Anlagebetrügereien bei S&K Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Tüv-Süd

Die S&K-Gründer stehen wegen schwerem und bandenmäßigen Betrug vor Gericht. Nun liegen der „Wirtschaftswoche“ interne Mails von Mitarbeitern der Prüfgesellschaft Tüv-Süd vor, die vor Haftungsrisiken gewarnt haben sollen.
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Heiße Frauen, Promis und Nobelkarossen
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Jonas Köller und Stephan Schäfer waren bekannt für ihre Parties. Damit dürfte es erst mal vorbei sein. Denn die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Anlagebetrug in dreistelliger Millionenhöhe gegen die Frankfurter Unternehmensgruppe S&K.

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„Get rich or die tryin´“, werde reich oder stirb, wenn du es versuchst - so könnte auch das Motto der beiden S&K-Chefs Jonas Köller (Foto) und Stephan Schäfer lauten. Mittlerweile sitzen beide in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft ihnen vor, betrügerisch erlangte beziehungsweise veruntreute Anlagegelder hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten verwendet zu haben. Die Beschuldigten bestreiten bisher die Vorwürfe.

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Ein opulenter Fuhrpark gehörte ebenfalls zum aufwändigen und exzessiven Lebensstil der beschuldigten Firmenchefs. Laut WirtschaftsWoche gehörten zum Fuhrpark von S&K Edelkarossen wie Porsche, Lamborghini, Ferrari, Audi R8, Bentley Cabrio und 7er BMW und Aston Martin DB9 Cabrio.

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Sogar ein Hubschrauber wurde mit dem Logo der Unternehmensgruppe dekoriert.

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Auch mehr oder weniger prominente Gäste wie hier Sänger Mark Medlock wurden von Köller und Schäfer gern empfangen.

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Hier empfängt Köller den durch die "Big-Brother"-Sendung bekannt gewordenen "Jürgen".

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Für eine seiner Veranstaltungen mietete S&K-Chef Köller einen Elefanten.

Frankfurt/MünchenIm Ermittlungskomplex um millionenschwere Anlagebetrügereien beim Frankfurter Immobilienunternehmen S&K sind neue Vorwürfe gegen die Prüfgesellschaft Tüv Süd bekannt geworden. Der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ liegen interne Mails von Tüv-Mitarbeitern vor, die bereits Monate vor der großen S&K-Razzia im Februar 2013 vor Haftungsrisiken gewarnt haben sollen – ohne dass das Unternehmen dann darauf reagiert habe.

Der Tüv Süd hielt am Donnerstag hingegen an seiner Auffassung fest, dass sich sämtliche Mitarbeiter rechtskonform verhalten hätten. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin gegen Tüv-Mitarbeiter wegen des Verdachts der Beihilfe zum schweren Betrug.

Die S&K-Gruppe hatte für ihre Immobilienzertifikate mit einem TÜV-Siegel geworben. Das Münchner Unternehmen hat den Ermittlungen zufolge zwar 90.000 Euro Honorar erhalten, will aber kein zu veröffentlichendes Zertifikat verteilt haben. Die S&K-Gründer stehen wegen schwerem und bandenmäßigem Betrug in Frankfurt vor Gericht.

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  • dpa
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