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Altersvorsorge Studie stellt Mängel beim geplanten Renten-Portal fest

Mit einem Klick ins neue Portal soll jeder seine künftigen Renten-Leistungen vor Augen haben. Laut einer Studie fehlen aber wichtige Inhalte privater Vorsorge und Kerndaten.
10.06.2021 - 18:49 Uhr Kommentieren
Bürger sollen über das Renten-Portal eigentlich einen Eindruck über ihre Altersvorsorge bekommen. Quelle: dpa
Rentnerinnen

Bürger sollen über das Renten-Portal eigentlich einen Eindruck über ihre Altersvorsorge bekommen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Ende 2022 will die Bundesregierung den Deutschen einen digitalen Überblick über ihre Rentenansprüche verschaffen: Mit einem Klick ins neue Portal soll jeder seine künftigen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, aus betrieblicher Vorsorge sowie Sparprodukten der privaten Vorsorge fürs Alter vor Augen haben. So hatte es jedenfalls Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bei der Vorstellung angekündigt.

Nun stellt aber eine wissenschaftliche Studie Mängel an der geplanten Übersicht fest: Auf „Unvollständigkeit“ der Daten weist Studienautor Andreas Oehler von der Universität Bamberg hin.

So fehlten darin Ansprüche auf Zahlungen aus Spar- und Auszahlplänen oder aus direkten finanzmarktnahen Anlagen wie international anlegenden ETFs. Das versteht der Finanzwirtschaftsprofessor nicht, zumal die Bundesregierung „nahezu mantrahaft“ das Engagement der Bürger in finanzmarktnahe Anlagen der privaten Altersvorsorge einfordere. Auch sei nicht geplant, Kernpunkte wie die Auswirkung von Steuern und Sozialabgaben oder Rendite- und Risikoszenarien zu berücksichtigen, moniert er.

Beim Bundesarbeitsministerium verweist man indes auf Grenzen einer solchen Rentenübersicht: Sie solle die Produkte umfassen, die klar erkennbar der Altersvorsorge dienten – solche mit rentennahem Ablaufdatum oder Informationen wie Standmitteilungen.

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    Ohne Eingrenzung verschwimme die Grenze zwischen dem Sparen für diverse Zwecke wie der Anschaffung eines Autos oder einer Immobilie und echter Vermögensbildung fürs Alter. Dies vermittele Bürgern einen falschen Eindruck über ihre Vorsorge.

    Oehler spricht sich für eine kostenlose Onlineübersicht aus – gestaltet als offene, dezentrale Plattform. Sie könnte auch Start-ups zur Beratung in Vorsorgefragen als Grundlage dienen. Dies sei bereits in Großbritannien erprobt.

    Mehr: Laschet lehnt höheres Renteneintrittsalter ab – „Die Rente mit 67 steht“.

    • rez
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