldauszahlung einzuführen. Das Angebot passt zu unserem Einfach-Prinzip“, erklärt Martin Lange, Leiter der Nationalen IT bei Aldi Süd.

Der Handelskonzern ist zwar nicht der erste, der seinen Kunden diesen Service bietet. Doch mit seinem riesigen Filialnetz könnte der Discounter zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zu so mancher Bank werden. Denn gerade Sparkassen und Volksbanken werben mit ihrem dichten Geldautomatennetz. Wenn Bargeld an mehr Stellen verfügbar wird, könnte Kunden dazu bringen, andere Banken ohne oder mit kleinerem Geldautomaten-Netz attraktiver zu finden.

Kunden mit Konto bei einer Bank der Cash Group (u.a. Deutsche Bank, Commerzbank) etwa können bundesweit an 9.000 Automaten gebührenfrei Geld abheben. Und wer sich als Kunde der Sparda-Bank oder der Santander Bank kostenfrei mit Bargeld versorgen will, kann in ganz Deutschland gerade einmal 2.900 Cash-Group-Automaten nutzen. Die Sparkassen bieten mit 24.000 Auszahlungsmaschinen ein deutlich dichteres Netz.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
1 von 10

Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

(Foto: Imago)
Platz 9: Rossmann
2 von 10

Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

(Foto: dapd)
Platz 8 : dm
3 von 10

Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

(Foto: dpa)
Platz 7: Tengelmann
4 von 10

2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

(Foto: ap)
Platz 6: Lekkerland
5 von 10

Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
6 von 10

Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

(Foto: dpa)
Platz 4: Aldi
7 von 10

Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

(Foto: dpa)

Neben Aldi Süd bietet seit Längerem die Rewe-Gruppe Kunden den gebührenfreien Bargeldservice. In Rewe- und Penny-Märkten, aber auch beim Edeka-Discounter Netto und der kleineren Supermarktkette Famila bekommen Kunden gebührenfrei Bargeld ausgezahlt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

2 Kommentare zu "Aldi Süd: Nehmt unser Bargeld!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Aldi-Süd-Kunden können sich künftig den Gang zum Geldautomaten sparen: Beim Discounter kann man jetzt Bargeld abheben."

    Für die Kunden ist das auf jeden Fall superpraktisch. Und für die Discounter, deren wichtigste Überlegung immer noch lautet: "Wie kriege ich die Leute in den Laden?" natürlich auch.

    Dass andere Teilnehmer am Wirtschaftsleben - allen voran die Banken - von diesem Angebot weniger begeistert sind, kann man sich schon denken.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Serviceangebote